Beiträge von KnightOfCydonia

    Auch hier kein Netzausbau, sondern ein Abbau:

    Nach Vodafone (GSM900+LTE2100) Ende vergangenen Jahres hat nun auch o2 (GSM900+LTE2100) in den vergangenen 3 Wochen den Sender auf dem Ferienzentrum Holm (24217 Schönberg, Osterwisch 2) abgeschaltet. Während Vodafone mit einem leider nur gut 20 Meter hohen Masten etwa 3 km weiter südöstlich am Museumsbahnhof dennoch halbwegs vernünftige Versorgung und Kapazität an den Strand bekommt, hüpft man bei o2 quasi die komplette gegenüberliegenden Küsten (z.B. 30 km entfernt Damp 2000 in NW oder 40 km entfernt Fehmarn in NO) entlang. Die zusätzlichen Antennenträger am Museumsbahnhof auf 17-18 Meter Höhe für o2 sind schon längst installiert, nur leider keine Antennen oder Technik... und MOCN gibt es bislang von Vodafone nur für den Sektor nach SW (also vom Strand weg). Damit hat o2 auf Gemeindegebiet nur noch 120 MHz (auf einem Standort mit 3 Sektoren) + 10 MHz MOCN, Vodafone immerhin 330 MHz (auf 2 Standorten mit je 3 Sektoren). Zur Ehrenrettung von o2: Die Kündigung des Standorts auf dem FZH kam wohl ganz kurzfristig um den Jahreswechsel 2024/25 herum.

    Mich interessiert in erster Linie, wie die 1&1-Netzabdeckung in meiner Gegend aussieht. Ich komme aus dem nördlichen Frankfurter Speckgürtel (Oberursel/Stierstadt) und bin außerdem regelmäßig auf der Strecke Mannheim – Saarbrücken – Luxemburg unterwegs. Dabei möchte ich einfach nebenbei etwas zur Kartierung beitragen.

    Sehr löblich, auch wenn die Ecke wohl schon recht gut erfasst wird.

    Kannst du bestätigen, dass CellMapper die Daten der verschiedenen Netze getrennt hochlädt? Ich nutze ein Dual-SIM-Gerät mit einer 1&1-/sim.de-SIM und einer Tango-SIM. Mir geht es vor allem darum, dass die 1&1-Standorte möglichst vollständig auf der Karte erscheinen und auch andere Nutzer sehen können, wo bereits 1&1 ausgebaut hat.

    Das könnte vielleicht abhängig vom verwendeten Gerät problematisch werden, aber grundsätzlich kann die CellMapper-App bei DualSIM-Betrieb die Netze auseinanderhalten. Als vertrauensbildende Maßnahme kannst du ja auf deinem A23 in der CellMapper-App das CSV-Logging aktivieren, um dir dann z.B. in Excel anzuschauen, was dein Gerät so aufzeichnet. Bei mir ist immer mal eine Fehlaufzeichnung dabei, aber das ist nicht einmal im Promille-Bereich.

    Bist du sicher, dass 26202 und 26223 für die SIM tatsächlich komplett gleichberechtigt behandelt werden? Aus wirtschaftlicher Sicht müsste 1&1 doch eigentlich ein großes Interesse haben, Kunden möglichst schnell wieder ins eigene 26223-Netz zu holen, da nationales Roaming bei Vodafone vermutlich Kosten verursacht. Genau diesen Eindruck habe ich in der Praxis auch: Sobald auch nur ein brauchbares 26223-Signal vorhanden ist, bucht sich mein A23 sofort wieder ins 1&1-Netz ein.

    Allein auf SIM-Basis sind 26223 und 26202 so gleichwertig wie HPLMN und EHPLMN nun einmal sind, allerdings werden durch die Nachbarschaftsbeziehungen auf Zellebene 26223-SIM-Karten von 26202 zu 26223 geschoben. Hier dürfte es bei ganz neuen 26223-Standorten einige Zeit brauchen, bis die entsprechenden Nachbarschafts-Informationen zu den neuen 26223-Zellen bei den vorhandenen 26202-Zellen eingepflegt sind. Ich hatte ja auch geschrieben:

    Im Normalfall rutscht dein A23 ja in eine 26223-Zelle, wenn sie verfügbar ist [...].

    Für dich dürfte es wirklich ausreichen, CellMapper im Hintergrund laufen zu lassen.

