Beiträge von Tom4711

    Die ganze Politik und die Wirtschaft reden ständig von "Digitaler Soveränität" ( wir mal Wort des Jahres werden ).

    Aber wenn man das ganze dann mal hinterfragt, wie die sich das dann vorstellen, haben die keine Antwort mehr.


    Was die Telekom mit dem KI-RZ macht, ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wenn man - das werden Leute, die wie ich in der IT arbeiten bestätigen - ganz ehrlich ist, sind wir hier in Europa und erst recht nicht in Deutschland in der Lage, unabhängig in dem Bereich zu werden.



    Man brauch nur die drei Kernkomponeten der IT zu betrachten


    - Software / Betriebssystem

    - Serverhardware / Storage

    - Netzwerk / Firewall

    und versucht dann mal einen Hersteller aus Europa dafür zu finden, der zudem auch in Europa fertig.

    Wir haben da letzten drüber unter Kollegen diskutiert und da fielen uns nicht viele Hersteller ein.

    Linux Mint 22.3 (auf Ubuntu Basis) ist ziemlich problemlos.

    Ist immer noch meine Empfehlung, wenn sich jemand neu mit Linux beschäftigen möchten.

    Bekannter hat das seinem 70-jährigen Vater aufs Notebook installiert, weil das Teil kein Win11 mehr konnte und der Vater kommt super damit klar.

    Bei uns im Nachbarort stand einige jahre lang ein temp. Gittermast der Telekom mit deren Antennen drauf auf dem Parkplatz eines Hochhauses.

    Grund war, das die Antennen vom eigentlich Standort, eben einem Hochhaus wegen Dachsanierung runter mussten.


    Nachdem (vermuttlich) Telefonica ihren Sender und neue Antennen schon seit fast einem Jahr wieder auf dem Dach stehen haben, scheint nun auch Bewegung bei der Telekom reinzukommen, zumindest war letzten Samstag der Gittermast schon von den ganzen Antennen befreit und auf dem Dach stehen weitere Antennenträger.


    Mal sehen, wann der große Kran kommt und den Mast abbaut.

    Die Luxemburger Netze reichen dort auch gut und gerne 10-15 km ins deutsche Umland rein, was besonders nervig ist wenn man nur zum Tanken in LUX war, das Telefon dann aber noch ewig im Luxemburger Netz hängen bleibt.

    Ist das leidige Physik-Probleme - Funkwellen kennen keine Landesgrenzen.


    Bekannter von mir hat in seinem Haus eine bessere Netzversorgung aus den Niederlanden als von deutschen Netzbetreibern - der wohnt in Grenznähe eben zu den NL.

    Bei unseren Energiepreisen ist die Produktion von eFuels einfach wirtschaftlich so uninteressant dass es als reine strategische Reserve zu teuer ist.

    Es gibt doch ( oder gab - keine Ahung ob die noch läuft ) eine Versuchsanlage von Porsche in Südamerika. Die wurde dort gebaut, weil der Wind dort zu 75% der Zeit weht und für das Windrad zur Stromerzeugung genutzt werden kann. In Deutschland war das bei nur 65% der Zeit der Fall. eFule-Erzeugung setzt aber eine stetige Energieversorgung voraus, man kann die Produktion nicht einfach unterbrechen, wenn kein Wind weht, dann braucht es andere Energielieferanten.

    Und da ist genau das Problem, die Menge an Energie macht das ganze viel zu teuer - Porsche sprach damals von rund 2,50€ / Liter, selbst in Grossproduktionsanlagen wird man nicht unter 2€ / Liter kommen. Und dann ist das Zeug immer noch in Südamerika und kein Cent Steuer drauf.

    efuels ist keine Treibstoff für Massen sondern nur für Nischenanwendungen tauglich. Vor allen weil der Gesamtwirkungsgrad davon genauso schlecht ist wie bei Benzin/Diesel aus Rohöl gewonnen.

    Vodafone und Telefonica sind wohl nicht an Board.

    Telekom und 1&1 kaspern jeder für sich alleine rum.

    Zusammenarbeit? Wohl undenkbar?....traurig.

    Warum auch - Die Telekom baut das KI-Rechenzentrum ja nicht für sich, nicht für ihre eigenes Netz, sondern um Rechnerkapazität an externe Kunden zu vermieten.

    Für den interne Gebrauch haben die genug RZ's


    Das selbe gilt für Vodafone, Telefonica und 1&1 - Vodafone hat sein eigenes großes RZ in der Nähe von Düsseldorf plus paar weitere kleine Standorte, wo deren Netztechnik usw. steht. 1&1 arbeite viel mit Rakuten zusammen, die deren Core-Netz hosten, Telefonica weiss ich nicht.

