Die Plünderung ist eher durch frühere Frühverrentungen (Senkung der Arbeitslosenzahl) und die damaligen großzügigen Renten für z.B. ‚Spätaussiedler‘ erfolgt.
Aus dem Haushalt des Bundes flossen 2024 über 127 Milliarden Euro an Rentner und Rentenversicherung. Allein 75 Milliarden € allgemeine Zuschüsse an die
Nein, das ist nicht richtig. Es bestand bis 2004 die gesetzliche Regelung, dass die Rentenversicherung 24 Monatszahlbeträge als Reserve vorhalten muss. Schröder hat diese Sicherungsreserve auf 1,5 Monatsbeträge abgeschmolzen, und die Rücklagen dem allgemeinen Haushalt zugeführt. Ähnliches tat Kohl als auch Merkel mit Hubertus Heil in der letzten GroKo.
Zitat
Aus dem Haushalt des Bundes flossen 2024 über 127 Milliarden Euro an Rentner und Rentenversicherung..
Die Leistungen des Bundes sind versicherunsgfremde Leistungen, ebenso Leistungen für die keine Beiträge bezahlt wurden. Für letzteres sind z.b. familienpolitische Maßnahmen, die genannte Müterrente. Es wird ja immer gemeckert, dass nichts für ein familienfreundliches Umfeld getan wird. Dann aber, wenn eine Leistung Geld kostet, ist es auch nicht recht. Darüber hinaus finanziert seit Schröder die Rentenversicherung versicherungsfremde Leistungen aus Beitragsmitteln, die eigentlich Sache des Steuerzahlers sind. Der Zuschuss müsste gesetzskonform sogar um ein paar Milliarden höher sein, macht man aber nicht, sondern hat es rechtswidrig in der Ampel nochmal abgesenkt.
Es ist einfach, den Bundeshaushalt rauszuholen, Zahlen in die Welt zu werfen, ohne zu sagen oder zu wissen wofür es steht und welche rechtlichen Grundlagen es hat. Ich finde es an solchen Stellen immer bemerkenswert, dass man, gerade bei den Beitragspflichtigen, auf die Ungleicheit hinweist, dass sie ja Beiträge zahlen, während Beamte, Selbständige usw. nichts dazu beitragen. Dann aber im Gegenzug sich über die Ausgaben des Bundes für die Rentenversicherung aufregen. Konsequenz wäre, die Beitragszahler, deren Menge geringer ist als die der Steuerzahler, müsste über höhere Beiträge diese Sachen mitfinanzieren. Man darf im übrigen nicht vergessen, dass der Anteil des Bundes an der Gesamtfinanzierung seit gut 20 Jahren sinkt. 2004 waren es 24,2%, 2023 22,4%. Auch der Anteil am Bundeshaushalt ist im gleichen zeitraum von 21,6% auf 18,4% gesunken. Sowas wird wie immer nie erwähnt, wenn man rein populistisch irgendwelche Zahlen in den Raum wirft.
Und zu den Bundeszuschüssen noch eines: Überschüsse aus Bundesmitteln, sind von der Rentenversicherung immer zurückgezahlt worden. Die Überschüssen basierten einzig aus Beitragseinnahmen. Das unterstreicht die Komplexität des Themas Rentenfinanzierung.
Als Nachtrag: Würde der Staat bei Geburt als familienpolitische Maßnahme, für jedes Kind, 500 Euro für jedes Beitragsjahr, und einer fiktiv vorausgesetzten Beitragshistorie von 45 Jahren, also 22 500 Euro anlegen, hätte man bei 5% Rendite und thesaurierend die Erträge, beim Regeleintrittsalter von 67, einen Kapitalstock von knapp 591 000 Euro pro Person. Daraus könnte man, ohne die Substanz anzugreifen und , eine Bruttorente von etwas über 2400 Euro finanzieren. Ohne einen Cent Beiträge. 2024 hätte sowas knapp 15,2 Mrd. Euro gekostet.