Als ob die Intelligenz direkt proportional zur beruflichen Qualifikation wäre...
Ich kenne (als Akademiker, ohne auf diesen Status ansatzweise stolz zu sein) genügend Nulpen, die ein Studium erfolgreich abschließen konnten und schließlich auch ein gute Stelle bekommen haben. Gerade in den nicht-naturwissenschaftlichen Studiengängen kommt man auch ohne gesteigerte Intelligenz ans Ziel. Nämlich häufig schon durch vermehrten Arbeitsaufwand ("Auswendiglernen").
Eine übermäßige Intelligenz ist in unserem "sorglosen" Leben meiner Meinung nach sogar vielmals hinderlich (solche Leute dürften deutlich häufiger an Ängsten, Selbstzweifeln, Depressionen etc. leiden).
Gerade bei einem Studium sollte man immer auch die Rahmenbedingungen berücksichtigen (finanzielle Situation, familiäre Situation, Krankheiten, Traumata usw.), das interessiert in der Praxis wohl nur die wenigsten Arbeitgeber.
Anderseits kenne ich genug fähige Leute, die hauptsächlich aufgrund sozialer Umstände entweder schon nicht das Abitur machen konnten (Ärmere Eltern, Kind soll so schnell wie möglich selbst verdienen) oder mangels Untersützung kein Studium aufnehmen konnten/wollten.
Ich könnte Leuten, die Nicht-Akademiker für nicht umgangswürdig halten ("Was, deine Freundin hat nur eine Lehre gemacht?") auch jedes Mal eine drüberziehen.
Ziemlich primitive Haltung...
@No Teen: Mein Freund, ein Hausmeister, hat seit kurzem auch "Facility Manager" auf seiner Karte stehen, was von seinem Arbeitgeber ausging 