Beiträge von Mephisto

    So, hab auch mal gebastelt (Sonntagabendlangweile :D)


    Sehr geehrter Herr xxx,


    mit großem Interesse konnte ich Ihrer Hompage entnehmen, dass in Ihrem Bereich zum 01. August 2008 Ausbildungsplätze im mittleren Dienst vakant werden, wofür ich mich im Folgenden bewerbe.
    Im Sommer 2006 habe ich meine mittlere Reife mit (sehr gutem/gutem) Erfolg abgeschlossen. Da ich zunächst meine Zukunft im informationstechnologischen Bereich gesehen habe, besuchte ich bis Sommer 2007 eine Informatikschule GSO-Köln. Während dieses Ausbildungsabschnitts gelangte ich jedoch zur Überzeugung, mich in diesem Gebiet nicht in die von mir gewünschte Richtung entwickeln zu können. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf eine Karriere im Zollwesen aufmerksam geworden. Im Gegensatz zur Informatik bietet mir diese Ausbildung die Möglichkeit, (hier die Gründe Deiner Zollbegeisterung)...
    In Ihrer Ausschreibung weisen Sie insbesondere auf die hohe Bedeutung sportlicher Eignung für den Beruf des Zollbeamten hin. Gerade dieses Kriterium erfülle ich, da ich zusätzlich zu regelmäßigem Training im Fitness-Studio aktives Mitglied in (Sportverein, falls gegeben).. bin. Neben dem Fitnessaspekt konnte ich dort auch viel über die Bedeutung von Teamarbeit und -leitung lernen und mich entsprechend meiner Funktion als (Position) einbringen. Gerade diese Kombination reizt mich am Zollwesen, da hier beide für mich zentralen Gesichtspunkte vermittelt werden: gute kollegiale Zusammenarbeit einerseits aber auch die Übernahme eigentändiger Verantwortung auf der anderen Seite.
    Ich hoffe, meine Bewerbung konnte Sie ansprechen, gerne stehe ich zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen,


    X

    Zitat

    Original geschrieben von elena661

    Ein Arbeitgeber darf nämlich kein Arbeitszeugniss so ausstellen, das es dem Arbeitssuchenden dann erschwert, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.


    naja, das ist ja der Dreh-und Angelpunkt des Problems, genau aus diesem Wohlwollensgrundsatz resultiert ja diese holprige "Zeugnissprache", die recht hinterfotzig in scheinbar gut gemeinten Formulierungen echte Hämmer "versteckt", siehe "Pünktlichkeit"..

    Au weia, da stecken (beabsichtigt oder unabsichtlich) ein paar heftige Klatschen drin. Schlecht ist


    - "hat sich gut in ihren Aufgabenbereich eingearbeitet"


    implizit steht da: a) sie hat lange Zeit dafür gebraucht und dann auch noch b) nur "ihren" Bereich, das heißt, keine neuen Aufgabengebiete konnten ihr übertragen werden, sie war nur auf ein sehr enges Spektrum bei Tätigkeiten beschränkt. Daß sie ihren Bereich im Griff hat, wird ja erwartet.


    (Vergleichszeugnissatz: "In neue Aufgabengebiete arbeitete sich X schnell und erfolgreich ein" oder "aufgrund ihrer schnellen Auffassungsgabe konnten X nach kurzer Zeit auch verantwortungsvolle neue Aufgaben wie Y,Z übertragen werden")


    - "vertrauenswürdige, ehrliche und pünktliche Mitarbeiterin kennengelernt"


    Das ist ein Killer, hier werden sogenannte Selbstverständlichkeiten aufgeführt; unter Umständen können die ersten beiden noch positiv gewertet werden (z.B. bei stellvertretender Kassenführung, Abschlüsse etc.), Pünktlichkeit ist allerdings ein Standard, wird dieser Aufgeführt, dann heisst das implizit, daß sei so ziemlich das einzige, was man an ihrer Arbeit würdigen könne


    - "das Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Kollegen war höflich und korrekt"


    Zwar sehe ich bei den Reihenfolgen nicht zwingend eine Wertung (d.h. strikte Einhaltung einer gewissen Hierarchie, wobei Abweichungen stets negativ zu beurteilen sind), aber höflich und korrekt ist nochmal ein Hammer;


    Stehen sollte da: "stets einwandfrei", "stets tadellos" etc., eventuell auch der Zusatz "...deswegen in kürzester Zeit in's Team integriert" o.ä.



    Zusammenfassend gesagt sollte sich Deine Mutter in ihrem Interesse schnell um Klärung beziehungsweise Änderung der genannten Passagen bewerben oder aber das Zeugnis, sollte keine Einigung möglich sein, unter den Tisch fallen lassen. Auf keinen Fall würde ich mich damit bewerben.


    Sorry, daß ich nichts positiveres bescheiden konnte :(, wobei das natürlich alles subjektiv ist und auch anders sein könnte, handelt sich um meine private Einschätzung!


    hth

    Hab mir grad aus purer Neugier die Links von sin-4711 angesehen, hätt' ich mal besser gelassen. Darf ich vollkommen ernsthaft mal in die Runde fragen, warum man sich so etwas wirklich abgrundtief perverses ansieht? Ist eine echte Interessensfrage und nicht beleidigend gemeint; schielt man da auf kathartische Effekte?

    Zitat

    Original geschrieben von uwm
    ... na ist doch eigentlich logisch : Wenn man schon ständig auf die Schnauze fällt mit der der Forderung, bei Verkehrskontrollen zukünftig Leopard 2 einsetzen zu dürfen [...]


    Ich brech ab :D :D, der Spruch des Sonntags



    Achja und zum Topic: dem guten Mann ist einfach nicht mehr zu helfen, ich glaube wirklich, seit dem Attentat sieht der Innenminister in jeder Ecke Bösewichter; hab langsam den Eindruck, ihm wär's am liebsten, eine generelle Ausgangssperre zu verhängen und die Leute gut sichtbar mit beiden Händen auf dem Tisch 24 Stunden in der Wohnung sitzen zu lassen...