und genau wenn das so möglich ist, dann ist es aus Sicherheitssicht eben keine Zweigeräte-Lösung, auch wenn man sie normalerweise auf zwei Geräten nutzen mag.
Die ING definiert das beispielsweise so:
„2-Faktor-Authentifizierung bedeutet, dass Sie Ihre Identität bei der Anmeldung in Ihr Internetbanking (oder in Ihrer App) mit einer Kombination aus zwei unterschiedlichen und vor allem voneinander unabhängigen Merkmalen bestätigen. Die Merkmale nennt man Faktoren. Sie müssen aus zwei verschiedenen von drei möglichen Bereichen stammen:
- Wissen (zum Beispiel Ihre Internetbanking PIN oder Ihre mobilePIN, die nur Sie kennen),
- Besitz (etwas, das Ihnen gehört, wie Ihr Smartphone, auf dem die App eingerichtet ist) oder
- Biometrie (ein körperliches Merkmal wie Ihr Fingerabdruck oder Ihre FaceID).
Beim Log-in ins Internetbanking kombinieren wir einen Wissensfaktor (die Internetbanking PIN) mit einem Besitzfaktor (Ihre App bzw. das Gerät, auf dem sie installiert ist, oder Ihr photoTAN-Generator).
Beim Anmelden in der App wird ein Besitzfaktor (Ihr Smartphone) mit einem Wissensfaktor (mobilePIN) oder einem Biometrie-Faktor (Fingerabdruck oder Gesichtserkennung) kombiniert.“
Sind wir doch ganz ehrlich: ein extra TAN-Generator oder ein separates Gerät mit TAN-App sind nur eines: „gefühlte Extrasicherheit“.
All das bringt dir nix mehr, wenn du leichtgläubig deine Zugangsdaten auf einer x-beliebigen Phishingseite eingibst und dann auch noch dem Betrüger den Zugriff durch eine TAN oder die App freigibst. Vielleicht könnte die DKB ja noch nachschärfen, das man nur Zahlungen freigeben kann, wenn man das Gerät per SMS freigeschaltet hat? Aber ich denke, dann hat die DKB ein Problem, weil wenn der Kunde sein Smartphone verloren hat und sonst noch ein Tablet zuhause hat, dann kann man nix mehr machen, bis dann einige Tage später das ganze mit Ausweiskopie und sonst was wieder freigegeben wird.
Und der große Risikofaktor ist beim Banking wohl zu beinah 100% derjenige der zwischen Bildschirm und Stuhl sitzt.