    Zudem ist es vollkommen richtig, interne IT-Infrastrukture komplett getrennt von der zu halten, die man an externe Kunden vermieten will.


    Also warum soll die Telekom mit denen zusammen arbeiten - sehe ich überhaupt keinen Berührungspunkt für. Wie schon geschrieben, die wären besser beraten gewesen, sich mit StackIT, SAP und IONOS zusammen zu tun - aber wollte ja nicht.


    Für meinen AG könnte das KI-RZ der Telekom ein interessanter Partner werden, weil wir schauen uns ständig am Markt nach Alternativen zu den großen Hyper-Scalern um, gerade auch weil das KI-Thema immer größer wird für uns und für unsere Kunden.




    Vermute da gäb es für alle viel mehr, als das was bei der Kuchenschlacht herauskommt,also dem sich gegenseitigen bekriegen.

    Letztlich ist das für alle nur verpulverte Energie.

    Für mich hat sich 1&1 mit der Aktion nur lächerlich gemacht und die Telekom - siehe den Post von Höttges bei LinkedIn - lacht die dafür noch öffentlich aus - zu Recht.

    Die Aktion war einfach nur dämlich.

    Ich glaube das ist wenn man den Supermarkt nicht vorsätzlich schädigt eine ähnlich hypothetische Frage wie "Hausverbot auf dem Friedhof"

    P.s. dabei muss ich gerade irgendwie an "das kleine Arschloch" denken

    Diebstahl, Beleidigung von Mitarbeiter oder anderen Kunden usw. sind Gründe für Hausverbote in Supermärkte, aber das braucht nicht mal von Betreiber begründet zu werden.


    Friedhöfe sind öffentliche Einrichtungen, da kann die Stadt ( als Betreiber ) kein Hausverbot verhängen ( die Polizei aber bei Bedarf Platzverweise ) , aber auch da kann nicht jeder machen was er will - ist z.b. in einer Friedhofsatzung der Stadt / des Kreise festgelegt.

    Und bei Missachtung ist die Stadt auch berechtigt, Ordnungsstrafen zu behängen bis 1000€ bei uns z.b. ( steht auch in der Satzung ).


    ( hab mich mal mit der Friedhofsatzung aus gegebenen Anlass beschäftig, weils bei uns in der Facebookgruppe immer wieder Diskussionen gab, warum die Leute ihren Hund nicht mitnehmen oder dort mit dem Rad fahren dürfen - weils eben aufgrund der Satzung untersagt ist um andere nicht zu stören usw. )

    Ja das wissen viele gar nicht. Der Leopard 2 zieht auf der Straße schlappe 340 L/100km, im Gelände bis zu 530 Liter je 100 Km. Wie man da den Bedarf für nur 250 Panzern mit eFuels decken will, soll mal einer zeigen.

    Eben - bei Produktionskosten von ca 2,30 bis 2,80€/l für eFuels nach aktueller Schätzung bezogen auf eine industirelle Produktion ( Diesel liegt bei 0,60 bis 1,00€/l ) - alleine schon aus finanzieller Sicht ein Desaster, überhaupt drüber nachzudenken.


    Über eFuels für Schiffe und Flugzeuge denken wir da mal garnicht erst - ein Eurofighter braucht ca. 4.000 bis 5.600 l Treibstoff je Flugstunde.



    Alleine den Platz für die ganzen benötigen Windräder und PV-Anlagen haben wir hier überhaupt nicht, geschweige den, das jemand so verrückt ist, da Geld rein zu investieren.

    Ich traue der Telekom das durchaus zu,auch wenn gegen die US-Giganten selbst der rosa Riese klein ist.

    Verdammt klein sogar.


    Die währen besser damit fahren, wenn die sich mit anderen hier in DE / Europa zusammen getan hätten, wie es anfangs auch geplant war. StackIT ( IT-Tochter der Schwarz-Gruppe ), IONOS, Siemens und SAP waren ja schon mit der Telekom auf dem Weg dahin und wollten sich gemeinsam für EU-Fördermittel bewerben.

    Irgentwie haben die es aber nicht gebacken bekommen, sich auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.


    Mit 10.000 GPU ist ein Anfang gemacht,aber wenn man die Summen sieht, die z.b. Microsoft in die Erweiterung ihrer RZ-Standorte plant, da ist die Rede von 200.000 GPU's der neusten Generation ( GB300 von Nvidia ) in Europa und USA.


    Alleine wenn ich sehen, wieviele AI-Anwendungen wir alleine in der Firma schon nutzen und wir zwangsläufig auf Cloud-Provider gehen oder uns selber die Hardware hinstellen müssen - ist da noch viel Luft nach oben bei der Telekom.