Beiträge von jerx

    Wortwörtlich darf man die Aussage nicht nehmen. Im Telekommunikationsmarkt gibt es ständig Sonderangebote für Neukunden. Entweder sind es subventionierte Handys, Auszahlungen, Freimonate oder sonstiges. Wer als TT-User einen Neukundenvertrag ohne irgend welche Goodies abschließt, ist selber schuld.


    Die Preise gelten also schon für jeden (auch Neukunden), aber aufgrund der Zugaben zahlt man als Neukunde effektiv nicht den vollen Preis. Im Prinzip gilt das sogar für Vertragsverlängerungen, aber da sind die Angebote nicht annähernd so gut.

    Da haben wir uns wohl mißverstanden. Ich dachte, du meintest, dass ich mit dem Netzbetreiber nichts zu tun habe. Mir war klar, dass ich im Netz von Vattenfall Hamburg bleibe, auch wenn ich von einem anderen EVU versorgt werde.


    Momentan sind die anderen Tocherunternehmen nicht günstiger als Vattenfall. Preislich attraktiv sind nur mir unbekannte Firmen wie Lekkerstrom, Hitstrom und 123 Energie.

    Die Begriffe sind in meinen Augen nicht so wichtig. Trotzdem gut zu wissen.


    Mit Netzbetreiber meinte ich die Stadtwerke, die VNB und EVU gleichzeitig sind. Also die Firmen, die vergleichbar mit der Telekom im Telekommunkationsmarkt sind.


    Warum ich mit den "Netzbetreibern" (Stadtwerken oder VNB) nichts zu tun habe, verstehe ich nicht. Ich bin doch aktuell bei Vattenfall. Und wenn ich wieder am Wechselspiel teilnehmen sollte, hätte ich vielleicht auch immer wieder mit denen zu tun. Letztes Jahr bin ich z. B. nicht zu einem anderen EVU gewechselt, sondern zurück zu Vattenfall. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich zukünftig immer wieder zu Vattenfall zurückkehre, schätze ich relativ hoch ein. Trotz Einsparungen (gegenüber dem 2. Jahr beim EVU) wäre man auch noch 1 Jahr ohne Angst vor Insolvenz.


    Bei dem Preisvergleich bin ich ähnlich vorgegangen, wie du es vorgeschlagen hast. Ich habe zwar Vorauszahlung nicht ausgeblendet, aber mich nur auf Tarife beschränkt, die höchstens 3 Monate Vorauszahlung verlangten. Die Beschränkung auf Tochterfirmen der Stromriesen nahm ich nicht vor. Ob das mit den Tochterfirmen in meiner Region überhaupt möglich ist, werde ich ab August herausfinden.


    Da ich nur noch einen Monat Kündigungsfrist habe, könnte ich auch deinen Tipp zum Vertragsbeginn befolgen. Den derzeitgen Vertragsbeginn im Oktober könnte ich noch etwas optimieren. Vattenfall hatte Mitte November eine Preiserhöhung zum 1. Januar angekündigt. Angeblich war die letzte Preiserhöhung aber im Jahre 2007.

    Möchtest du wirklich wegen einem möglichen Gewinn von 200 EUR das Risiko eines Gerichtsprozesses in Kauf nehmen, falls T-Mobile noch stornieren sollte?


    Ist eine angefragte Summe gleichbedeutend mit einem reservierten Betrag, so dass dein Kreditlimit dadurch verringert wird? Falls nicht, halte ich so eine Anfrage für vollkommen irrelevant.

    Zitat

    Original geschrieben von Andreas24 Beim Strom ist es hingegen etwas anderes. Produktbedingt, gibt es hier kein Qualitätsmerkmal, sondern es geht eben nur über den Preis :(
    Aber wenn man sich hier nicht auf Vorkassemodelle einlässt, selber die Abschlagshöhe plausibilisiert und auch vielleicht eine Preisgarantie für ein Jahr miteinbezieht, kann man nicht so viel falsch machen...


    Im Prinzip hatte ich all diese Punkte berücksichtigt. Nur die Sonderabschlagszahlung war halt mehr Risiko als nötig. Bei Teldafax hatte ich dieselbe Abschlagszahlung wie bei meinem Vorversorger gezahlt, nur führt es bei denen zwangsläufig zu einem Überschuss. Die Netzbetreiber buchen, glaube ich, nur 11 Monate ab und verrechnen dann mit der Schlussabrechnung. Bei Teldafax sind es dagegen 12 Abbuchungen. Wahrscheinlich ist das aber auch bei den anderen Stromanbietern (nicht Netzbetreiber) gängige Praxis.


