Statt auf Biegen und Brechen einen vierten Netzbetreiber herbeizaubern zu wollen,
Seit 25 Jahren kennt man hier, durchweg durch alle Parteien die Regierungsverantwortung hatten und haben, nur eines: Geld, Geld durch Lizenzversteigerungen. 2010, zehn Jahre nach den 50 UMTS-Miliarden, hätte man schons ehen können, wie teuer mobiles Internet für den Endverbraucher ist. Man setzte auf eine erneute Versteierung. 2015 und 2019 das gleiche, nur dass man in dem Zeitraum seit 2010 immer mehr beklagte, dass Deutschland ja schlechte Mobilfunknetze hat. Aber 2019 nahm man gerne wieder die 6 Mrd Euro, um sie schnell zu versenken.
Seit 25 Jahren gibt es teure Lizenzen, teure und langwierige Genehmigungsverfahren für neue Standorte, aber die Politik kam bislang nicht auf die Idee, dass sie ja genau daran was ändern könnte, indem sie die gesetzlichen Vorgaben ändern. Verweise auf die EU sind Humbug und nur Nebelkerzen, wie man ja an Spanien, Frankreich oder Italien sieht, wo die Politik die Lizenzen für wenig Geld (FR & ESP) vergab bzw. die Politik eingriff als die Provider auf 28 Tage umstellen wollten. Kann man alles machen, in Deutschland ist man einfach nicht gewillt das zu tun.
Und die Politik hat eben erkannt, dass drei Mobilfunknetzbetreiber sich die Frequenzen billig aufteilen können in den meisten Frequenzbereichen. Also musste ein vierter her, der den Druck erzeugt. Ohne 1und1, wäre 2019 kaum was hohes im dreistelligen Mio-Bereich gekommen. Und man wird auch den Teufel tun die BNetzA 1und1 mit Bußgeldern ersticken zu lassen, denn dann wären die sofort weg und der Druck auf die anderen drei bei den Lizenzen auch. Ansonsten hätte man spätestens ab 2015 den anderen drei auch Milliarden an Bußgeldern abnehmen müssen. Tat man nicht.
(Und ich fange gar nicht erst an, von solchen Sachen wie Subventionen für niedrigverdienende Menschen wie in Österreich, wo man als "Zuerkennung einer Zuschussleistung zu Fernsprechentgelten" im Werte von zehn Euro dann z.b. kostenlos Mobilfunk bekommt. Für zehn Euro gibts dort 30 GB.)