Zitat
Original geschrieben von Printus
Du stellst hier "mal eben" einen Zusammenhang zwischen rot/grün und den Firmenpleiten her. Kannst Du auch Belege nennen?
Wenn eine Firma insolvent wird liegt das selten daran welche Partei die Regierung stellt, sondern daran daß entweder die Firmenleitung inkompetent ist oder das Konzept nicht stimmig war oder Fehler gemacht wurden. Das hat aber mit der Regierung absolut nichts zu tun.
Rot/Grün ist unter anderem damit angetreten, die Arbeitslosenzahlen deutlich zu senken und daraus resultiert jawohl, dass sie ein Wirtschaftsklima schaffen wollten, dass es ermöglicht, die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern bzw (auch durch Strukturwandel) neue Arbeitsplätze durch geeignete Rahmenbedingungen (Bürokratieabbau, Steueranreize, Investitionanreize, oder was auch immer) zu schaffen.
Natürlich hast du Recht, dass Insolvenzen durch falsches Management bzw falsche Konzepte entstehen.
Dieses wird aber in der Regel nur vereinzelt auftreten, oder von mir aus auch öfters, aber nicht in diesen Rekordzahlen und nicht über einen so langen Zeitraum.
Das spricht ja wohl eher für ein grundsätzliches Problem.
So inkompetend sind die Firmen nicht, dass sie in diesen Massen zumachen müssen und nicht über diesen langen Zeitraum.
Die Arbeitslosenzahlen kommen nicht nur durch Rationalisierung, sondern eben auch durch Insolvenzen zustande.
Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht um konkurrenzfähig zu sein.
Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen uns der Globalisierung stellen, wenn wir weiter oben mitspielen wollen.
Die Instrumente hierzu hat neben dem Kapital natürlich in erster Linie eine Regierung zu verantworten, die für ein Wachstumsklima (Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sicherheit und soziale Gerechtigkeit usw) sorgen muss.
Das das nichts mit der Regierung zu tun hat, diese Aussage halte ich für nicht haltbar.
Wofür ist denn sonst eine Regierung da, um uns zu gängeln?
Die Eigenverantwortung kann erst da greifen, wo der Staat die nötigen Voraussetzungen und Freiheiten geschaffen hat.
Und ich glaube nicht, dass dies alles unsozial ablaufen muss, es liegt in der Hand derjenigen, die die Reformen durchführen.
Das es kein Allgemeinrezept gibt ist auch klar, also muss man (zur Wahl am Sonntag) für sich die Präferenz finden, welchem Ansatz, welchem Programm man eher die Lösung der Probleme zutraut.
Ich sehe das zentrale Problem im marktwirtschaftlichen Bereich, die Kompetenz hierfür sehe ich bei Rot/Grün nicht.
So sucht sich jeder die Programmpunkte bei den einzelnen Parteien heraus, die für ihn wichtig sind und für mich ist das nun mal die Wirtschaft, ohne die, wenn sie nicht rund läuft, alle anderen Punkte zu leiden haben.