Die Filme mit Margret Rutherford sind schon lange Kult. :top:
Ich glaube allerdings, schon oft gelesen zu haben, daß Agatha Christie diese Filme nie gemocht hat und mit Margret Rutherford als Darstellerin überhaupt nicht einverstanden war. Sie hatte eine ganz andere Vorstellung von ihrer Romanfigur.
Ich habe zwar keinen der Roman gelesen, aber habe mir vor 4 Jahren mal "16:50 ab Paddington" als "Hörspiel zum Zugucken" angesehen/angehört. Das war auch eine ganz witzige Angelegenheit. Das fand in einer Gaststätte statt und in den Pausen gab es ein Ratespiel, bei dem man Details erraten musste, z.B. wer als nächstes auftritt. Als Preis gab es einen Gutschein für Menü in dem Restaurant. Den Mörder zu erraten war nicht schwer, da es der gleiche wie im Film war. Der Verlauf der Geschichte ist im Groben in Buch und Film identisch. Bei den späteren Rutherford-Filmen soll das nicht so sein. Die Überraschung ist aber, daß Miss Marple im Buch beinahe eine Randfigur ist, die selten auftaucht, aber trotzdem die Fäden in der Hand hält. Zum Beispiel wird der Mord im vorbeifahrenden Zug nicht von ihr, sondern von einer Bekannten von ihr beobachtet. Und sie läßt sich auch nicht selbst als Haushälterin einstellen, sondern überläßt diese Aufgabe einer etwas jüngeren Frau.
Und Mister Stringer wird bestimmt in keinem Buch auftauchen. Diese Rolle wurde extra für den Schauspieler Stringer Davis geschrieben, mit dem Margret Rutherford seit 1945 verheiratet war.
Eine kleine Rolle hat er auch in dem Film "The VIPs / Hotel International" für den Margret Rutherford den Oscar für die beste Nebenrolle bekam. Es hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen als ich den Film als Kind sah und hörte, wie Margret Rutherford die Stewardess im Flugzeug mit "Schaffnerin" ansprach.
Grüße,
Lanturlu