Beiträge von mooglecharm

    Dass ich zweimal beim Reifenwechsel sitzen gelassen worden bin.


    Erst der Reifenhändler, der mir zwar die neuen Winterreifen bestellen konnte aber dann keinen Montagetermin anbieten konnte, sodass ich die Reifen ohne Montage abholen musste.

    Dann ein von der Familie vermittelter Bekannter, der versprochen hatte er würde mir den Reifen auf die Felgen aufziehen und montieren. Tja auf die Felgen gezogen hat er die Reifen, nur für die Montage war dann keine Zeit/Lust mehr da.


    Nun stehe ich hier mit Sommerreifen auf dem Auto und am Dienstag soll es in Frankfurt schneien, es ist Schnee bis ins Flachland vorhergesagt.


    Hab in meiner puren Verzweiflung einen Zettel an die Haustür gehängt und es hat sich tatsächlich jemand gemeldet der zumindest am Telefon sehr nett schien und mir den Reifenwechsel Montag Nachmittag machen würde.

    Keine Ahnung ob ich mich auf den verlassen soll oder doch selber machen. Problem: ich hab nichts, wirklich GAR NICHTS, und weiß nicht wo ich auf die Schnelle das ganze Werkzeug herbekommen soll bzw. was man alles braucht. Was ich bisher herausgefunden habe:


    * Angeblich soll man keinesfalls das Werkzeug aus dem Notfallset nehmen das mit dem Auto kommt (andere wiederum sagen, es sei okay?)

    * Es gibt viele schlechte Wagenheber die bereits beim ersten Mal zusammenbrechen (wie sieht ein guter Wagenheber aus?)

    * Manche sagen man braucht Radkreuz, andere sagen keinesfalls Radkreuz, besser Ratsche, dann braucht man noch Drehmomentschlüssel, Bock, Unterlage für den Wagenheber?


    Ich hab jetzt schon Kopfschmerzen...

    Ich kenne bzw. kannte keinen Sozialhilfeempfänger, der keine Möglichkeit gehabt hätte zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen. Das ist doch alles Quatsch und Steuerzahlerverdummung.


    Die meisten hatten ein Auto, ich hatte damals auch ein Auto, Mercedes Strichachter, weil ich nebenbei gearbeitet habe als Student & Sozialhilfeempfänger.

    Die meisten haben ein Auto? Deckt sich nicht mit meinem persönlichen Eindruck. Die meisten Sozialhilfeempfänger haben bereits keinen Führerschein, um ein Auto zu fahren, und die Anschaffungskosten für ein Kfz sind nicht mit dem Regelsatz zu stemmen - von den laufenden Kosten ganz zu schweigen, die 40 € die im Regelsatz monatlich vorgesehen sind reichen dafür sicher nicht.

    Wenn man sozialhilfeberechtigt ist, was heute Bürgergeld o.ä. heißt, dann steht einem sowieso eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr zu, bzw. man bekommt den Betrag on top.

    Das stimmt leider nicht. Fahrkarten für den ÖPNV muss man aus dem Regelsatz bezahlen, und der ist mit etwa 40 € pro Monat für diesen Posten nicht gerade üppig bemessen.


    Einige Länder (u. a. Berlin und Hessen) subventionieren das D-Ticket für diese Personengruppe. Aber nicht alle.

    Und der hier am lautesten nach dem D-Ticket schreit und auch jetzt mal wieder einen Jammerpost rausgelassen hat, der hat ein Auto!

    Und der will nur am Wochenende oder im Urlaub günstig durch halb Deutschland reisen um an Wanderungen teilzunehmen.

    Also ich nutze das D-Ticket um günstig in die City zu kommen, ohne ewig Stau und vor allem ohne den Parkhausbetreibern noch Geld in den Rachen schmeißen zu müssen. Am besten noch so Parkhäuser mit 2 € pro Stunde und Zahlung nur per Münzen (nicht mal Scheine, geschweige denn irgendwie elektronisch).


    Das Chaos am Wochenende tue ich mir nicht an.

    Warum nicht gleich die Polizei gerufen???

    Weil er auf mich bedrohlich genug gewirkt hat dass ich dachte, im nächsten Moment hackt der mich kurz und klein. Da hat dann schlicht und ergreifend mein Fluchtinstinkt eingesetzt.


    Das Gespräch fand durch geschlossene Fenster statt, so laut hat der mich angeschrien.

    Die Posse mit der Schmalkaldener Straße geht weiter: Heute hat einer der Gartenpächter die Umleitung über den Wirtschaftsweg mit Hütchen eigenmächtig abgesperrt. Als ich die Hütchen entfernen wollte kam der auf mich zu und faselte etwas von wegen Privatgrundstück und forderte mich dazu auf wegzufahren. Auf mein Argument dass das eine öffentliche Straße der Stadt Frankfurt am Main sei die als Umleitung für die gesperrte Straße nebenan dient wollte der gar nicht erst eingehen und hat sich provokant vor mein Auto gestellt, auch nachdem ich ihm gedroht habe dass ich weiterfahre wenn er da nicht aus dem Weg geht. Erst als ich dann wirklich zum Rammen angesetzt habe sah er ein dass er mich besser durchlassen sollte. Mal schauen ob das noch ein Nachspiel haben wird.

    Stell dir mal vor, es gäbe Tankstellen, wo man einen Strafzettel bekäme, wenn man sonntags tankt.


    Obwohl die Tankstelle an sich offen ist. Und das Tanken auch funktioniert. Und man ganz normal für den Treibstoff bezahlt. Und dann soll man trotzdem noch obendrauf 30 € Vertragsstrafe zahlen.


    Da würdest du den Tankstellenbetreiber selbstverständlich für total kirre halten.


    Aber bei Elektroautos soll genau das ok sein? Ich schaue in die App wo die nächste Ladesäule ist, fahre hin, und hups 30 € Vertragsstrafe.


    Da wundert es mich nicht wenn die Leute sagen, sie kaufen Verbrenner weil sie zuhause nicht laden können. Weil unter den Bedingungen würde ich mich niemals auf eine Ladesäule beim Supermarkt einlassen.

    In Frankfurt-Unterliederbach hat man die Schmalkaldener Straße (das ist die Ausfallstraße zur Autobahn A66) zu einer Einbahnstraße stadteinwärts gemacht. Die einzige Umleitung führt über einen extrem unebenen und steinigen Wirtschaftsweg an irgendwelchen Schrebergärten vorbei, wo man nicht schneller als 10 km/h fahren kann ohne dass einem das Auto zerfällt. Als ich da durch musste hab ich gedacht, mann was bin ich froh, dass ich einen Skoda mit Schlechtwegepaket habe. Mit einem Roadster o. ä. wärst du dort völlig aufgeschmissen. Ein Lkw o. ä. würde da vermutlich auch nicht durchpassen ohne gleich die Schrebergärten zu zerlegen...

    Beim Globus in Hattersheim gibt es seit einiger Zeit (gar nicht mal so lange, nur einige Wochen/Monate) mehrere Schnellladesäulen. Tolle Sache, sollte man denken. Nur hat man jetzt eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt, bei der man innerhalb der Öffnungszeiten drei Stunden lang parken darf und außerhalb der Öffnungszeiten gar nicht. Dies gilt ausdrücklich auch für die Ladesäulen, sodass Autofahrer die sonntags ihr Auto dort laden wollen prompt eine Vertragsstrafe über 30 Euro aufgebrummt bekommen.


    So funktioniert Verkehrswende nicht.