Beiträge von rainbow

    Zitat

    Original geschrieben von Sencer
    Was ja auch nicht zur Debatte steht. Insofern ist hier kein Widerspruch zur Position der Rot-Grünen Regierung. Nur gut, dass die Bild so überparteiisch und neutral berichtet, damit kluge Menschen gut informierte Entscheidungen treffen können.


    Und es geht nachwievor nicht um einen Beitritt, sondern um die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen.


    Kluge und gut informierte Menschen wissen aber, dass es darauf hinaus laufen soll, alles andere wäre ja völlig sinnfrei. :D


    Man will die Türkei im positiven Sinne zu Reformen zwingen.


    Und ob ich heute schon die Meldung in der Bild lese und morgen noch einmal in Spiegel Online macht für mich keinen Unterschied.
    Da lese ich es lieber schon heute.


    Ich bin kein ausschließlicher Bild-Leser. ;)

    Unabhängig wie man zum geplanten EU Beitritt der Türkei steht, ist es vielleicht für den einen oder anderen interessant, was Altkanzler Schmidt dazu sagt.


    Zitat

    Unerwartete Unterstützung erhielten CDU und CSU ausgerechnet von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD).


    Der Altkanzler warnte in der „Zeit“ vor einem Türkei-Beitritt: „Der Beitritt der Türkei ist ein Unfug.“ Die Türken gehörten einem „uns völlig fremden Kulturkreis an“. Schmidt weiter: „Ich bin in diesem Punkt absolut derselben Meinung wie Frau Merkel: Ökonomische Zusammenarbeit ja, Zollunion ja, Freihandelszone ja, aber keine Freizügigkeit für die Bevölkerungsüberschüsse, die in der Türkei entstehen.“


    BILD

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Du stellst hier "mal eben" einen Zusammenhang zwischen rot/grün und den Firmenpleiten her. Kannst Du auch Belege nennen?


    Wenn eine Firma insolvent wird liegt das selten daran welche Partei die Regierung stellt, sondern daran daß entweder die Firmenleitung inkompetent ist oder das Konzept nicht stimmig war oder Fehler gemacht wurden. Das hat aber mit der Regierung absolut nichts zu tun.


    Rot/Grün ist unter anderem damit angetreten, die Arbeitslosenzahlen deutlich zu senken und daraus resultiert jawohl, dass sie ein Wirtschaftsklima schaffen wollten, dass es ermöglicht, die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern bzw (auch durch Strukturwandel) neue Arbeitsplätze durch geeignete Rahmenbedingungen (Bürokratieabbau, Steueranreize, Investitionanreize, oder was auch immer) zu schaffen.


    Natürlich hast du Recht, dass Insolvenzen durch falsches Management bzw falsche Konzepte entstehen.
    Dieses wird aber in der Regel nur vereinzelt auftreten, oder von mir aus auch öfters, aber nicht in diesen Rekordzahlen und nicht über einen so langen Zeitraum.
    Das spricht ja wohl eher für ein grundsätzliches Problem.


    So inkompetend sind die Firmen nicht, dass sie in diesen Massen zumachen müssen und nicht über diesen langen Zeitraum.


    Die Arbeitslosenzahlen kommen nicht nur durch Rationalisierung, sondern eben auch durch Insolvenzen zustande.


    Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht um konkurrenzfähig zu sein.
    Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen uns der Globalisierung stellen, wenn wir weiter oben mitspielen wollen.


    Die Instrumente hierzu hat neben dem Kapital natürlich in erster Linie eine Regierung zu verantworten, die für ein Wachstumsklima (Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sicherheit und soziale Gerechtigkeit usw) sorgen muss.


    Das das nichts mit der Regierung zu tun hat, diese Aussage halte ich für nicht haltbar.
    Wofür ist denn sonst eine Regierung da, um uns zu gängeln?


    Die Eigenverantwortung kann erst da greifen, wo der Staat die nötigen Voraussetzungen und Freiheiten geschaffen hat.


