Beiträge von xrw
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Die Portierung ist dafür nötig, dass von außen das zuständige Kernnetz ermittelt werden kann. Bei der Netzkennung bzw. der IMSI weiß ich es nicht so genau, aber die ist doch bloß für die andere Seite vom Kernnetz bis zum Nutzer relevant, wo sich die Zuordnung zumindest im Prinzip auch ohne Änderung regeln lässt.
Aber bei der Gelegenheit seh ich grad, dass Lyca überhaupt keinen IMSI-Block besitzt. 262-43 gehört wohl schon immer (mindestens seit 2019) der Vodafone GmbH. Die Tabelle in der Wikipedia ist auch erst 2022 gefälscht worden. Lebara hat aber irgendwann zwischen 2019 und 2021 einen gekriegt.
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Müsste LycaMobile den Bestand an 26243 per MNP auf 26203 umstellen und neue SIM-Karten verschicken?
Portiert werden müssen sie jedenfalls schon, aber inwieweit das was mit der Netzkennung zu tun hat, weiß ich nicht. Ich seh eigentlich keine Notwendigkeit, da was zu ändern. Aber die APNs werden sich wohl ändern müssen.
Möglicherweise war das von vornherein so geplant, und sie haben seither SIM-Karten ausgegeben, die sich umprogrammieren lassen. Teltarif hat schon 2024 von 262-03-eSIMs geschrieben, aber unklar, wie das gemeint war: https://www.teltarif.de/netzwe…2-ota-sms/news/96675.html
Denkbar, dass das nicht neu ist, aber noch alte SIM-Karten im Umlauf waren/sind.
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Ja, natürlich ist das stark vereinfacht, aber auch mit den Geschäftszahlen (wo man halt auch nicht alle eigentlich benötigten Details kennt) als Kontrollrechnung glaub ich zumindest nicht, dass mehr als die Hälfte vom Endkundenpreis auf die Infrastruktur und deren technischen Betrieb entfällt.
Aber in der Ausgangsfrage sind wir uns ja eh relativ einig. Es heißt halt auch, dass das Einsparpotenzial bei staatlicher Infrastruktur sehr begrenzt ist. Zusammen mit dem Wegfall von Wettbewerb an der Stelle kann man im Saldo wohl kaum mit einem Effizienzgewinn rechnen.
Frequenzen kann man hier wirklich mitrechnen, weil das der Punkt wär, der noch am eindeutigsten zu Einsparungen führen würde (für die Verbraucherpreise; ressourcenmäßig sind die Frequenzkosten eher ein Sparanreiz). Die restlichen Kosten haben natürlich auch ihre Gründe, aber sie würden bei gemeinsamer Infrastruktur eher noch steigen (mindestens entsteht da neuer Koordinationsbedarf). Und man muss schon erwähnen, dass davon die Gewinne der Netzbetreiber ein beträchtlicher Posten sind, der nicht direkt knapp bemessen ist.
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Kannst du mit mal vorrechnen was genau du das berechnest?
Hab es bloß grob überschlagen, also beim neuen Masten mit durchschnittlich 20 Jahren (Mast selber länger, Elektronik kürzer) und mit 480'000 € (wegen einfacherer Rechnung und mit Finanzierung). Dachausbau Nutzungsdauer und Kosten jeweils die Hälfte. Kumuliert über alle Anbieter etwa 100'000 Standorte (ohne dass ich das genauer nachgeschlagen hätte) und 100 Millionen Verträge, also grob 1'000 Verträge pro Standort.
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Also ganz grob über den Daumen gepeilt 2'000 € pro Monat Nutzung bzw. 2 € pro Vertrag und Monat über alles. Damit nur ein Bruchteil von dem, was im Schnitt tatsächlich gezahlt wird. Laufender Betrieb kommt natürlich noch dazu, aber deckt sich im Rahmen der Genauigkeit mit meiner Rechnung.
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Geschätzt kosten Hardware / Technik, Aufbau, Mitarbeiter, Materialien zusammen ~90% der Rest geht drauf für Planung, Anträge und Genehmigungen.
Also wenn ich z.B. mal 1&1 nehm, wo es noch recht übersichtlich ist, haben die 2025 3.3 Milliarden Serviceumsatz im Segment Access gemacht. Ich geh mal vorsichtig davon aus, dass nur die Hälfte davon Mobilfunk ist (bei über 3/4 der Verträge). Davon ist deutlich weniger als eine halbe Milliarde an die Segmente Mobilfunk und Versatel geflossen. Mobilfunknetz macht derzeit natürlich ziemlich Verlust, aber »Materialaufwand« ist dort auch bloß 710 Millionen. Umsatzkosten waren 912 Millionen, und zumindest da sind explizit schon National Roaming bei Vodafone und Kosten für die Frequenzen dabei. Das ist jedenfalls nicht alles nur Technik (auch hier schon wesentlich weniger als 90%). 2025 war wahrscheinlich noch ein gewisser Anteil Telefonica separat abgerechnet und vielleicht auch sonstige kleinere Posten.
