Beiträge von 01454er

    Ganz offensichtlich ist es für 1&1 wirtschaftlicher, langsam auszubauen, irrwitzig niedrige Strafen zu zahlen und sich daran zu erfreuen, dass die technische Deflation den Ausbau billiger und die Komponenten leistungsfähiger macht.


    Warten wir doch einfach ab. Seine Verlautbarungen sind doch eher politische Worthülsen, ergo Nebelkerzen. Sähe er keine Chance mehr, wäre das Experiment längst beendet.

    Sicher nicht. Jedoch ging das wohl schneller als die Zeit, die Herr Dommermuth braucht um aus seinem Computerstuhl aufzustehen...

    Ich denke Dommermuth pokert hoch, wie er es schon mehrfach getan hat. Er ist und bleibt Unternehmer, während seine Wettbewerber von teilweise grandios überbezahlten Angestellten gemanagt = verwaltet werden. Skin in the Game macht den Unterschied.


    Leute wie Dommermuth mit Häme überziehen, sollte nur, wer Ähnliches erreicht hat. Ich weiß, Häme und Neid sind wichtiges Skills in D, die das Land dahin geführt haben, wo es heute ist. ;)

    Das ist doch nur noch Geplänkel von Bestandskunden, die sich darüber freuen, noch nicht rausgeflogen zu sein. Oder ist hier irgendjemand, dem die diskutierten Annehmlichkeiten die aktuellen Preise wert wären? Selbst wenn das alles perfekt und mit zeitgemäßer Qualität funktionieren würde, hat sich das Thema Sipgate für Privatkunden, die keine CRM-Anbindung und solche Dinge brauchen, erledigt, wenn man von Satellite absieht. Selbst das wird einen schnellen Tod sterben, wenn Sipgate irgendwann auf die Idee kommt, dass das mehr als 0€ kosten muss.

    Stimmt. „Meine“ Sipgatenutzer haben alle statistische Restlaufzeiten unter 10 Jahren, da die, die keine Flatrate haben, noch deutlich älter, aber der einzige Grund für die Nutzung von Sipgate sind. Meine Mutter beispielsweise hat noch 5 Bekannte, die bei Sipgate anrufen. Alle deutlich über 90 Jahre alt.


    Satellite ist meines Wissens ein ausschließlich in D ausgerolltes Nischenprodukt. International wäre die Nische zwar größer, aber auch komplexer zu managen. Außerdem kommuniziert die junge Generation heute außerhalb des EU-Roamings per Messenger, so dass die klassischen Anbieter irgendwann entweder an den internationalen Preisen drehen sollten, oder eben diesen Markt komplett verlieren, wie seinerzeit durch Extrempreise vergällte MMS.

    Das stimmt, aber gerade in Deuschland finde ich haben es die Anbieter selbst drauf angelegt.

    Das ist analog diversen Grundversorgungsprodukten kein deutsches Problem und wäre auch von den Anbietern nicht zu verhindern gewesen. Der erste, der es seinerzeit offen im deutschsprachigen Raum aussprach, war der damalige Chef von E+, Michael Krammer. Ich erinnere mich noch lebhaft an das Geplärre von Telekom und Vodafone als Entgegnung auf diese Ansage zur kommenden Entwicklung.


    Simyo war in Deutschland ein erster großer Schritt, dem Mobilfunk das Pseudo-Premium und seine Apothekenpreise zu nehmen. Die starteten mit 19 ct für Minute/SMS/MB und waren damit Preisbrecher. Hätte E+ sich damals damit nicht selbst kannibalisiert, wären jemand von außen gekommen, um sich die Margen zu holen.


    Demnächst treiben dann terrestrisch hoffentlich 1&1 und aus dem All zunehmend, aber nischig Starlink und Amazon. Für den Endkunden ist das wunderbar. Für die, die sich wohlig in hohen Margen eingerichtet haben, eher nicht.

    Das klingt dann aber eher nach einem o2 Netz- als nach einem Sipgate-Technikproblem.

    Stimmt so nicht. Ich hab den direkten Vergleich bei meiner Mutter. Drillisch als SIM. Sipgate als eSIM. Stecke ich die Drillisch-SIM in ein ausschließlich 2G-fähiges Featurephone, bleibt die Gesprächsqualität sehr gut, während sie zeitgleich bei Sipgate schlecht ist. Auch eine physische SIM von Sipgate parallel getestet. Identisches Ergebnis, aber andere Mobilfunkzelle.


    Warum das so ist? Keine Ahnung, da ich keine Ahnung von den technischen Abläufen habe. Ggf. wird es also Sipgate auch hinbekommen, die schlechte Qualität bei LTE so zu behalten.


    Ich staune nur, wie man bei dieser Qualität diesen Service als Pro vermarkten kann und damit auch noch Kunden findet.

