Beiträge von o2neuling

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    Original geschrieben von rajenske
    Das kommt davon, wenn Firefox so beliebt wird ... ;)


    Daran liegt das nicht, das ist schon ein richtiger Defekt, der zu einem Ausmaß an Datenaustausch führt, das auch dann unnötig hoch wäre, wenn nur eine Handvoll Leute Firefox benutzen würde.

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    Original geschrieben von rajenske
    Man könnte ja selbst auch dann noch eine Woche warten ;).


    Ja, das kann man, man kann aber auch zur Eindämmung der Konsequenzen des Problems beitragen, indem man sich jetzt schon die Version besorgt, die diesen Defekt nicht mehr hat. Dazu wollte ich halt gerne zumindest mal aufgerufen haben.


    o2neuling

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    Original geschrieben von rajenske
    Mein persönlicher Tipp: Das automatische Update innerhalb Firefox nutzen, dazu einfach ein paar Tage abwarten, bis es erscheint.


    Gerade das ist in diesem speziellen Fall hier nicht empfehlenswert, es hat nämlich einen ganz bestimmten Grund, dass das Update erst mit einer Verzögerung von einer Woche automatisch ausgeliefert wird. Der Grund ist dieser Bug hier:


    http://www.squarefree.com/burningedge/releases/1.0.1.html

    Zitat

    280603 - "New Updates Avail" popup in bottom right-hand corner pops up endlessly / excessive hits on update service


    Quelle:
    https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=280603


    Aus diesem Grund sollten möglichst viele Leute, die jetzt schon von dem Update wissen, es manuell einspielen, damit der Update-Server in einer Woche nicht allzu heftig leiden muss. ;)


    Ab der Version 1.0.1 läuft wieder alles normal, weil dieser Bug darin behoben wurde.


    o2neuling

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    Original geschrieben von Jauk
    Diese Prefetch Datei mit den ganzen pf.Dateien macht mir irgendwie ein bisschen Kopfzerbrechen. Ich hab doch nicht etliche Trojaner oder sowas aufm Rechner?!


    Ja oder Nein, das kann man an den Prefetch-Dateien nicht festmachen. In diesem Prefetch-Ordner legt Windows Dateien ab, die zu den häufiger benutzten Programmen gehören. Das soll dazu dienen, dass diese Programme schneller gestartet werden können und ist eigentlich ganz nützlich.


    Dass dieser Prefetch-Ordner existiert und viele Dateien enthält, ist völlig normal und hat mit einem eventuellem Wurmbefall an sich nichts zu tun. Natürlich kann auch das Gewürm dort Dateien ablegen, damit es schneller gestartet werden kann, die zu entfernen, löst das Problem aber nicht, weil die Prefetch-Dateien einfach neu angelegt würden. Da müsstest Du schon das Ungeziefer an sich loswerden, um das Problem zu lösen.


    Fazit, es besteht kein Grund zur Sorge wegen der Prefetch-Dateien, sondern das Gewürm selbst muss weg. ;)


    o2neuling

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    Original geschrieben von andi2511
    Es ging um die Frage eines Wahlsieges und wie zu bewerten ist, daß die stärkste Kraft von der Regierungsbildung ausgeschlossen wird. Und nein, das ist nicht gewöhnlich und hat mit der Wahl des Ministerpräsiidenten nichts zu tun, denn auch die Wahl des Landtages hat erstmal mit der Wahl des Ministerpräsidenten nichts zu tun, das sind zwei unterschiedliche Vorgänge.


    Sorry, dass ich da weiter drauf rumreiten muss, aber das geht mir dermaßen gegen den Strich, dass ich da doch noch etwas zu sagen möchte. Was soll daran ungewöhnlich sein, dass die stärkste politische Kraft eines Bundeslandes Oppositionspartei wird? Genau das ist auf Bundesebene während der sozialliberalen Ära so gewesen, genau das ist, wie ich gerade selbst nachgeschaut habe, Jahrzehntelang in meinem Bundesland so gewesen, und genau das ist mit Sicherheit auch in anderen Bundesländern der Fall und in anderen Staaten sowieso, Stichwort Österreich.


    Von der Regierungsbildung ausgeschlossen wird überhaupt niemand. Eine Regierungsbildung zeichnet sich durch das Zusammenfinden mehrerer Partner aus, falls eine politische Kraft alleine nicht stark genug ist. Und wenn sich mehrere Partner dann zusammengefunden haben, dann sind die anderen halt nicht dabei, da wurde dann aber niemand ausgeschlossen.