    Groussherzog

    Das wird mit Bordmitteln nicht funktionieren, da m.W. das Netz 26202 (vodafone.de) auf SIM-Karten des Netzes 26223 (1&1) als EHPLMN hinterlegt ist, also als ein dem Heimatnetz gleichwertiges Netz, und in den einzelnen 26223-Zellen auch 26202-Zellen als Nachbarn hinterlegt sind. Die manuelle Netzwahl wird damit i.d.R. ausgehebelt.


    Dir ist bewusst, dass dein gewünschtes Szenario (nur das Netz 26223) in Gebieten ohne 1&1-Netzausbau gleichbedeutend mit "nur Notrufe" wäre oder du manuell immer zwischen "CellMapping"-Modus (um nur 26223-Zellen zu loggen) und "Normal"-Modus für reguläre Erreichbarkeit inklusive Roaming in 26202 hin- und herschalten müsstest - sofern du das Smartphone sowohl für CellMapping, aber auch regulär nutzen möchtest?


    Am saubersten und stressärmsten - mit zusätzlichen herumzuschleppenden Geräten aber nicht immer zwingend am bequemsten - wäre aus meiner Sicht daher eine Trennung des CellMappings von der regulären Smartphone-Nutzung: bei ebay günstig ein älteres Modell mit MediaTek-Chipsatz besorgen, das man fest auf einen Kanal fixieren kann. Wenn du es für 1&1 komplett machen möchtest, wären zwei Geräte sinnvoll: eines auf EARFCN=250 (B1, LTE2100), eines auf EARFCN=3200 (B7, LTE2600)... und dann bräuchtest du für diese beiden CellMapping-Geräte natürlich auch noch SIM-Karten aus dem 1&1-Netz.


    Im Normalfall rutscht dein A23 ja in eine 26223-Zelle, wenn sie verfügbar ist - auch wenn es gerade früher häufiger Meldungen über "taubstumme" 1&1-Sender gab. Sofern du "nur" in den kommenden Wochen nebenbei 1&1 mappen möchtest, lass CellMapper einfach auf deinem A23 mitlaufen - ohne weitere Manipulationen.


    Welche Ecke wäre es denn bei dir: Trier?

    Na klar fehlt denen die Kohle, deshalb hat man im ersten Quartal 2026 auch mehr als letztes Jahr ausgebaut (insbesondere Neubauten).

    Das Erkennen von Hyperbeln (Übertreibungen zur Verdeutlichung) gehört nicht zu deinen Stärken, oder warum reagierst du bei jeder noch so kleinen Kritik an Telefónica Germany, als wenn man dich persönlich angegriffen hätte?

    Übrigens solltest du dich bei deinen Vergleichen zu Ausbauanzahlen vielleicht nicht der Vorjahreszahlen von Telefónica bedienen, denn - Achtung, Übertreibung! - wenn man einen neuen Standort im ersten Quartal 2026 mit keinem neuen Standort im ersten Quartal 2025 vergleicht, sagt das gar nichts über die Finanzkraft des Unternehmens aus. Dass der Wegfall der regelmäßigen Einnahmen und des regelmäßigen Cash-Flows von 12 Millionen 1&1-Kunden bei Weitem noch nicht aufgefangen ist, wirst du selbst ja viel besser wissen. Da ist natürlich immer noch genug "Kohle" für "richtige" Aus- und Neubauten, aber man muss halt anders als z.B. eine Telekom "hier und da" einfach Spar-Upgrades fahren. Das ist ja auch vollkommen legitim und reicht für 30 Millionen Kunden offenbar aus, aber eines ist Telefónica Germany eben nicht, auch wenn sie es andauernd postulieren: ein Top-class-Qualitätsnetzbetreiber.

    CEO Marc Murtra Millar hat wohl Deutschland besucht und dabei auch gleich ein neues Ziel verkündet: in 5 Jahren werde Telefonica der beste europäische Anbieter sein.

    Zitiere bzw. übersetze doch bitte etwas genauer, denn er sagt: "We want to be a best-in-class European operator." Das ist einfach nur Marketing- bzw. Mitarbeitermotivations-Geblubber: best-in-class bei Kundenzufriedenheit, Umsatz, Gewinn, Kundenzahlen... oder bei Luftbläschen-platzen-Lassen? Und wie definiert er die "Klasse"? Wo wird Telefónica Germany in 5 Jahren stehen, denn nur weil sie sich europäisch verbessern wollen, heißt es ja nicht, dass man auf dem deutschen Markt viel davon merkt.