    Darüber hinaus war es dumm für mich, dass mein Stromverbrauch wieder um etliche 100 KWh sank. Diesmal geht mein sparsamerer Umgang mit Strom wohl in der Insolvenzmasse verloren.


    Mal sehen, vielleicht wage ich nach Vertragsende doch wieder einen neuen Anlauf. Momentan bin ich aber arg am Zweifeln. Ein aktueller Vergleich lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Günstige Angebote haben alle einen Haken (Vorauszahlung, relativ schlechte Bewertungen, kurze Preisgarantie). Ansonsten sind die Angebote ohne Neukundenbonus überhaupt nicht günstiger als mein jetziger Vertrag. Irgendwie macht die Konkurrenz da etwas verkehrt.


    Bei Telefon und DSL habe ich es anders in Erinnerung. Damals wurde gar nicht so mit Neukundenbonus gelockt. Der monatliche Grundpreis war günstiger und die Anschlussgebühr entfiel. Hinzu kamen sogar bessere Leistungen in Form von Festnetzflat oder kostenloser Hotline. Nur Preissenkungen wurden nicht automatisch an den Kunden weitergegeben, aber auf Nachfrage war selbst das möglich.


    Ich habe wirklich keine Ahnung vom Strommarkt, aber ist das so schwer, dauerhaft 1-2 Cent unter dem Netzbetreiber zu bleiben (bei selber Grundgebühr)? Immerhin entfallen bei denen nicht gerade unerhebliche Kosten für das Stromnetz (Aufbau, Wartung). Hauptproblem ist aber wahrscheinlich, dass sich keine großen Konzerne in die Branche wagen. Die Telekom hatte gleich zu Beginn schon mit größeren Kalibern zu kämpfen (z. B. Arcor, Hansenet).

    Dieser Preis war vor letzte Woche sogar noch besser. Der Effektivpreis ist schon richtig und am Angebot ist alles "rund". Andere Händler bieten es auch so ähnlich an.


    Als Neukunde sind die Normalpreise sowieso nicht gültig. Die Ersparnisse von Angeboten sind in den ersten beiden Jahren bei jedem Provider enorm.


    Ein gewisses Risiko besteht allerdings bei Auszahlungsangebot immer. Falls die Firma pleite geht oder unseriös ist, ist der Effektivpreis nicht zu realisieren. In diesem Punkt sollte man sich hier oder im Internet nach dem Händler erkundigen. Das ist jetzt nicht speziell auf diesen Händler bezogen, sondern ist ein genereller Ratschlag.

    Den Strommarkt beobachte ich nicht so genau wie du. Da du beruflich damit zu tun haben scheinst, ist das auch nicht verwunderlich. In der Regel können die Kunden es aber nicht abschätzen, wie man die Kundenbewertungen werten soll. Auch wenn es mich im Falle von Teldafax evtl. vor finanziellem Schaden bewahrt hätte, ist es doch sehr praxisfremd, sich immer wieder über eine Firma zu erkundigen. Ich würde es trotz dieses Fiaskos in Zukunft wohl nicht tun, denn dann müsste ich ja alle Firmen permanent observieren, mit denen ich etwas zu tun habe (Bank, DSL, Mobilfunk, Auto- und andere Versicherungen, etc). Soviel Zeit hätte ich gar nicht und vielleicht wäre ich auch nicht kompetent genug, finanzielle Risiken zu erkennen.


    Für mich war der Preisunterschied nicht so alamierend niedrig, weil im ersten Jahr nahezu jeder Stromanbieter (auch Netzbetreiber) mit Bonussen lockt. Ich nahm an, dass die das erste Jahr nur Kunden gewinnen wollen und darauf hoffen, dass die Kunden dann wieder träge sind und nicht nachrechnen, ob ab dem 2. Jahr immer noch eine Ersparnis herauskommt.


    Der Sonderabschlag war eine "freiwillige" Angelegenheit, so dass ich nicht von einer Notwendigkeit für Teldafax ausging. Ich redete mir auch ein, dass sie mit solchen Vorauszahlungen bessere Einkaufspreise erzielen könnten. Das war in meinen Augen auch der Grund für die Preisunterschiede bei jährlichen Abschlagszahlungen. Da das System schon seit Jahren so existierte, ohne dass die Behörden einschritten, ging ich von einem seriösen Geschäftsmodell aus. Trotzdem verzichtete ich aufgrund meiner Erfahrung lieber auf einen weiteren Cent Ersparnis und entschied mich für Monatszahlung.