    Tendenziell ist eher das Gegenteil der Fall, es gibt erste Forderungen, zwei Mitglieder des Landtages von einer der wichtigsten Aufgaben des Landtages, nämlich der Wahl des Ministerpräsidenten, auszuschließen. Wie ich gerade erfahren musste, hat der verehrte Herr Norbert Röttgen Probleme, die Gleichwertigkeit der Stimmen der Mitgleider des Landtages anzuerkennen und begibt sich auf das schmale Brett, die derzeit wahrscheinlichste Konstellation als "verfassungspolitisch problematisch" zu bezeichnen. Seit wann steht es im Konflikt mit der Verfassung, wenn zwei gleichberechtigte und vollwertige Mitglieder des Landtages ihr Stimmrecht ausüben? Hat Herr Norbert Röttgen die Verfassung nicht gelesen?


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    Original geschrieben von andi2511
    Selbstverständlich werden Wahlergebnisse gedeutet. Das geschieht nicht nur Sonntagabends bei Christiansen sondern ist eine ganze Wissenschaftsdisziplin und die Ausgangsfrage dreht sich ja gerade um die Deutung und Bewertung der Wahlsituation.


    Mag sein, aber ebenso selbstverständlich darf sich derjenige, der schlussendlich die Mehrheit auf sich vereinigt, über die Erkenntnisse dieser ganzen Wissenschaftsdisziplin hinwegsetzen und nach der eigenen Zweckmäßigkeit handeln und muss das dann natürlich auch verantworten, wo liegt das Problem?


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    Original geschrieben von andi2511
    der Wahlsieger (= derjenige, der nach der verfassungsmäßig durchgeführten Wahl die meisten Stimmen auf sich vereinen kann)


    Woher um Himmels Willen kommt diese Gleichung? Wenn man zugrundelegen würde, dass diese Gleichung stimmt, dann hieße das ja, dass sowohl Willy Brandt als auch Helmut Schmidt niemals Wahlsieger gewesen seien und deren Kanzlerschaft gegen den Willen des Volkes durchgesetzt worden sei. Wer will denn sowas ernsthaft behaupten?


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    Original geschrieben von D-Love
    Für mich ist der Gedanke, dass ausschliesslich Minderheiten repräsentierende Parteien wie der SSW fortschrittlich und erstrebenswert sein sollen, völlig absurd. Wer in einem Land lebt, soll sich in dieses integrieren und seine Vorstellungen, Ideale und Ideen in die dort bestehenden politischen und gesellschaftlichen Organe einbringen, ob das jetzt die Deutschen in Belgien sind oder die Dänen in Schleswig-Holstein betrifft.


    Lieber D-Love, der SSW ist keine ausschließlich Minderheiten repräsentierende Partei. Der SSW hat genausoviele Stimmen erhalten, wie die nationalen Minderheiten Mitglieder haben. Wenn Deine Aussage stimmen würde, dann hieße dass, dass es bei den nationalen Minderheiten eine Wahlbeteiligung von 100% gegeben haben müsse und die auch alle den SSW gewählt haben müssen. Das ist schon rein statistisch völlig ausgeschlossen. Der SSW kann von jedermann gewählt werden und die vom SSW gestellten Abgeordneten sind mit allem parlamentarischen Rechten ausgestattet. Wer als Zugehöriger einer Nation seit Generationen im Staatsgebiet einer anderen Nation lebt, dem soll meiner Meinung nach selbstverständlich nicht nahegelegt werden, er solle sich doch bitte ausschließlich in den traditionellen Parteien engagieren und seine Kinder in eine Schule schicken, in der in einer für ihn fremden Sprache unterrichtet wird.


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    Original geschrieben von D-Love
    Es kann nicht angehen, dass der SSW von solchen Regelungen profitiert und nun einer gescheiterten Ministerpräsidentin zum Machterhalt verhilft und dafür trotz eines derart geringfügigen Mandats der Bevölkerung (nämlich gerade mal 3,5%) in einem solch wichtigen Punkt, wie der zukünftigen Bildungspolitik in SH, den Ausschlag gibt.


