In der Gestattungsvereinbarung von Vodafone ist zum Beispiel folgender Absatz enthalten:
"Die Vertragsparteien werden bei der Kommunikation an die Bewohner zusammenarbeiten, um eine optimale Information über die zukünftige Versorgungsart, den Service und die Produkte von Vodafone sicherzustellem- Hierzu wird Vodafone dem Vertragspartner frühzeitig vor Versorgungsbeginn eine Auswahl an möglichen Informations- und Marketingmaterialien (Informationsmaterialien) bereitstellen und in der Folge jährlich mit dem Vertragspartner die Einzelheiten und weitere Maßnahmen zur Bewohnerkommunikation abstimmen. [...] Der Vertragspartner wird seine Bewohner mit den von Vodafone bereitgestellten Informationsmaterialien und -Inhalten informieren. [...]"
Als "Belohnung" für die Unterstützung beim Marketing bekommen die Bewohner den günstigeren Tarif (9,99 EUR statt 20,99 EUR ohne Gestattungsvereinbarung) und die BewohnerPlus-Vorteile.
Vodafone verschickt durchaus Informationsmaterial. Es gab vor ein paar Wochen eine Aussendung von grauen A4-Umschlägen an die Vermieter, in denen je ein Flyer und ein Auftragsformular enthalten waren.
In diesem Fall ist die Immobilie noch nicht für EInzelvermarktung freigegeben. Warum das so ist, wird wahrscheinlich nur eine Rückfrage bei Vodafone klären können.
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Danke für das Zitat....
Letztendlich zeigt es aber, daß Vodafone als Kabelnetzbetreiber an diesem Vertriebsweg interessiert ist um sein Produkt weiter zu vermarkten.
Der Hauseigentümer, die Eigentümergemeinschaft oder in meinem Fall die Wohnungsbau.Genossenschaft haben ja verschiedene Möglichkeiten.
So könnte eine Genossenschaft beschließen, wir dürfen das jetzt nicht mehr als Nebenkosten auf unsere Mieter umlegen, aber wir dürfen es als Genossenschaft bezahlen und unseren Mietern, die ja auch immer Genossen sind gratis zur Verfügung stellen. Dadurch sinkt allerdings das Vermögen der Genossenschaft was durch Sparmaßnahmen woanders oder andere neue einkunftsarten wie Mieterhöhung zukünftig ausgeglichen wird.
Genauso hätte eine Genossenschaft auch beschließen können, die TV.kabel in Tannenbaumstruktur selbst weiter zu nutzen und bei jedem Haus eine DVB.T Antenne oder eine Sat.Schüssel aufs Dach zu stellen und den Empfang über das TV Kabel in die Wohnungen weiter zu leiten.
Wer dann eine ( höheren ) Tarif mit Laufzeit bei Vodafone hat und dort für 35....50 Euro internet und Tav gebucht hat....müsste dann seinen Vertrag außerordentlich kündigen, weil es ihm ja seitens Vodafone nicht mehr geliefert werden kann.
Offensichtlich gehen viele Vermieter den Weg des geringsten Widerstandes...
Lassen das kabelnetz als Kabel.TV.Netz bestehen....machen mit Vodafone den Vorteilspreis für ihre Mieter ( die sich wohl meist aktiv dafür entscheiden müssen ) aus und Vodafone darf im Gegenzug für die angebotenen Vorteilspreise eben das TV.Kabelnetz im Haus weiter nutzen ( oder anders gesagt, der Vermieter darf es nach Abschluss des Vertrages über die vorteilspreise nicht einfach ( z.b. in ein Satelliten.schüssel.TV.kabel ) umwidmen !
Aber irgendwann wird das TV Kabel anfällig für Störungen ( die meistens sind ja aus den 80er und 90er Jahren) und dann kommt irgendwann mal die frage auf wer für Reparaturen zuständig sein wird.
Wenn Vodafone dann sagt....wir liefern deine 50 Euro flat mit telefonie und TV störungsfrei bei vor das Haus in dem du wohnst - ab dem hauseingang ist der Eigentümer der Immobilie zuständig.
Irgendwann wird das thema also wieder interessant. Letztendlich trifft dasselbe wie auch beim Telefon/DSL Kabel....wo die Telekom meist nur bis zu übergabedose für Störungen aufkommt.
Ich denke...in Zukunft wird da viel mehr kabellos passieren.
Die Welt hat sich seit den 1980er...1990er Jahren als TV.Kabelemfang boomte und gehypt und über das Nebenkostenprivileg gefördert wurde eben verändert.
Dieser Veränderung wird nur mit dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs Rechnung getragen.