Beiträge von xrw

    Weiß nicht, ob sie damit werben. Wollen tun sie es eigentlich alle nicht. Bei der Telekom sind Tarifwechsel im Prinzip immer Kündigung plus Neuabschluss (beim Rest nur eingeschränkter, aber Lidl Connect erlaubt noch weniger Tarifwechsel). Haben auch eigene PIBs, eigene Vertragszusammenfassungen und bei Congstar auch teils eigene Preislisten. Das ist anders als bei den Optionen zu den Basistarifen (was es bei Congstar eh kaum noch gibt).


    Rein praktisch dauert es doch bei Congstar eh 24 Stunden, und in den AGB war auch 1 Tag Kündigungsfrist drin. Wobei ich da grad seh, dass es in den frischen AGB vom Donnerstag jetzt 10 Tage sind. Penny mobil hat weiterhin 0 Tage, dauert aber praktisch auch 24 Stunden.

    Haushalte mit Internet liegen laut ITU bei 93.6%: https://datahub.itu.int/data/?e=DEU&i=12047&v=chart


    Festnetztelefonanschlüsse sind auch erst 2024 leicht unter die Breitbandanschlüsse gefallen, und es gibt ja heute relativ häufig Breitband ohne Telefon (die deutschen absoluten Zahlen hierfür stammen von der BNetzA und beinhalten wohl auch gewerbliche Anschlüsse und Breitband ab 144 kbit/s; bei der BNetzA gibts den Knick nicht, waren wohl zuvor Telefonnummern und nicht Anschlüsse):

    https://datahub.itu.int/data?e…&u=per+100+people&v=chart

    https://datahub.itu.int/data/?…&u=per+100+people&v=chart


    Die 6.4% ohne Internet (auch nicht mobil) sind vermutlich übertrieben, aber deutlich mehr als 1 Million reine Festnetztelefone sind wohl schon plausibel, auch wenn noch einige mit Mobiltelefon ohne Internet abgehn.

    Und paradoxerweise wohl immer für frische SIM-Karten sorgen (die letzte Congstar hab ich erfolgreich mit 6 Wochen alter Penny mobil aktiviert). Außerdem nach Möglichkeit offline kaufen.


    Viele Mobilfunkverträge können auch als sogenannte Positivdaten bei der CRIF stehn. Die steht zwar im Absatz für Postpaid, wird aber der Beschreibung nach nicht für Bonität verwendet, sondern zur Abwehr sonst unerwünschter Kunden. (Und der Link zur CRIF ist auch in der neuen Version der Datei noch der seit Langem tote alte.) Die Schufa sollte selbst bei Congstar theoretisch nichts von echtem Prepaid mitkriegen.

    Ich hab in Erinnerung, dass es auch wesentlich von den Neuzugängen in den letzten 6 Monaten abhängen kann. Und sie geben an, auch die restliche Telekom abzufragen (wobei ja Congstar offiziell Telekom ist und nur Penny und Ja mobil wirklich Congstar, also von nominell Congstar verschieden). Das gilt also explizit auch für echtes Prepaid (es folgen zusätzliche Bedingungen nur für Postpaid und Prepaid mit Lastschrift):

    Zitat

    congstar führt vor Vertragsabschluss eine Risikoprüfung durch. Zweck ist, sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Zur Prüfung verwenden wir Daten zu deiner Person und Zahlungserfahrungen aus bestehenden Verträgen auch mit anderen Unternehmen des Telekom Konzerns. Dabei handelt es sich um Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum, IBAN, E-Mail und Kundennummer, die Laufzeit deiner Verträge, deine Auftragshistorie, Zahlungsabwicklungen und Umsatzzahlen.


    Außerdem haben sie auch externe Datenquellen. Insbesondere nutzen sie Device Ident, denen bekannt sein kann, was sonst schon mit dem Gerät gekauft und aktiviert worden ist, gegebenenfalls auch von anderen Personen.

    Umlaute sollten vom aufnehmenden Anbieter im Original übertragen werden. Der abgebende Anbieter wandelt dann aber sowohl bei den übertragenen als auch seinen eigenen Daten ä in ae um, so dass es egal ist, ob da ä, ae oder auch æ steht. Das Ergebnis ist nur für etwaige menschliche Bearbeiter gedacht; für die automatische Prüfung auf Gleichheit wird dann auch noch alles in Großbuchstaben konvertiert (sollte aber nicht den Vornamen betreffen).


