Original geschrieben von Marko
Wenn der Durchschnittsumsatz bei 20 EUR liegt, dann zahlen die Vielnutzer im Grunde die Handys der Masse, da sie prozentual an den Aufpreisen (nicht nur die GG ist dank Handysubs höher, auch die Nutzungspreise bis 69 CT!). Es wird also den wenigen Hauptnutzern genommen, um der Masse alle zwei Jahre neue teure Handys geben zu können. Hat für mich eher was von Sozialamt als von Marktwirtschaft.
Jeder sollte sich das kaufen, was er sich leisten kann. Handys gibt es mittlerweile wirklich für jeden Geldbeutel, es muss nicht das 400 EUR-Handy für jeden sein. Wäre auch blöd, wenn jeder mit nem 7er fahren würde, bloß weil man den bei jeder Tanke für 1 EUR zum Benzinabo bekommt. Das ginge genauso, nur würden dann die Vielfahrer wiederum die teuren Schlitten der Masse subventionieren. Wäre das auf Dauer sinnvoll? Ich bezweifle das.
Die "Schnorrer" beziehen sich auf die Einstellung vieler Leute, dass ein Handy heutzutage nur einen Euro kosten braucht. Und diese Einstellung erlebt man tagtäglich in deutschen Läden, und ist das Ergebnis der von den Betreibern gezüchteten Schnorrermentalität dank horrender Subs über viele Jahre. Und dabei kreide ich es nicht den Leuten an, dass sie das nutzen, sondern den Anbietern, dass sie so einen Unsinn erst ermöglichen. Die sollten sich meiner Meinung nach auf ihre Dienste (und das sind die Mobilfunkdienste, nicht das massenweise unters Volk bringen von überteuerten Elektronikgadgets) konzentrieren und den reinen Geräteverkauf denen überlassen, die sich damit auskennen.
Wenn die Anbieter einen Neukundenpreis von 120 EUR ausweisen, Prepaidkunden fast nichts kosten, und Prepaid und Postpaid 50/50 ist, dann wird ein Vertragskunde mit 240 EUR subventioniert. Davon werden über 200 EUR auf das Gerät fallen. Wenn er also gut 9 EUR GG-Aufschlag zahlt, dann haut es hin, ansonsten wird es über die Gespräche finanziert. Nimmt man die üblichen 5 EUR an, wird der Rest über Gesprächskosten finanziert und das trifft prozentual den Vielnutzer härter. Wenn sich einer nun schon kein Handy bar leisten kann oder will, wird er wohl auch nicht gerade weit über die GG hinauskommen. Mit 5 EUR Aufschlag finanziert jedenfalls keiner sein Handy komplett. Laßt Euch mal bei der Hausbank nen Kredit auf zwei Jahre zu 5 EUR monatlich berechnen und schaut, wieviel die Bank Euch ausbezahlen würde und was für ein Handy man dafür bekäme. Die große Nachfrage an Schubladenverträgen zeigt doch überdeutlich, dass man dabei nen guten Schnitt machen kann. Demgebenüber steht dann allerdings die Zeche, die Seite der nutzenden Kunden zu deren Finanzierung zu tragen hat.