    Doch, genau das kann angehen. Die Ministerpräsindention ist nicht gescheitert und das vom SSW wie auch von der angeblich gescheiterten Ministerpräsidentin angestrebte Bildungsmodell ist in bestimmten Aspekten sogar erfolgreicher als das traditionelle deutsche Modell, zumindest hat es die Schweden und Dänen im Hinblick auf PISA in ein besseres Licht gerückt als uns.


    Damit eventuelle Missverständnisse gar nicht erst aufkommen: Trotz tendenziell eher linkslastiger Ansichten bin ich persönlich nicht etwa für, sondern gegen das von SPD und SSW angestrebte Bildungsmodell und wähle aus diesem Grund bei Landtagswahlen immer CDU oder FDP, obwohl ich das auf Bundes- oder kommunaler Ebene niemals tun würde, ich nehme aber im Gegensatz zu Dir zur Kenntnis, dass es in anderen Staaten besser funktioniert als das unsrige und bin aus diesem Grunde offen für abweichende Vorschläge.

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    Original geschrieben von D-Love
    Dein Vergleich mit Minderheiten auf dem Balkan spottet im übrigen jeder Beschreibung oder willst du mir ernsthaft erzählen, dass die Dänen in SH diskriminiert oder verfolgt werden?


    Erstens habe ich damit keinen direkten Vergleich, sondern lediglich einen Denkanstoß geben wollen und zweitens kann ich statt dieses zugegebenermaßen möglicherweise nicht ganz passenden Beispiels auch andere Beispielse nennen. Wie wäre es mit der Südtiroler Volkspartei in Italien? Im Übrigen scheint Dir die Komplexität der Lage auf dem Balkan nicht bekannt zu sein, sonst hättest Du Dich nicht gleich auf diese Verfolgungs-Schiene begeben. Ganz konkret ging es mir nämlich nicht um die Konflikte der Völker des ehemaligen Jugoslawien, sondern viel allgemeiner um die Durchmischung der Völker insgesamt und wie damit umgegangen wird, was hier aber zu weit führen würde und zugegebenermaßen kein geeignetes Beispiel war.


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    Original geschrieben von D-Love
    Dennoch ist Heide Simonis ganz eindeutig, und ich frage mich ernsthaft, wie man dies bestreiten kann, abgewählt worden. Ein Minus von 5 Prozentpunkten sowie die Wahl der CDU zur stärksten Fraktion sprechen eine mehr als deutliche Sprache und sind eine Quittung für eine sehr schlechte Landespolitik und auch eine klare Absage an die Vorschläge der SPD in der Bildungspolitik, die sich ja teilweise mit denen des SSW decken.


    Das Volk kann Frau Heide Simonis gar nicht abwählen, weil es sie nie gewählt hat und bevorzugt zudem mit einer überragenden Mehrheit von 60% Frau Heide Simonis im Amt des Ministerpräsindenten, was aber auch wurscht ist, weil die Wahl des Ministerpräsidenten sowieso nicht Aufgabe des Volkes ist. Mit der Aussage, dass sich die bildungspolitischen Ideen der SPD mit denen des SSW decken, argumentierst Du wahrscheinlich unfreiwillig nicht gegen ein Bündnis dieser beiden Parteien, sondern sogar dafür, weil ebendiese beiden Parteien zusammen mit den Grünen eine Mehrheit für ihre bildungspolitischen Vorschläge erhalten haben, von denen ich persönlich nichts halte, das nur zur Klarstellung.




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    Original geschrieben von D-Love
    Die CDU hat als stärkste Fraktion im Kieler Landtag von den Wählern in SH das eindeutige Mandat erhalten, eine neue Regierung zu bilden, da die bestehende Regierung aus SPD und Grünen keine Mehrheit mehr erhalten hat. Dass die Regierungskoalition sich nun auf einen Toleranz-Kuhhandel mit dem SSW einlässt, ist politisch indiskutabel und gelinde gesagt ,eine Schweinerei und eine Mißachtung der vom Wähler eindeutig kommunizierten Willenserklärung, die da lautet: HEIDE WEG!, um sich auf den plakativen HEIDE!-Wahlkampf zu beziehen.


    Die CDU hat kein Mandat zur Regierungsbildung erhalten, weil sie keine Mehrheit hat, eine Minderheitsregierung ist kein Kuhhandel und mit Deinen Einlassungen über die Person der Ministerpräsidentin durchkreuzt Du Deine eigene Argumentation komplett, weil Umfragen nach der bevorzugten Person im Amt des Ministerpräsidenten mit einer überragenden Mehrheit von 60% zugunsten von Frau Heide Simonis ausgegangen sind. Diese Zahlen sind bei der Forschungsgruppe Wahlen nachzulesen.