    Und ich glaube nicht, dass dies alles unsozial ablaufen muss, es liegt in der Hand derjenigen, die die Reformen durchführen.


    Das es kein Allgemeinrezept gibt ist auch klar, also muss man (zur Wahl am Sonntag) für sich die Präferenz finden, welchem Ansatz, welchem Programm man eher die Lösung der Probleme zutraut.


    Ich sehe das zentrale Problem im marktwirtschaftlichen Bereich, die Kompetenz hierfür sehe ich bei Rot/Grün nicht.


    So sucht sich jeder die Programmpunkte bei den einzelnen Parteien heraus, die für ihn wichtig sind und für mich ist das nun mal die Wirtschaft, ohne die, wenn sie nicht rund läuft, alle anderen Punkte zu leiden haben.

    Welche Zahl von Firmengründungen meinst du denn, die Ich-AGs (eigentlich eine gute Idee), die künstlich aus dem Boden gestampft wurden, mit dem Versuch den Arbeitsmarkt zu beleben bzw die Arbeitslosenzahlen zu drücken?


    Für viele ist es die letzte Möglichkeit, der Arbeitslosigkeit bzw dem drohenden sozialen Elend zu entgehen.


    Wie gesagt, die Idee an sich ist gut, wenn aber die Rahmenbedingungen nicht stimmen, wenn Quantität vor Qualität geht, ist das Ende abzusehen.


    EDIT: Zu spät

    Zitat

    Original geschrieben von astro73
    Bevor man mit solchen Zahlen polemisiert sollte man aufpassen, dass die Argumentation nicht zum Bumerang wird.


    Was gibt es da zu polemisieren, und wo soll die Polemik liegen?


    Die Bundesregierung greift doch wohl aktiv mit ihren Gesetzen in den Arbeitsmarkt und die Steuerpolitik ein, oder sehe ich da irgendetwas falsch?


    Das auch der Bundesrat involviert ist, spielt insofern keine Rolle, als das, die Regierungskoalition derzeit ja geradezu davon erleuchtet ist, von dem Glauben und der Erkenntnis, dass es zu ihrem Modell keine Alternative gibt.


    Fakt ist, das die Arbeitslosenzahlen da sind wo sie sind und die Insolvenzen sich auf Rekordhoch bewegen.
    Und welchen Zusammenhang bzw Ursache siehst du für diesen Tatbestand?


    Oder bilden wir uns das alle nur ein, was aber auch nicht stimmen kann, da ja selbst der Bundeskanzler, den Ernst der Lage immer wieder hervorhebt.

    Ich habe im Moment leider nicht alle 73 Seiten im Kopf, bitte also zu entschuldigen, wenn das Thema schon mal dran war, aber wurden die Zahl der Insolvenzen, der Rekordinsolvenzen in den letzten Jahren, schon mal erwähnt.


    Noch nie hat es eine dermaßen hohe Zahl von Firmenpleiten gegeben, wie unter Rot/Grün.
    Es wurde geradezu ein Rekord nach dem anderen in dieser Beziehung aufgestellt.


    Spricht das für den Wirtschaftsachverstand und richtige Reformen auf dem Arbeitsmarkt, gerade im Zusammenhang mit den hohen Arbeitslosenzahlen?


    Ich tue mich schwer damit, die zentrale Bedeutung dieses Sachverhaltes für das Leben von vielen Menschen und Familien, zu übersehen bzw einfach auszublenden.


    Ohne vernünftige Wirtschaftpolitik, werden viele Dinge nicht vernünftig laufen bzw bezahlbar sein, die Sozialpolitik genau so wenig wie die Bildungspolitik oder anderes.


    Und das dieses Rückgrat des gesamten Lebens unter Rot/Grün gelitten hat, liegt für mich klar auf auf der Hand.


    Vernünftige Wirtschaftspolitik ist die Säule, auf der sich vieles erst richtig entwickeln kann.
    Deshalb gibt es für mich keine Alternative zu Schwarz/Gelb.