Es gibt in vielen Orten ambulante Pflegedienste, oft auf caritativer Basis. Ich habe damals meinen Zivildienst bei einem solchen Sozialdienst abgeleistet und wir haben für Senioren häufig Besorgungen wie Einkäufe, Fahrdienste, Behörden-, Arzt- oder Anwendungsgänge erledigt. Für Mitglieder solcher Sozialdienste (kleine Aufnahmegebühr, Jahresgebühr umgerechnet 50€) lag der Stundensatz bei humanen 12-18 DM inkl. Fahrzeugeinsatz.
Ich denke temporär wäre das eine vertretbare Lösung. Einfach mal bei der Gemeindeverwaltung anrufen und erkundigen...
Das grundlegende Problem ist aber, dass Senioren dazu neigen, ggü. Dritten ihre Unselbständigkeit nicht einzugestehen. Das wird von den Versicherungen beim der Begutachtung durch den medizinischen Dienst bezüglich Pflegestufen natürlich oft ausgenutzt ("das schaffen Sie doch noch alleine?", "geht es Ihnen wirklich so schlecht"...). Dieser Art von falschem Stolz sollte man durch ein Training des Seniors für diesen Besuch und durch die Anwesenheit eines Verwandten bei dem Besuch vorbeugen.
Also ggf. Widerspruch gegen die Einstufung, die vorgenommen wurde, einlegen und eine neue Begutachtung veranlassen.