Andererseits war über ein Drittel vom Umsatz im Segment Access insgesamt allein der Rohertrag. Abgesehn von Steuern sind das im weitesten Sinn Kapitalkosten inklusiv Kosten für Fehlinvestitionen. Und beim Mobilfunk ohne Hardwareverkauf (der wenig wenn überhaupt über 0 abwirft) dürfte der Anteil noch deutlich höher sein. Vom Rest (nicht aufgegliedert nach Mobilfunk und Festnetz) ist der deutlich größte Posten die Werbung, daneben Kundenservice, Provisionen und halt die Verwaltung im engeren Sinn.
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Wenn SMS gehn, sollte die Rufnummer portierbar sein. Die Begründung im Gesetzentwurf von 2021 (Drucksache 19/26108) nennt die ausdrücklich als Beispiel für interpersonelle Telekommunikationsdienste (zur Definition in § 3 TKG). Nummerngebunden sollten sie auch sein. Ausgenommen werden da Messengerdienste wie Whatsapp, wo die Rufnummer nur als Kennung verwendet werden. Bei SMS sollte aber auch mittels der Rufnummer geroutet werden.
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Wenn der Staat die Mobilfunkmasten baut, fängt es schon so an, dass die politisch eher noch weniger durchsetzbar sind als Strommasten (die zwar privat gebaut werden, aber unter nahezu kompletter Kontrolle des Staats). Endet dann wie dort in lauter Erdkabeln.
Beim Wettbewerb jenseits einer staatlichen Infrastruktur würd ich eher weniger Problem sehn als bei der jetzigen Regulierung, weil ja die Kapazitäten knapp sind (und dadurch eher noch knapper werden) und verteilt werden können. Aber allein die nötigen Verteilmechanismen sind natürlich schon rein strukturell ein Innovationskiller für den Rest. Irgendwann kann man sich halt fragen, ob man da noch mehr Innovation braucht als bei Wasserleitungen.
Die essenzielle Infrastruktur ist beim Mobilfunk übrigens garnicht so teuer; das ist heute eine relativ billige Technologie. Der größere Faktor für die Preise ist die ganze Bürokratie im weiteren Sinn. Aber auch damit noch zu billig für härteren Wettbewerb über den Preis.
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Hab noch etwas im Internetarchiv nachgeschaut. Bei der BNetzA war Stand 5. November 2019 registriert:
ZitatLycamobile Germany GmbH c/o Bauer & Kollegen GbR
Mainzer Landstraße 349
60329 Frankfurt am Main
Deutschland
Reg-Nr. 11/017Die vordere Zahl der Registrierungsnummer scheint das Jahr zu sein. Stand 5. November 2021 (so auch noch am 3. Mai 2024):
ZitatAlles anzeigenLycamobile Europe Ltd.
3rd floor, Walbrook Building, 195 Marsh Wall
. London, E14 9SG
Vereinigtes Königreich
Reg-Nr. 20/155
Sonstige Mobilfunklösungen
Mindestens 2025 bis heute:
ZitatAlles anzeigenLycatel Germany GmbH
Mainzer Landstraße 349
60326 Frankfurt am Main
Deutschland
24/080
Es wurde kein Betrieb eines öffentlichen Telekommunikationsnetzes gemeldet
Es gibt seither auch unter »Telekommunikationsdienste« keinen Eintrag mehr, bloß noch bei »Wiederverkauf/Resell«.
Lebara hat wohl seit 2023 eine neue Registrierung, und unter »Telekommunikationsnetze« war dann zuerst »Mobilfunk (2G, 3G, 4G, 5G)« und später »Mobilfunk (MVNO)«. Zuvor kein Betrieb. Name hat sich von »Lebara Limited« in »Lebara Mobile Germany Limited« geändert, aber selbe Adresse in London.
Seite der BNetzA dazu ist hier: https://www.bundesnetzagentur.…n/Meldepflicht/start.html
Was das Internetarchiv hergibt: https://web.archive.org/web/*/…rpflichten/Meldepflicht/* (Filter »tkd« ergibt die relevanteren Dateien)