    Irgendwie überzeugen mich die Argumente alle nicht. Ich kann mich selbst noch sehr gut daran erinnern, wie groß das Geschrei in meinem Bundesland in umgekehrter Richtung war, als die FDP im Jahre 1999 ein Drittel(!) ihrer Wählerschaft einbüßte und haarscharf mit einem Abstand von 1500 Stimmen und 5,1% doch noch in den Landtag kam und einen Regierungswechsel ermöglichte. Damals hieß es in umgekehrter Richtung, dass dies nicht in Ordnung sei, weil die FDP ja "fast" aus dem Landtag gewählt worden sei und deshalb nicht mitregieren solle, weil sie dazu nicht legitimiert sei. Meine Güte, so funktionert ein System, das auf politische Parteien ausgerichtet ist, nun mal. Da kann man interpretieren, soviel man will, am Ende entscheiden die Zahlen, die sind manchmal knapp und passenen einigen nicht in den Kram, so ist das eben.

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    Original geschrieben von andi2511
    Diese Aussage hat den Hintergrund, daß es in Deutschland quasi Gewohnheitsrecht und "gute Sitte" geworden ist, daß der Wahlsieger (und das ist die CDU) den Ministerpräsidenten stellt, bzw. zumindest das Initialrecht zur Bildung einer Regierung innehat.


    Das ist falsch. Die Verfassungen aller Bundesländer haben die Gemeinsamkeit, dass der Ministerpräsident von der Mehrheit der Mitglieder des Parlamentes gewählt wird. Ich habe gerade mal in der Verfassung meines Bundeslandes nachgesehen, weil ich nur die zur Hand habe, da wird das Wort "Wahlsieger" natürlich nicht ein einziges Mal genannt.


    Wie kommst Du darauf, dass eine Partei, die keine Mehrheit hat, Wahlsieger sein soll? Das ist eine sehr gewagte Aussage. Ministerpräsident wird nicht derjenige, der nach irgendwelchen schwammigen Kriterien als besonders erfolgreich dasteht, sondern derjenige, der von der Mehrheit der Parlamentarier gewählt wird.

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    Original geschrieben von andi2511
    Übrigens: die meisten Sitze hat die CDU, eine Koalition ist ja eine unverbindliche Übereinkunft über gemeinsame politische Ziele, wird ja aber nicht gewählt (auch wenn sich das de fakto fast schon so eingebürgert hat, das vor der Wahl feste Koalitionsaussagen stehen).


    "Die meisten Sitze" ist nicht gleichbedeutend mit "Mehrheit". Eine Mehrheit entsteht in aller Regel überhaupt erst durch eine Koalition, so auch hier. Eine Koalition ist nicht einfach nur eine unverbindliche Übereinkunft über gemeinsame politische Ziele, sondern dient vor allem dazu, die zur Wahl eines Ministerpräsidenten erforderliche Mehrheit zusammenzubekommen.


    Nochmal: Die Anzahl der Sitze einer Partei hat keinerlei Relevanz, relevant ist die Art und Weise, wie daraus eine Mehrheit wird.

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    Original geschrieben von andi2511
    Tolerierte Minderheitenregierungen sind in Deutschland ungewöhnlich und auch nicht sehr sinnvoll, denn die Mehrheit hängt an einer Stimme der kleinsten Fraktion, die dadurch ein völlig überdimensioniertes Gewicht bekommt. Das ist hinsichtlich der politischen Legitimierung bzw. Legitimität problematisch.


    So ungewöhnlich sind Minderheitsregierungen nun auch wieder nicht. Auf Länder- oder gar Bundesebene sind sie zumindest im Westen tatsächlich ungewöhnlich, ich lebe allerdings in einer westdeutschen Großstadt, in der seit Jahren auf kommunaler Ebene mit wechselnden Mehrheiten(!) regiert wird. Ca. ein Drittel aller nicht-einstimmigen Beschlüsse fassen CDU und SPD, ein weiteres Drittel fassen SPD, Grüne und FDP und das letzte Drittel fassen CDU und Grüne. Über eine feste schwarz-grüne Koalition ist nach der letzten Wahl mal nachgedacht worden, um genau zu sein, gab es die genau einen Tag lang, von diesem Gedanken wurde aber Abstand genommen, weil die wechselnden Mehrheiten ja auch vorher schon funktioniert hatten, was sich dann auch weiterhin wurderbar bewährt hat.