    Das Fatale ist zudem, dass die Rabatte in anderen Branchen noch viel höher sind. Bei mir wäre die Ersparnis 3 Cent/KWh gewesen, mit Bonus wäre ich maximal auf 20-25 % Rabatt gegenüber Vattenfall gekommen. Bei meinem DSL Vertrag von Vodafone erhalte ich in den ersten 2 Jahren aber einen Rabatt von 50 %. Beim Mobilfunk sieht es noch viel kranker aus. Ein original Vodafone Vertrag mit Flatrate ins Vodafone-, Festnetz und einem Netz seiner Wahl mit Gewinn zu erhalten (monatlich 3 EUR Plus), ist doch verrückt. Die ganzen (Lock-)Angebote im Einzelhandel sind bestimmt auch weit unterm Einkaufspreis. Bei manchen Aktionen kommt man sogar auf 75 % auf Markenprodukte.


    Ich habe mir jetzt noch einmal alte Unterlagen angesehen. Ich habe eine wahre Odyssee hinter mich gebracht. Angefangen hatte es mit dem FHE Entsorgungsverband, der mich unter dem Namen Zeus Strom AG belieferte (ab 01.01.99). Nur ein halbes Jahr später teilte mir eine Kanzlei die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit (03.08.99, Bestellung als Insolvenzverwalter bereits am 04.07.99).


    Dann wechselte ich zu Tic Admin (01.10.00). Im Februar teilte mir die Zweitausend Stromvertrieb AG die Übernahme der Stromlieferung mit. Nur wenige Wochen später kontaktierte mich die Deutsche Strom AG mit einem ähnlichen Schreiben (06.03.01, Lieferbeginn 01.05.01). Die hielt immerhin ein Jahr durch, aber kurz danach informierte mich mein örtlicher Stromversorger von der Übernahme der Stromlieferung ab 25.05.02.


    Wie soll man da die Liberalisierung des Strommarktes positiv sehen können?


    Aktuell wäre die Ersparnis bei mir wohl nur noch 50-70 EUR. Dafür würde ich diesen Aufwand und Risiko nicht auf mich nehmen. Hinzu kommt, dass mein Stromverbrauch die letzten Jahre extrem schwankte und wohl deutlich über dem anderer Haushalte liegt. Bei einer Pleite wäre die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass zuviel gezahlte Abschlagzahlungen die Ersparnis zunichte machen.


    Ach ja, letztes Jahr hätte ich mich wahrscheinlich noch für Strompakete entschieden, weil ich da komischerweise die Gefahr einer Insolvenz ausgeblendet hätte. Jetzt würde ich mich nicht einmal mehr für die Mini-Strompakete entscheiden.


    Übrigens habe ich gestern ein Fax mit 2 Wochen Zahlungsfrist verschickt. Das sind aber vermutlich nur weitere 20 Cent an Kosten gewesen, die ich abschreiben muss.

    Du hast meinen Post aber schon gelesen, oder? Habe ich etwas von Strompaket geschrieben? Von Vorauszahlung, abgesehen von dem Sonderabschlag, habe ich auch nichts geschrieben. Ich war genau ein Jahr bei Teldafax. Der Antrag erfolgte bereits im März 2009, aufgrund der Kündigungsfrist wurde ich jedoch erst im Oktober beliefert.


    Den Netzbetreibern habe ich in Bezug auf die Teldafax Insolvenz auch keinen Vorwurf gemacht. Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich bei den Pleiten damals direkt ohne Lieferunterbrechung vom Netzbetreiber wieder versorgt wurde. Kritisieren würde ich bei denen nur die Preispolitik. Daher finde ich die Regulierung des Strommarktes schon sehr sinnvoll, aber aufgrund der negativen Erfahrung (3 insolvente Anbieter) ist es doch nicht so verwunderlich, dass ich erst einmal einen großen Bogen um einen Anbieterwechsel machen werde und auch im Bekanntenkreis zu keinem Anbieterwechsel raten kann.


    Ich halte mich schon als kritikfähig, aber in diesem Falle kann mir doch nicht Naivität oder mangelnde Recherche vorgeworfen werden. Anfang 2009 konnte ich den schlechten Ruf von Teldafax nicht erkennen. Sicher gab es die ein oder andere negative Bewertung, aber welche Firma hat denn nur gute Bewertungen?


