Nur weil Martyn glaubt, man bräuchte in jedem Wohngebiet HPCs, ist das in der Realität noch lange nicht der Fall. Sinnvoller ist es doch, das Geld stattdessen an stärker frequentierten Orten in HPC zu investieren, wo ein Vielfaches an Menschen davon profitiert. Auch auf dem Land. Ich will keine Planwirtschaft, die dann dafür sorgt, dass die HPC an kaum frequentierten Standorten stehen.
Klar fahren auf einer Autobahn oder Bundesstrasse mehr Leute vorbei als an einem Fitnessstudio, Kino, Dorfplatz oder Wohnsiedlung. Aber bei einem Fitnessstudio, Kino, Dorfplatz oder Wohnsiedlung wollen viele Leute eh anhalten und könnten dort nebenbei aufladen.
An einer Autobahnraststätte oder irgendwo im Industriegebiet an einer Bundesstrasse hingegen will kaum jemand freiwillig anhalten und eine Ladepause einlegen auch wenn es "nur" so 20-45 Minuten sein müssen.
Die Frage ist jetzt sind die Leute bereit ihre Pausen auf eine Autobahnraststätte oder in ein Industriegebit an der Bundersstrasse zu legen weil nur dort die Schnelllader sind ... oder kaufen sie stattdessen lieber ein Auto mit dem sie nicht auf Ladesäulen angewiesen sind.
Rechne bitte mal aus, wieviele kWh dann darüber laufen müssten, bis sich das amortisiert hat und wieviele Jahre (Jahrzehnte?) es dauern würde, bis sich das ansatzweise lohnt. 
Das ist jetzt nicht ganz einfach weil ich nicht weis wieviel Geld die Ladeplattformbetreiber an de Säulenbetreiber auszahlen.
Aber wenn ich mal von 34 ct/KWh Bezugspreis und 10% Ladeverlust in der Säule ausgehe komme ich auf 37,4 ct/KWh Bezugspreis.
Mit EWE Go zahlt man an Fremdladern 64 ct/KWh, macht also 26,6 ct/KWh Spread.
Wenn man davon jetzt die Umsatzsteuer rausrechet und die verbleibenden 22,34 ct/KWh hälftig zwischen Ladeplattformbetreiber und Säulenbetreiber geteilt werden wären das 11,17 ct/KWh.
Oder anders gesagt wenn im Schnitt pro Ladevorgang 30 KWh geladen werden würde dann der Säulenbetreiber etwa 3,35€ verdienen. Bei etwa 50 Ladevorgängen im Monat wären das dann 167,50€ im Monat. Oder sagen wir einfach gerundet 170€.
Den Schnelllader komplett darüber finanzieren ist natürlich nicht drin, denn das würde dann etwa 34 Jahre dauern.
Aber wenn man den Grossteil der Kosten auf die Immobilienkäufer umlegen würde und nur einen Restbetrag darüber finanzieren würde, müsse es schon möglich sein nach nur 2-3 Jahren in die Gewinnzone zu kommen.