Netgear Stora MS2000
Da ich diesen Thread eröffnet habe, wollte ich nun auch mal Feedback geben, da ich mir vor kurzem ein NAS gekauft habe.
Es handelt sich dabei um ein Netgear Stora MS2000. Im Media-Markt in Zürich gab es das Gerät (ohne Platten) für nur 99 SFr. Das gleiche Gerät wird auch unter der Bezeichnung MS2110 angeboten. Dann ist eine 1 TB-Platte schon verbaut. Nach Angabe eines Computerhändlers soll es sich um eine Western Digital RE3, 7200rpm, 32MB, 1TB, SATA II, 24/7 handeln
Ich habe mein Stora hingegen mit zwei Festplatten vom Typ Samsung HD203WI, F3EG, 5400rpm, 32MB, 2TB, SATA-II zum Preis von je 139.- SFr. bestückt. Die Platten sind als RAID-1 (Mirror) zusammen gefasst, ein anderer RAID-Modus ist bei diesem Gerät nicht vorgesehen und ich hatte in der Konfigurationsoberfläche keine Möglichkeit etwas anderes einzustellen, obwohl ich auch schon etwas von der JBOD-Funktion auf der Hersteller-Webseite gelesen habe
Was bekommt man nun für 377,- SFr (knapp 280,- Euro)?
Der Würfel ist relativ klein und passt gut in die kleine Ecke die zwischen Wand und Monitor noch auf dem Schreibtisch frei war. Ich finde ihn nicht hässlich, so dass er nicht unbedingt einen Eck-Platz verdient hätte. Im Betrieb ist das NAS deutlich hörbar und auch wenn die Platten abgeschaltet werden, ist immer noch ein leichtes Rauschen vom Lüfter zu vernehmen.
Obwohl mit Gigabit-Ethernet ausgerüstet schafft das NAS nicht mehr als ca. 15 MB/s. Das finde ich eher langsam. Gerade auch weil ich mit dem Gerät auch regelmässige Backups durchführen möchte, doch dazu später mehr.
Für die Inbetriebnahme ist eine CD beigelegt, die den Installationsprozess unter Windows durchführt. Es reicht aber (unter Linux) einfach die IP-Adresse des Gerätes in einen Browser einzutippen und man wird auch durch den Setup- und Registrierungsprozess geleitet.
Auch dass die lokale Anmeldung (zum Konfigurieren) über den Server von Netgear läuft (funktionierende Internetverbindung ist voraussetzung!) fand ich zunächst störend. Ebenso, dass ich nur über die Samba-Freigabe oder über den Browser oder per ftp Zugriff auf die Kiste hatte.
Doch nach Recherchen im Internet habe einen Weg gefunden, dass man nur den Parameter ?local=yes hinter die IP-Adresse setzen muss und schon kann das Stora auch ohne Internet-Verbindung konfiguriert werden.
Außerdem gibt es einen Weg um root Zugang zu erhalten (auf der Maschine läuft ein Linux: Linux axentraserver.oakcask.mystora.com 2.6.22.18-Netgear #4 Thu Sep 3 13:29:25 EDT 2009 armv5tejl armv5tejl armv5tejl GNU/Linux)
Zudem habe ich es geschafft das NAS in mein Filesystem zu mounten und habe nun ein Backupscript, welches mir beim herunterfahren des Rechners meine Festplatten sichert. (Danke an harlekyn :))
Über die Internet-Adresse: http://weltweiteinmaligername.mystora.com kann man auch von ausserhalb auf seinen NAS einloggen. Aufgrund irgendwelcher Mechanismen klappt das ganze auch ohne DynDNS. Ob das jeder will, dass da immer der Hersteller informiert wird wenn sich die eigene IP-Adresse ändert, muss jeder selbst wissen. Auch ob der Hersteller die Files scannt oder sostwas damit macht ist mir nicht bekannt. Für die Nutzung der Weboberfläche wird der Adobe Flash 9.0 Player benötigt.
Ein USB-Port an der Vorderseite ist auch vorhanden. Hier kann man eine Festplatte oder einen Drucker anschliessen. Ausprobiert habe ich das aber bisher noch nicht.
Und wie schon im Post drunter schon bemerkt: Es sind nur drei Benutzer-Accounts möglich. Erst gegen Zahlung von 19,90 USD (jährlich) gibt es Zusatzfunktionen wie sftp, RSS, flickr-Support und eben eine unlimitierte Anzahl von Usern. In wie weit man die Einschränkungen durch die Erlangung von root-Rechten noch beseitigen kann, weiss ich nicht.
Kurz: Nach anfänglichen Ärger habe ich mich mit den Gerät arrangiert und bin soweit zufrieden (sofern man das nach einer Woche sagen kann).
Bilder gibt es hier Produkte Webseite beim Hersteller
Techn. Daten:
Maße (H/B/T) ca.: 17,5 / 15,0 / 14,6 cm
Gewicht: 1,36 kg (ohne Festplatte)
Netzwerk: 10/100/1000 Ethernet
Infos zum Stromverbrauch habe ich nicht gefunden.
EDIT: Ergänzungen