    Mit dem Sonderabschlag in Höhe von 200 EUR bin ich ein gewisses Risiko eingegangen. Die monatliche Abschlagszahlung kann man aber nicht einmal beim örtlichen Versorger verweigern. Zuviel gezahltes Geld erhält man nun einmal frühestens nach Erhalt der Schlussabrechnung zurück.


    Vorwerfen kann man mir evtl., dass ich dem Geld schon früher hätte hinterherrennen müssen. Leider war ich kurz nach Vertragsende 2 Monate im Ausland. Als ich wiederkam und die Schlussrechnung sah, dachte ich, dass alles im Lot sei. Im Internet hatte ich auch gelesen, dass die Rückzahlung bei manchen erst nach 2 Monaten erfolgt ist, daher hatte ich bis jetzt die Füße still gehalten.


    Du scheinst ja die These zu vertreten, dass jeder Kunde, der sich jetzt (oder sogar seit 2009) auf Teldafax einläßt, selber schuld ist. Ich sehe das nicht so. Teldafax macht Fernsehwerbung mit einem ehemaligen Fußballidol, sponsort ein Fußballteam, ist schon jahrelang auf dem Markt und mit der Regulierungsbehörde existiert ein Kontollorgan. Sicher gibt es jetzt sogar negative Presseberichte, aber wenn die Firma kurz vor der Insolvenz steht, sollte ihr bereits jetzt verboten werden, weitere Kunden zu aquirieren.


    Eine gewisse Recherche sollte schon erfolgen, aber andererseits ist man damit überfordert. Man kann nicht jede Firma durchleuchten. Man kann auch nicht auf allen Gebieten Experte sein. Man muss oft einfach darauf vertrauen können, dass die Firmen seriös sind.


    Wie kann man denn ahnen, dass Gammelfleisch verkauft wird?
    Dass Eier Dioxin enthalten?
    Dass renomierte Banken hochspekulative Geldanlagen getätigt haben?
    Dass bestimmte Textilien krebserregende Stoffe enthalten?
    Die Liste ließe sich unendlich fortführen.


    Bei Teldafax fällt jetzt das Wort Insolvenzverschleppung. Wie man als Außenstehender dies im Vorfeld erkennen kann, würde mich brennend interessieren.

    Das ist echt totaler Mist mit Teldafax. Nun kann ich auch die Kunden verstehen, die schon bei Verzögerungen von nur wenigen Tagen gleich auf die Barrikaden gehen.


    Muss ich bei der Zahlungsaufforderung eine Frist setzen oder kann ich um sofortige Zahlung bitten?


    Ehrlich gesagt, habe ich die Schnauze voll vom Strom-Anbieterwechsel! Es bringt doch gar nichts, mit einem Wechsel gegen die Preispolitik der etablierten Netzbetreiber anzukämpfen, wenn die anderen Anbieter ständig Pleite gehen oder sogar die Kunden betrügen.


    Gleich zu Anfang der Liberalisierung des Strommarktes habe ich den Strom-Anbieter gewechselt. Damals war ich innerhalb kurzer Zeit bei zwei verschiedenen Anbietern, weil erst der eine Pleite ging und dann noch der andere. Zum Glück hatte ich damals keine Vorauszahlung geleistet. Ich denke, dass sich die Pleiten sich nicht so sehr finanziell bei mir ausgewirkt hatten, habe mir den Sch... aber auch nicht weiter angesehen. Jedenfalls hatte ich genug vom Abenteuer Anbieterwechsel.


    Letztes Jahr hatte ich mich dann wieder getraut und das ganze endet vermutlich sogar im Desaster. Die KWh hat mich umgerechnet 31 Cent gekostet.


    Aufgrund dieser Erfahrung kann ich niemandem zu einem Anbieter-Wechsel raten. Bis auf den Sonderabschlag habe ich keine Vorauszahlung geleistet, aber selbst ohne Sonderabschlag wären die Mehrausgaben gegenüber dem örtlichen Stromversorger erheblich.

    Kann mir jemand sagen, wie lange man bei Teldafax auf sein Geld warten muss?


    Am 30.09. bin war das Vertragsende. Mitte Dezember kam erst die Schlußabrechnung. Die Rückzahlung habe ich bis heute immer noch nicht erhalten.