Bräuchte für einen Bekannten mal einen taktischen Ratschlag:
Er hat seit 11/2007 seinen PKW bei einer relative teuren Versicherung versichert.
Damals wurde u.a. angegeben, die max. Jahresfahrleistung betrage bis 12.000km, er habe selbstbewohntes Wohneigentum und der PKW sei nachts in einer Garage abgestellt.
Die letzteren beiden Kriterien treffen überhaupt nicht zu. Aktuell ist der Kilometerstand ~ 70.000km (!), also ein sehr heftige Überschreitung der vereinbarten Fahrleistung.
Zudem zahlt er aktuell um die 2.200€ p.a., nach einem kurzen Vergleich käme er beim günstigsten Versicherer auf knapp unter 1.000€ p.a (bei angemessener Jahresfahrleistung von 30.000km und ohne Wohneigentum-/Garagenrabatt.)
Der 30.11. wurde trotz mehrfacher Ermahnungen meinerseits versäumt. Da sich allerdings die Regionalklassen zu seinem Nachteil für 2010 verändert haben, sollte ein außerordentliches Kündigungsrecht bestehen.
Die Frage ist nun aus praktischer Sicht: Wie kommt er aus dem Debakel mit den zuviel gefahrenen Kilometern am elegantesten raus?
Meines Erachtens verlangt der Versicherer bei Kündigung (hier außerordentlich zum 1.1.2010) keinen Nachweis über die gefahrenen Kilometer? Ich würde ihm dringend zu einer Kündigung und Wechsel des Versicherers raten, nicht nur wegen der überhöhten Prämie, sondern insb. wegen der Probleme im Schadensfall. Habe die AGB seines Versicherers noch nicht angeschaut, aber in solchen Fällen ist doch üblich, dass die Jahresprämie als Vertragsstrafe nachbelastet wird? In seinem Fall dürften das sogar die Prämien von 2008 und 2009, also in der Summe um die 4.500€ sein?