Nun, es sind in allen Branchen auch schwarze Schafe unterwegs.
Es gibt, und da sind wir uns wohl alle einig, einige sehr kompetente Mitarbeiter, bei denen es eine Freude ist, mit diesen ins Gespräch zu kommen und sich von diesen beraten zu lassen.
Kleiner Exkurs:
Vor ein paar Tagen war ich bei Maredo, Steaks essen, und hatte am Ende noch Hunger auf einen netten Nachtisch. Also habe ich einfach die Bedienung (die sich dann als Filialleiter herausstelle) gefragt, was er empfehlen könne.
Es ging dann ratzfatz: Dieses ist gut, neue Rezeptur, lecker; diese hier ist ungenießbar, es sei denn, sie stehen auf synthetischen Geschmack, etc.
Das Ganze mehr als humorvoll - am Ende hatte ich das Gefühl, dass ich gut beraten wurde und der Mensch ebenfalls Freude an seinen angebotenen Produkten (in diesem Fall Speisen) hatte. Für mich ist es klar, dass ich zu diesem Restaurant noch häufig gehen werde.
Solche Erlebnisse, dass mir ein Kundenberater sagt, dass dieses oder jenes Produkt nicht unbedingt so toll ist, die hatte ich im Mobilfunkbereich nur ganz ganz selten.
Bei o2 bestellte ich DSL, eine unendliche Geschichte, weil sie mir als absolut toll verkauft wurde. Nachdem ich Monate wartete und noch einige Probleme dazu kamen, sprach ich vor Ort mit einigen Veräufern.
Einer war unglaublich ehrlich und sagte mir, dass er Kunden (zum damaligen Zeitpunkt) abraten würde, DSL dort zu bestellen.
Er hatte VOR ORT in seinem Shop eben auch die Möglichkeit zu verfolgen, wie zufrieden die Kunden waren und woran es haperte.
Vollkommen genervt hab ich dann mein DSL bei der Telekom bestellt und die Sache war kurz (ich meine noch in derselben Woche) gelaufen.
Was ich sagen will:
Jemand, der ehrlich ist, wird auf Dauer seine Kunden halten, andere, die einfach nur Umsatz ohne Rücksicht auf Verluste bei den Kunden machen wollen, wird es längerfristig bestrafen - da sich Negativmeinungen eben auch schneller und intensiver verbreiten als positive Erfolgsgeschichten.
Komische Geschichten habe ich schon eine Reihe erlebt:
- Arcor-Mitarbeiter, die sich als Telekom-Leute ausgegeben haben und meine Rechnung sehen wollten (hamse nicht gekriegt), aber verschwiegen, dass sie eine Preselection verkaufen wollten.
- Telekom-Mitarbeiter, die mir einen günstigeren Vertrag geben wollten, aber ebenfalls erst auf Nachfrage bestätigten (und das mit einem "Erwischt!"-Gefühl rüberbrachten), dass sich dann auch der Vertrag um 24 Monate verlängern würde.
- Vodafone-Mitarbeiter, die mir am Telefon mitteilten, dass ich selbst Schuld sei, wenn ich bei Ihnen Kunde geworden wäre (meinten, dass ich keine neue Nummer kriegen könnte, weil dies erst nach einem halben Jahr möglich sei *Schrott*)
- T-Mobile-Mitarbeiter, die mit dem Standesdünken von Beamten auftraten, etc.
Ich glaube, dass wir alle schon solche Geschichten erlebten, oder sie zumindest schon gehört haben.. Jeder Provider hat so seine eigenen Schwierigkeiten.
Aber manchmal frage ich mich dann doch schon, was die Leute studiert haben, die in den Zirkeln sitzen und neue Tarife ausbrüten oder Kundenservice betreiben.
Jüngstes Beispiel ist für mich auch der Stopp des Bonusprogramms bei o2, über welches ich erst hier erfahren habe.
Solche Bonusprogramme sind doch Kundenerhaltungsprogramme, die, wenn sie eingestellt werden, doch so eingestellt werden müssen, dass sie niemanden vergrätzen, der möglicherweise schon lange Punkte gesammelt hat.
Warum dann zum Beispiel einfach die Umwandlung in Gesprächsguthaben, etc. eingestellt wird, verstehe ich für mich absolut überhaupt nicht und kann auch nur den Kopf über so etwas schütteln - ist halt wie die Axt im Walde - Kunde, friss oder stirb.