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Original geschrieben von MTT
Ich sehe die Sache ein wenig anders...
Es ist für ein Land wie Deutschland ein Armuts- (sic!) Zeugnis, wenn ein Hartz-IV-Empfänger mit ~350 Euro am untersten Existenzminimum leben muss. Ich kann das beurteilen, da ich als Student in den letzten Semestern ziemlich genauso viel zur Verfügung hatte.
Ich auch; allerdings vor 10 Jahren. EDIT: Aber davon musste ich auch die Miete im Studentenwohnheim (1 Zimmer ca. 20qm plus eigene Mini-Küche und WC+Dusche) bezahlen.
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Original geschrieben von MTT
Hartz IV bedeutet massives Einschränken, massive soziale Vereinsamung, massiven Verlust an Lebensqualität.
Das ist richtig. Aber kann man erwarten, dass auf Kosten der Steuerzahler mein wöchentlicher Kinobesuch mit Cola und Popcorn und vorherigem Essen beim Lieblingsitaliener bezahlt wird? Ich denke wohl nicht.
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Original geschrieben von MTT
Und es gibt eine große Zahl von Menschen, die unverschuldet in Hartz IV geraten sind - sei es aufgrund ihres Alters, zu geringer Qualifikation oder anderen Faktoren.
Da stimme ich Dir zu. Für die, die 30 Jahre bei einer Firma gearbeitet haben und dann entlassen werden weil die Firma geschlossen oder verlagert wird ist es hart. Und da muss etwas getan werden, damit diese Leute auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben. Immerhin bekommen diese noch ein bis zwei Jahre ALG I.
Für die Leute mit geringer Qualifikation habe ich weniger Verständnis. Es ist unabdingbar sich weiter zu bilden. Wer die Hauptschule abbricht und dann keine Jobs findet, weil eine Maschine die diese Arbeiten schneller und billiger erledigen kann hat in meinen Augen auch etwas Mitschuld.
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Original geschrieben von MTT
Ich für meinen Teil als heute Berufstätiger und Steuerzahler wäre gerne bereit, 5 Euro, 10 Euro oder auch 20 Euro im Monat mehr über den Lohnzettel zu zahlen, wenn Hartz IV dafür einen menschenwürdigen (!) Satz erreicht.
Und was ist an Harz-IV nicht menschenwürdig? Das BVG hat nicht festgestellt, dass Harz-IV gegen Art. 1 des GG verstösst.
Bei 39,1 Millionen Erwerbstäti_gen [URL=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pk/2007/Bruttoinlandsprodukt/Statement__Radermacher,templateId=renderPrint.psml]Quelle[/URL] und
6,48 Millionen Menschen Quelle würde bei 10 EUR "Harz-IV-Solidaritätszuschlag" der Satz um ca. 60,- EUR steigen.
Ich würde die 5 bis 20 EUR lieber in Bildungseinrichtungen investiert wissen.
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Original geschrieben von MTT
Die FDP bleibt für mich eine Lobby-Partei, die vor allem für ihre Lobby der Besserverdiener Politik macht. Gerade wieder einmal sichtbar bei der Reform des unsäglichen Gesundheitsministers Rösler.
Der Anteil der Harz-IV Empfänger und der Geringverdiener steigt unaufhaltsam und das ist inzwischen ein grosses Wählerpotential. Darum verspricht jede Partei (insbesondere SPD, Grüne, Linke) mehr Geld für Harz-IV. Aber wenn man die Firmen höher besteuert besteht die Gefahr der Abwanderung bzw. die Preise steigen. Aber zur Gesundheitsreform würde ich die Anzahl der gesetzlichen Kassen verringern (aktuell über 150). Ausserdem eine gesetzliche Grundversicherung und private Zusatzversicherungen einführen. Die Grundversicherung kann von jeder Kasse (gesetzlich und privat) angeboten werden. Den Preis bestimmt die Versicherung (nach gesetzlichen Vorgaben).
Der Arbeitgeberanteil wird eingefroren und jährlich neu festgesetzt. Der AG kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn der AN eine teure Krankenkasse will. Aber ich glaube das Thema war Harz-IV und nicht die Gesundheitsreform.
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Original geschrieben von MTT
Arbeit muss sich lohnen - ohne Frage -, aber Hartz IV respektive der Empfang von Sozialleistungen muss menschenwürdiges Leben ermöglichen.
s.o.