    In der Telekommunikationsbranche fürchtet man so ein Szenario bereits seit Jahren.

    Letztlich werden technologisch und finanziell potente Anbieter durch die vergleichsweise hohen Margen der heutigen Netzbetreiber angelockt. Dazu kann man sich die Bilanzen der Mobilfunker anschauen. Leider machen die Netzbetreiber aus den im Vergleich zu anderen Branchen exorbitanten Margen beinahe nichts. Eher ist es so, dass man sich sofort, wenn die Verschuldungsrate halbwegs annehmbar ist, regelmäßig in Übernahmeorgien begibt, die im anschließenden Jahrzehnt aus der Bilanz heraus konsolidiert werden müssen. Telekom und Vodafone sind wunderbare Beispiele für diese Hybris. (Gleiches trieb die alte Autoindustrie und steht nun vor der Klippe.)


    Der Vorteil neuer Teilnehmer ist der Gleiche, wie bei neuen Autoherstellern. Die kommen von außen, denken Markt und Technologie anders und machen einfach, ausgestaltet mit ausreichend Geld und ohne alte Zöpfe, die die Asche des Alten bewahren wollen. Piëch hat seinerzeit gesagt, das eAuto wird nicht vor 2035 serienreif sein. Blöd, dass Musk das nicht erfahren hat.


    Der Vorteil satellitengestützter Systeme ist dabei, dass man sich nicht mit den unteren und mittleren Bürokratieebenen auseinandersetzen muss, was Zeit und massive Kapazitäten erfordert und deshalb abartig Geld kostet. Allein schon deshalb ist der Amazon-Weg am Boden als Untermieter arbeiten zu wollen und parallel von oben zu kommen ziemlich schlau. Parallel hat man noch ein gewisses Erpressungspotenzial, terrestrisches Anbieter von der Kooperation zu überzeugen, indem man denen Kapazitäten im eigenen System anbietet.


    Ich denke, auch Apple pumpt nicht hunderte Millionen in Globalstar, ausschließlich um seine Notruffunktion aufzubauen. Die warten noch ein bisschen, rollen immer mehr Technik mit der Möglichkeit dieser Kommunikationsebene aus und werden dann vermutlich auch mit etwas Neuem ums Eck kommen, während sich die Telekom am Boden mit Bauämtern über das Pflasterbild aufgerissener Fußwege streiten muss.

    Ganz unabhängig von VoLTE, warum bitte ist jemand mit seinem Mobilfunkanschluss bei sipgate? Wegen der total attraktiven Telefonie- und Datentarife etwa? Oder weil es außer sipgate ja keine anderen Mobilfunkanbieter gibt?

    Damit die einen Omas von den anderen Omas per virtueller Festnetznummer erreicht werden können. Somit ausschließlich eingehend. Ausgehend werden Karten von Drillisch zu 5€ genutzt, um Flats und ausreichend Daten zu haben.


    Nein o2 ist keine Option, da es sich teilweise um Rentner mit Grundsicherung handelt und deshalb 5€ mehr oder weniger pro Monat nicht zu vernachlässigen sind. (Wie dann die benannten iPhone SE? Weil die erstens über Firmen angeschafft werden und es zweitens leider so ist, dass die Bedienbarkeit besser als die von Androiden ist. Zumindest für absolut nicht technisch Interessierte Leute über 75.)

    Die Rechtssprechung ist eindeutig. Stationäre Nutzung in Routern, ausschließlich mit Netzstrom, ist zulässig. Datenlimits sind in den AGBs der Postpaid Unlimited nicht enthalten. Ergo gibt es keine Beschränkungen und Limits. Wir nutzen eine Unlimited-Option zu Hause. Inkl. IPTV kommen da monatlich ganz fix 500-600 GB zusammen. Besonders in den Semesterferien im Winter, wenn die Bagage komplett zu Hause einfällt.


    O2 hat mit dem neuen Preis vermutlich genau auf dieses Rechtssprechung reagiert. Eine kleine Firma hätte die Anpassung am Nachmittag nach der Rechtsgültigkeit des Urteils erledigt. Konzerne brauchen etwas länger. Entsprechend hatten Intensivtäter die Chance, sich einzudecken. Nun hat der Anbieter abgedichtet. Damit ist doch nun alles gut.


    Ich für meinen Teil hab gestern abends noch einen Unlimited zum halbwegs kleinen Preis geholt. Dies für den Fall, das die Unlimited Option wegfallen sollte, dann werden da noch Multisims nachgebucht. Nun wird der erstmal in der Schublade liegen und als Versicherung betrachtet. Sollte die Zeit die Option erhalten, wird einfach irgendeine Nummer auf den Unlimited portiert. Da freut sich dann irgendwer in Familie oder Büro.