Solange es kein Hardware-Gateway gibt, dass mehr als 3 Protokolle bedienen kann und dazu noch einfach zu konfigurieren ist, wird SmartHome nicht massentauglich sein.
Vor 4 Jahren habe ich begonnen, mit FHEM unsere ETW ein wenig smarter zu machen. Mangels elektrifizierter Rollläden und Fußbodenheizung ist es eher SmartHome light (Funkschaltsteckdosen, Bewegungsmelder, HUE, Wetterstation, WLan-Lautsprecher etc).
Zitat
Original geschrieben von Gallium Was ist smart?
Eine Leuchte mit dem Handy schalten hat nichts mit 'intelligenter Steuerung' zu tun. Das kann ein herkömmlicher Funkschalter ebenso gut.
Smart bedeutet, verschiedene Ereignisse zusammenzufassen und zustandsabhängig darauf zu reagieren.
Das ist genau der Punkt und das können die meisten Systeme out-of-the-box nicht. Gerade hat mir ein Freund erzählt, dass am Karfreitag die Somfy-Rollläden, wie jeden Werktag, früh hochgefahren wurden, weil es keine Möglichkeit gibt, dem System mitzuteilen, dass ein Feiertag ist....
Seit über drei Jahren läuft bei uns die Waschmaschine-fertig-Funktion: Wenn die Waschmaschine im Keller auf Standby geht, werden auf die Mobiltelefone Pushmessages verschickt und auf meinem Mobiltelefon vorgelesen (Die Waschmaschine ist fertig, bitte die Wäsche entnehmen). Sofern jemand zu Hause ist, wird als Signal eine bestimmte Lampe eingeschaltet.
Viele Sachen laufen automatisiert im Hintergrund ab, ohne dass eine Fernbedienung oder ähnliches in die Hand genommen werden muss:
- Beim Betreten der offenen Küche morgens ab 05:00 Uhr werden per Bewegungsmelder das Radio, eine Lampe und verschiedene LEDs bzw. HUEs eingeschaltet, das Licht nur bis zu einem definierten Zeitpunkt nach Sonnenaufgang. Wenn es schon hell ist, werden die Lichter erst gar nicht eingeschaltet
- Nachts zwischen Mitternacht und 04:00 werden die LEDs in der Küche nur für 90 Sekunden eingeschaltet (ich gehe nachts öfter mal an den Kühlschrank...)
- Wenn sich das letzte Mobiltelefon aus dem WLan abgemeldet hat, werden aktive Verbraucher wie Radio, Drucker etc ausgeschaltet und das WLan abgeschaltet
- Beim Betreten der Wohnung per Bewegungsmelder: WLan und Radio ein
- Beim Betreten des Badezimmers: Radio ein (aber nur zwischen 05:00 und 23:30), Licht (HUE und Deko) ein in Abhängigkeit der Lichtverhältnisse
- Bügeleisen wird eingesteckt: es wird ein bestimmter Radiosender auf den WLan-Lautsprecher gestreamt. 3 Minuten nach dem Ausschalten erfolgt das Abschalten des WLan-Lautsprechers
- Wenn morgens um 05:00 auf dem Balkon weniger als + 1,5 C sind, wird die Weckzeit des Weckers (HUE im SZ und WLan-Lautsprecher) um 10 Minuten vorverlegt -> könnte ja glatt sein
- Abends keiner zu Hause: definierte Lampen zu einem definierten Zeitpunkt vor Sonnenuntergang an und per Zufallsschaltung aus
- SetTopBox wird über eine Logitech Harmony eingeschaltet (im Heimnetz wird present gemeldet), dann Radio, falls aktiv, ausschalten und Steckdose für Fernseher einschalten
- SetTopBox wird nach 21:00 Uhr ausgeschaltet, dann sind wir bettfertig: Fernseher, Licht in WZ, Küche und Balkon aus, HUE im SZ ein und Radio Harmony.fm auf den WLan-Lautsprecher im SZ streamen
Das Ausschalten im letzten Beispiel erfolgt dann über einen Taster. Das ist dann der einzige Fall, in dem regelmäßig eine Fernbedienung oder das Mobiltelefon in die Hand genommen wird.
Kühlschrank und Gefrierschrank sind mit Temperaturfühlern ausgestattet und melden per Pushmessages die Überschreitung definierter Temperaturen.
Dies alles ist mit den aktuell angebotenen fertigen Systemen so nicht möglich. Natürlich ist FHEM und die damit verbundene Einarbeitung in Perl sehr aufwändig und zeitintensiv. Aber mir macht es Spass.
FHEM ist als Opensource-Projekt ein in Perl geschriebener Server, der verschiedene Protokolle unterstützt und ständig weiterentwickelt wird. Eine schöne Weboberfläche kann auch erstellt werden 
Das eigene Heim auf einen Schlag "smart" zu machen, ist eine Illusion. So etwas muss wachsen und man muss Ideen zur Optimierung entwickeln. Bei mir wächst es seit 4 Jahren und somit haben sich die Hardwarekosten auf diesen Zeitraum verteilt. Angefangen habe ich mit 3 Funkschaltsteckdosen.