    Zumindest war das der Stand vor Unicode. Ich glaub aber nicht, dass sie eine Umstellung auf Unicode zu meinen Lebzeiten hinkriegen, zumal das glaub ich auch schon alles an den Personalausweisen scheitert.

    Es ist doch ziemlich klar, dass diese Sperre genau das ist, was sie in ihren (kürzlich leicht veränderten) Datenschutzhinweisen als »Non Compliance List« bezeichnen, und damit vollste Absicht:



    Der genannte Widerspruch (nach Art. 21 DSGVO) ist nicht so viel wert, weil man da erläutern muss, dass man davon stärker betroffen ist als eine Durchschnittsperson und es deshalb unzumutbar ist. Bei einer Ablehnung müssen sie aber zumindest erläutern, warum ihre Interessen trotzdem Vorrang haben.


    Der Punkt ist normalerweise eher, dass von vornherein kein »berechtigtes Interesse« vorliegt oder zumindest nach gewisser Zeit nachrangig geworden ist. In dem Fall ist die Verarbeitung der Daten unrechtmäßig und man kann insbesondere deren Löschung verlangen.


    Bei Bestandskunden ist das natürlich schwieriger. Sie dürfen zwar auch nicht ohne Weiteres die Daten für diese Liste zweckentfremden, aber zumindest können sie dann einfach kündigen. Im Fall von speziellen Diskriminierungen oder bei unlauterem Wettbewerb zwar auch nicht unbedingt zulässig, aber praktisch wird man da wenig Chancen haben.


    Eine gewisse Sensibilität haben sie da wohl schon; ich hab ja auf eine einfache DSGVO-Anfrage gleich einen Brief per Einschreiben gekriegt. Für solche Sachen wär datenschutz@congstar.de zuständig. Die Datenschutzbeauftragte ist übrigens gegenüber der letzten mir bekannten Version auch neu.

    Und wenn irgendwas nicht geht, bestell ich schnell ne neue SIM-Karte (eSIM) mit neuer Nummer?


    Das war doch grad noch deine Forderung mit den kurzen Laufzeiten. Ich nehm an sich auch gern 24 Monate, wo ich dann normalerweise keinen Ärger hab. Natürlich schau ich mir das vorher an und würd da auch nicht unbedingt Lebara nehmen, aber eine Bedeutung für das Ökosystem haben sie trotzdem.


    Aber derzeit nutz ich eh Prepaidaktionen, wo das systematisiert wird, Lebara eh nicht mithalten kann und nachlassender Preisdruck noch nicht angekommen ist. Außerdem kann man da die totale Unfähigkeit auch regelmäßig direkt bei den Netzbetreibern haben. Bei längeren Laufzeiten hat man da eh nicht so viele Chancen.

    und Lebara und LycaMobile wären aus meiner Sicht keine einzige Träne wert.


    Lebara hat derzeit glaub ich schon eine nicht ganz unwichtige Rolle dabei, die Preise halbwegs am Boden zu lassen. Viele gibts ja nicht mehr, die unabhängig genug von den Netzbetreibern bzw. ihren sonstigen Vorleistern sind, um überhaupt Einfluss zu haben. Bei Lyca ist das auch nicht mehr so sicher.

    Vorallem sind um 1990 glaub ich hauptsächlich die Tastentelefone rausgeschmissen worden, weil die einen monatlichen Aufpreis gekostet haben (auch noch viel später bei der Telekom und vermutlich bis heute). Andererseits hat man die dann auch in den Import/Export-Läden für 5 DM gekriegt.


    Die Tastentelefone haben aber anfangs auch Impulswahl gehabt; zu der Zeit dürfte das auch noch bei vielen Vermittlungsstellen notwendig gewesen sein. Mindestens teilweise hat man die allerdings umschalten können. Manche haben unten einen Schalter gehabt; andere hat man dafür aufschrauben müssen. Mein bis zuletzt benutztes hat außen keinen; das hab ich aufschrauben müssen, um es an meiner relaisbasierten Telefonanlage mit Impulswahl betreiben zu können.