    Niemand hat von 40 MHz auf Band 1 gesprochen. Er sagte Uplink nicht vorhanden. Downlink nur nach Bedarf. Uplink läuft nur auf Band 3 und n78. Aktuell ca. 160 Mbps. Vor der Umstellung sei es mehr gewesen.


    Zeigte auch das Bild des Spectrum Analyzers vor und während seines Speedtests.

    Bei mir (aktuell ländlich) gibt es kein n78, dort dürfte auf n1 noch Uplink laufen. Fast ausschließlich werden B3 (20 MHz), n1 (20 MHz) und B32 (20 MHz) aggregiert, im Uplink erhalte ich regelmäßig 180 Mbit/s netto und ca. 200 Mbit/s brutto, was - und hier lasse ich mich gern korrigieren - mit nur 20 MHz im UL selbst bei 4x4-MIMO nicht möglich wäre.

    n1 ist FDD, also Uplink und Downlink unterscheiden sich dort durch die Frequenzen (frequency division duplex). Da kann man nicht einfach den Uplink-Bereich umwidmen in Downlink. Das ist nicht spezifiziert.


    Beim 5G-NR NSA wäre es aber durchaus möglich, dass die Telekom n1 nicht für UL-CA dazuschaltet, sondern dies allein über den LTE-Anker laufen lässt.


    Also falls Ralph von 40 MHz im Downlink gesprochen haben sollte, dann sicherlich die 20 MHz von n1 und die 20 MHz von B32.

    Die Downloadraten waren extrem heterogen, meist sehr bescheiden. Das war aber mit anderen Roaming-(e)SIMs genauso. Vermutlich also lokale Überlast, weil wir eher in abgelegenen Gegenden waren. Oder Depriorisierung fremder SIMs?

    Ich kenne das Spiel aus der anderen Richtung, mit lycamobile.dk in Deutschland (natürlich auch mit 26001-IMSI): Download-Raten zu allen Tageszeiten in allen drei Netzen im einstelligen Mbit/s-Bereich, während deutsche SIM-Karten immer im zweistelligen, meist im dreistelligen Mbit/s-Bereich waren. Nur nachts näherten sich die Geschwindigkeiten von lycamobile.dk denen der deutschen SIM-Karten an. Für mich sieht es so aus, als ob diese 26001-IMSIs heftigst herunterpriorisiert werden, sobald ein bisschen Verkehr auf der Zelle hängt. Im Heimatnetz in Dänemark lief lycamobile.dk wie Hulle mit fast vierstellen Mbit/s-Geschwindigkeiten (922 Mbit/s war mein "Rekord").

    Ich versteh aber nicht was o2 in der Region macht, dieser Standort ist 1:1 noch wie vor 15 Jahren, genau wie der Standort in Miesau.

    Vodafone und die Telekom versorgen die ganzen Region mit 5G und bei o2 fühlt man sich wie in der Steinzeit.

    So ein vernachlässigtes Gebiet (s. o2-Netzabdeckungskarte) gibt es auch im Osten von und östlich von Kiel: Kiel-Elmschenhagen, Raisdorf (mit dem großen Gewerbegebiet auf der "grünen Wiese"), Dobersdorf, Schönkirchen, Heikendorf, Laboe, Schönberg, Lütjenburg, Bungsberg. Teilweise gibt es 5G-Versorgung von der anderen Fördeseite oder Nachbargemeinden, aber die knapp 30 Standorte, die die gut 50.000 dort lebenden Einwohner primär versorgen, sind 5G-frei und größtenteils "alt": hin und wieder tatsächlich SRAN-Umbauten mit B8, aber oftmals der typische heterogene Fleckenteppich mit B3+B1, B1, B20, B20+B3 usw.). Einige Standorte sind zugegebenermaßen stark ländlich geprägt, wo es aktuell kapazitiv selbst mit B20-only nicht wirklich eng wird, aber gerade der Küstenstreifen von Laboe über Stein, Wendtorf, Kalifornien (von wo aktuell das WM-Studio des ARD Morgenmagazin sendet) und Hohenfelde bis nach Hohwacht mit vielen Strandtouristen und Campingplätzen pfeift kapazitiv schon jetzt vor Beginn der Haupt-Touri-Zeit auf dem letzten Loch.