Du glaubst ernsthaft, die jungen Leute ziehen wegen fehlender Glasfaser oder 5G weg?
Natürlich sind 5G und Glasfaser keine Allesretter. Ein verlassens Kaff wo es ausser Tankstelle und Getränkeabholmarkt keine Läden und ausser Feuerwehrgerätehaus und Aussegnungshalle keine öffentliche Infrastruktur gibt, wird auch mit 5G und Glasfaser nicht attraktiv.
Sondern es braucht schon auch ein gewisses Grundangebot an Handel und Gastronomie und ebenfalls ein gewisses Grundangebot an öffentlicher Infrastruktor wie z.B. Kita, Grundschule, Freibad, ect. Bei der Breitbandversogung könnte man sich durchaus mit 3G/4G und VDSL25 begnügen.
Aber wenn in einem Ort ein Mobilfunknetz garnicht funktioniert und die zwei anderen Netze nur mit GSM/EDGE versorgen und beim Festnetz je nachdem an welche Ortsende man wohnt nur irgendwas zwischen DSL 384IP und DSL 3000IP möglich ist, dann ist das schon ein Todesurteil für den Ort.
Du glaubst ernsthaft, die jungen Leute ziehen wegen fehlender Glasfaser oder 5G weg?
Tipp: Unsere große Tochter zog zum Studium nach Köln, da es auf dem Dorf keine Uni gibt. 5G war kein Kriterium. Ebenso ging es der Kleine, die nach Erlangen ging. Die Große wohnt nun in München, weil von dort das wirtschaftlich beste Jobangebote kam, auch unter Betrachtung der Mieten unschlagbar.
Die Leute ziehen in die Ballungsräume, weil Firmen, die nach D kommen, auch dort hingehen. Das ist regionalplanerisch zwar Mist, aber es ist eben so. Du wirst z.B. kaum jemanden motivieren können, bei TSMC zu arbeiten, wenn die an der polnischen Grenze bauen. Ist leider so. Also gehen die nach Dresden, und Dresden zieht so die Lausitz noch leerer.
Ich finde es klasse, dass der Regulierer trotz sicher vorhandener Geldgier der Regierung die Gefahren erkannt hat und nun hoffentlich mit beherzten Randbedingungen handelt. Spannend wird, wie die angeschlagenen Vodafone und Telefonica ausbauen werden.
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Nicht alle Jungen Leute können oder wollen Studieren, und auch ein Studium dauert nicht ewig. Gymnasium oder FOS kann man auch in der Kleinstadt machen, und Anwälte für Familien- oder Verkehrsrecht, Architekten, Apotheker, Lehrkräft für alle Schularten, etc. braucht man auch auf dem Land und in den Kleinstädten.
Das sieht man auch daran das der 5G Ausbau jetzt deutlich schneller vorran geht als der LTE ausbau seinerzeit.
Bei Vodafone Deutschland hat die Muttergesellschaft hingegen mehr oder weniger freie Hand, da 100%-ige Tochter. Und das Merkt man halt aktuell sehr.
Hier läuft es bei Vodafone besser als bei o2
Es ist zwar wahrscheinlich schon so das o2 derzeit mehr Stationen anfasst als es Vodafone tut. Aber Vodafone hat ja schon 2012-2016 schon relativ viel gemacht wo o2 ausserhalb der Grossstädte und Ballungsräume noch mit Tiefschlaf.
Aber auch jetzt pickt sich Vodafone wenigstens die letzten verbliebenen GSM900 Stationen raus, und baut dann auf GSM900 + LTE800 + LTE/NR700 + LTE/NR1800 um. Das ist dann schon ein echter Quantensprung.
o2 hinegen lässt bislang die meisten verbliebenen GSM900 Stationen dahindümpeln, geht an die GSM900 + LTE800 Stationen und baut auf GSM900 + LTE800 + LTE900 + NR700 um. Das bringt gefühlt eigentlich garnichts.
Expansionswillige wie Xavier Niel & Patrick Drahi könnten da ordentlich mitmischen um in den deutschen Markt einzusteigen.
Die Frage ist ob der deutsche Markt inzwischen überhaupt noch sonderich attraktiv für Einsteiger ist.
Wenn ich Investor wäre, dann würde ich als in erster Linie die USA, Kanada und Brasilien in den Fokus nehmen, und wenn Europa dann eher Schweiz, Belgien, Luxemburg, Tschechien, Slowakei und Ungarn.