    Die Oberbürgermeisterin (CDU) wurde direkt vom Volk gewählt und sucht sich ihre Mehrheiten für jeden Beschluss neu. Sowas gibt es, es funktioniert ganz hervorragend, die Stadt blüht und gedeiht und entwickelt sich prächtig. Die meisten Beschlüsse werden in den Parlamenten ohnehin einstimmig gefasst, bloß wissen das viele Bürger gar nicht, weil darüber logischerweise nicht berichtet wird.

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    Original geschrieben von andi2511
    Und der Wählerwille bei deutlichen Zugewinnen der CDU und ebenso deutlichen Verlusten der SPD muß schon eher in die Richtung Wechselwilligkeit gedeutet werden.


    Wahlergebnisse werden nicht irgendwie "gedeutet", da gibt es Zahlen und da entscheiden Mehrheiten in Parlamenten.

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    Original geschrieben von Abakus
    Dazu kommt, dass der SSW unter Normalumständen nicht im Landtag säße. Würde für ihn wie für alle anderen Parteien die 5%-Klausel gelten, hätten CDU-FDP eine Mehrheit...


    Hätte, wäre, könnte... Es ist doch bekannt, dass der SSW als Vertreter einer staatlich anerkannten nationalen Minderheit besonderen Schutz genießt und ihm diese Sonderbehandlung somit zusteht.

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    Original geschrieben von Abakus
    Und eine Tolerierung von Rot-Grün durch den SSW wäre ja tatächlich eine Tolerierung der Minderheitenkoalition. Anders sähe es freilich aus, wenn der SSW Koalitionspartner würde, dann gäbe es ja eine richtige Mehrheit. Aber wenn der SSW nur toleriert, sollte er sich meiner Meinung nach bei personellen Entscheidungen enthalten und bei der Sachpolitik die jeweilige Koalition, die seine Politik am ehesten unterstützt, tolerieren.


    Die Abgeordeten des SSW können sich bei der Wahl des Ministerpräsidenten nicht enthalten, weil es dann keine Mehrheit für irgendwen gäbe und das Bundesland somit ohne Regierung dastünde. Eine Minderheitsregierung zeichnet sich doch gerade dadurch aus, dass sie mit den Stimmen von Abgeordneten, die nicht direkt zur Regierung gehören, zustandekommt. Zumindest bei der Wahl des Ministerpräsidenten ist in jedem Falle eine Mehrheit erforderlich.

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    Original geschrieben von Rincewind
    Wahlsieger ist immer der, der die meisten Stimmen gewinnt, oder die wenigsten verliert, oder einfach am lautesten schreit...


    Das ist falsch.

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    Original geschrieben von andi2511
    Der postulierte "Wählerwille" leitet sich aus dem Umstand ab, daß der Wahlsieger das ungeschriebene Recht besitzt, die Regierung zu bilden.


    Das ist falsch. Der einzige, der das Recht besitzt, dem Ministerpräsindenten einen Regierungsauftrag zu geben, ist die Mehrheit der Mitglieder des Parlaments.

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    Original geschrieben von andi2511
    Man kann nämlich meines Erachtens nicht einfach die Wahlergebnisse addieren, denn das Schwarz-Gelb z.B. keine Mehrheit hat, liegt an der FDP und nicht an der CDU, die als Wahlsieger aus der Wahl geht - eine getrennte Bewertung tut also aus meiner Sicht schon Not.


    Man kann die Wahlergebnisse nicht nur addieren, sondern muss das sogar. Nochmal, Wahlergebnisse werden nicht interpretiert, sondern es wird im Parlament abgestimmt und wer im Parlament nach der Addition der Stimmen die Mehrheit hat, der wird Ministerpräsident. Wenn keiner eine Mehrheit bekommt, dann gibt es keinen Ministerpräsidenten. Je nach Bundesland gibt es dann möglicherweise weitere Wahlgänge, in denen dann irgendwann mal statt der Mehrheit die meisten Stimmen reichen. Fertig.

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    Original geschrieben von N00dles
    Das wäre zum Beispiel wenn in Land X die A-Partei 40% bekommt , die B-Partei 30% und die C-Partei 30%. Wenn sich nun die B- und C-Partei zusammentun weil beide die A-Partei nicht leiden können, dann hat die A-Partei zwar die Wahl gewonnen, wird aber trotzdem nicht regieren weil sie keine Mehrheit hat.


    Das ist falsch. Wenn B und C zusammen mehr Stimmen haben als A alleine, dann haben B und C gemeinsam die Wahl gewonnen, weil sie die Mehrheit haben. Fertig.

    Zitat

    Original geschrieben von Abakus
    Naja, ich bin mir leider (!) ziemlich sicher, dass, sollte eine ausländische Minderheit einer politischen Minderheit zur Mehrheit verhelfen, es bei der nächsten Wahl keine allgemeine Freude über das schlechte Abschneiden der braunen Parteien gibt.


    Das ist falsch. Die vom SSW vertretenen Menschen sind keine "ausländische Minderheit", sondern eine inländische Bevölkerungsgruppe anderer Nationalität. Diese Menschen sind keine Ausländer, die sind in Deutschland zuhause und gehören gleichzeitig einem anderen Volk an.


    Nur mal am Rande, es kommt mir so vor, als sei speziell vielen Deutschen die Vorstellung, was nationale Minderheiten sind, irgendwie fremd, weil es die hier nur in sehr begrenztem Umfang gibt. Wer sich in anderen Regionen Europas, wie beispielsweise auf dem Balkan, ein klein wenig auskennt, der wird sehr schnell erkennen, dass Sonderrechte für nationale Minderheiten ganz außerordentlich wichtig sind.


    Eine Information noch, es gibt in Belgien an der Grenze zu Deutschland eine deutsche Minderheit, die in Belgien genau denselben Status hat wie die Dänen hierzulande. Wer mit dem Sonderstatus der Dänen hierzulande nicht einverstanden ist, der müsste konsequenterweise auch gegen den Sonderstatus seiner eigenen Landsleute in Belgien argumentieren. Alles andere wäre inkonsequent.

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    Original geschrieben von D-Love
    Ich halte es für äußerst fragwürdig, dass eine eindeutig aufgrund ihrer höchst unerfolgreichen Politik abgewählte Ministerpräsidentin nun eine Minderheitsregierung bilden möchte, die einzig auf der Toleranz einer Wählervereinigung, die nur aufgrund der schleswig-holsteinischen Verfassung und ihrem Status als Vertretung der dänischen Minderheit in SH (übrigens zu Zeiten der EU ist sowas extrem fortschrittlich *hust*) überhaupt ins Parlament gekommen ist, gebaut ist. Schlappe 3,5% sind für mich kein Votum, dass ausdrückt, dass die Bevölkerung eine Regierungsbeteiligung jeglicher Form dieser Partei wünscht.


    Ohne Worte, echt... Oder doch ein paar Worte: Die Ministerpräsidentin wurde nicht abgewählt, der Minderheitenschutz ist nicht nur fortschrittlich, sondern sogar vorbildlich und die "schlappen 3,5%" des SSW stellen eine Bevölkerungsgruppe dar, die zu Recht einen besonderen Schutz genießt.

    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Letztlich entscheidet also eine Partei, die gerade mal 3,5% der Stimmen erhalten hat, über eine für die nachfolgenden Generationen in SH folgenreiche Frage. Das kann nicht sein. Der Machterhaltungstrieb der SPD nimmt langsam groteske Formen an, die den eines pfälzisischen Bundeskanzlers a.D. langsam aber sicher übertreffen. Mal wird mit der kommunistischen PDS koaliert, dann lässt man sich von dänischen Minderheitsgruppierungen, die nicht mal 5% der Bevölkerung repräsentieren, tolerieren.


    Selbst wenn man die Argumentation einfach mal gelten lassen würde, fände ich die Konsequenz daraus ehrlich gesagt bedenklich. Als entschieden wurde, dass der SSW besondere Rechte genießt, war abzusehen, dass eine derartige Situation, wie wir sie jetzt haben, eines Tages eintreten kann. Nun ist genau das passiert. In diesem Moment zu sagen, so toll sei der Sonderstatus des SSW ja nun doch nicht, weil die Mehrheitsverhältnisse nun einmal so sind, wie sie sind, wird den Rechten einer staatlich anerkannten nationalen Minderheit nicht gerecht. Es liegt in der Natur einer parlamentarischen Demokratie, dass die Mandate der Abgeordneten alle genau denselben Wert haben. Da kann man nicht einfach, je nachdem, wie es gerade passt, sagen, dass der SSW ja eigentlich gar nicht mitentscheiden sollte.

    Zitat

    Original geschrieben von D-Love
    Das Problem ist, dass unter "normalen" Umständen, wie sie in Deutschland üblich sind, der SSW niemals im Parlament sitzen würde.


    Das ist falsch. In Deutschland ist die 5%-Hürde die Regel. Um die Bevölkerungsgruppe, die durch den SSW vertreten wird, nicht zu diskriminieren, müsste man die 5% für den SSW nicht auf die Gesamtbevölkerung beziehen, sondern auf die 2%, die diese Bevölkerungsgruppe ausmachen. 5% von 2% wären 0,1%, folglich wäre für den SSW eine Hürde von 0,1% anzunehmen. Weil das Quatsch ist, verzichtet man auf die Hürde komplett. So und nicht anders muss man rechnen. Alles andere käme der Diskriminierung einer staatlich anerkannten nationalen Minderheit gleich.

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    Original geschrieben von TriSch
    Kann ich Unix auf einem "stinknormalen" PC installieren oder brauche ich dazu spezielle Hardware?


    An welches UNIX hast Du denn gedacht? Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht Linux meinst...


    Solaris 10 von Sun ist kostenlos und für x86-PCs verfügbar, ansonsten gibt es noch die BSDs, ebenfalls kostenlos und für PCs. Falls man OpenDarwin hinzuzählen will, gibt es davon auch eine x86-Version.


    o2neuling

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    Original geschrieben von No.Time
    ich [...] formatiere meine festplatte (zumindest c) so im 3 monatsrytmus


    Wie bitte? :eek:³ Wieso das denn?


    Für ganz hartnäckige Fälle gibt es doch die Systemwiederherstellung, wobei ich über deren Qualität nichts sagen kann, weil ich sie noch nie benutzt habe. Vielleicht könnte es sich lohnen, vor der Installation unbekannter Software mal einen Wiederherstellungspunkt zu setzen. ;)


    Hast Du mal darüber nachgedacht, alle paar Wochen den kompletten Festplatteninhalt als Image zu sichern?


    o2neuling

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    Original geschrieben von rajenske
    In den kommenden Versionen von Firefox wird die IDN-Unterstützung dann deaktiviert sein. Quelle


    Es gibt inzwischen einen neuen Ansatz, der ist im Weblog von Gervase Markham beschrieben:


    http://weblogs.mozillazine.org/gerv/archives/007586.html


    Kurz gesagt, IDN funktioniert so, dass die Unicode-URLs für die Übertragung temporär in ASCII umgewandelt und auf der anderen Seite wieder zu Unicode decodiert werden. Der neue Ansatz besteht darin, dass man auf die Rückumwandlung in Unicode verzichtet und statt des gefälschten http://www.paypal.com, wobei das wie ein lateinisches "a" aussehende Zeichen ein kyrillisches "a" ist, einfach http://www.xn--pypal-4ve.com anzeigt.


    Firefox 1.0.1 soll dann laut Weblog von Asa Dotzler Ende nächste Woche kommen:


    http://weblogs.mozillazine.org/asa/archives/007581.html


    o2neuling

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    Original geschrieben von Golfyarmani
    1. Wie kann ich es einstellen,das wenn man einen Link in einer eMail klickt sich nicht mehr der Explorer öffnet, sondern der Firefox?


    Extras -> Einstellungen -> Allgemein -> Standard-Browser -> Jetzt überprüfen

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    Original geschrieben von Golfyarmani
    2. Wo werden die Lesezeichen vom Firefox gespeichert?


    Unter Windows 98/ME:
    C:\Windows\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Profiles\Firefox-Profilname\bookmarks.html


    Unter Windows 2000/XP:
    C:\Dokumente und Einstellungen\Windows-Benutzername\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Profiles\Firefox-Profilname\bookmarks.html

    Zitat

    Original geschrieben von Golfyarmani
    3. Wo werden die Temp Internetdaten vom Firefox geseichert?


    Unter Windows 98/ME:
    C:\Windows\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Profiles\Firefox-Profilname\Cache\


    Unter Windows 2000/XP:
    C:\Dokumente und Einstellungen\Windows-Benutzername\Anwendungsdaten\Mozilla\Firefox\Profiles\Firefox-Profilname\Cache\


    o2neuling