Re: Mit dem Blackberry in die Schweiz und 2500 Euro ärmer..
Puuhh, ein Glück, daß das nur ein Rechenbeispiel ist! 
Ich habe beim Lesen der Titelzeile gedacht, daß Dir das tatsächlich schon passiert wäre.
Zitat
Original geschrieben von MaxBlue
Ich freue mich in gewisser Weise darüber, das sie sich jetzt mit ihrem Tarifjungel, insbesondere den GPRS-Abzocker-Tarifen, die niemand (noch nicht einmal sie selber) verstehen, und bei dem auf jeder Internetseite mindestens 20 Zeilen kleingedrucktes stehen, selber verarscht haben.
Die Beschreibung der Situation ist zwar korrekt, aber der Verarschte bleibt leider immer noch der Kunde.
Angenommen, es tritt tatsächlich so ein Fall auf. Dann hat der Kunde erstmal den schwarzen Peter und muss bei seinem Netzbetreiber auf Kulanz hoffen. Sie würden zunächst mal darauf verweisen, daß der Kunde die Geschäftsbedingungen und Tariftabellen akzeptiert hat.
Und wie sähe es hier bei TT aus?
Würde hier jemand darüber berichten, daß er so eine Rechnung erhalten hat, würde er auch nur mit Häme und Schadenfreude konfrontiert werden. Viele würden nur antworten "Selbst schuld, hättest eben die Tariftabellen lesen sollen.", dabei wären sie selbst viel zu doof dazu. Sie haben ihr neues Telefon nur, weil es schick und modern ist. Andere etwas ernsthaftere User würden sinngemäß schreiben, daß sie diesen ganzen neumodischen Quatsch sowieso nicht nutzen. (Ich übertreibe hier, aber es gibt tatsächlich einige User, die diese Tendenz zeigen.
)
Und was wäre das "Vergehen" des armen Kunden gewesen? Er hätte nichts anders getan, als sich mit einem eingeschalteten Blackberry ahnungslos in der Schweiz aufgehalten.
Zum Glück werden diese Geräte überwiegend von Geschäftskunden genutzt und wenn ein guter Kunde sich über so eine Rechnung beschweren würde, stünde die Telekom unter Druck und müßte die Roaminggebühren des Schweizer Netzbetreibers aus eigener Tasche zahlen. Soviel Glück hätte ein Privatanwender, der GPRS im Ausland nutzt, wohl leider nicht. Es müssten schon sehr viele solche Fälle zusammenkommen, bevor die Netzbetreiber mal anfangen, ihre GPRS-Tarifgestaltung und Roamingkonditionen zu überdenken.
Das große Übel ist die GPRS-Abrechnung in großen Blöcken. Diese verteuert die Nutzung erheblich. Außerdem ist es ein Unding, daß jede Stunde ein neuer Datenblock angebrochen wird und in manchen Tarifen auch noch ein unsinniger Stunden- oder Tagesnutzungspreis berechnet wird. Dies macht viele Vorteile von GPRS gedankenlos zunichte.
Wie sieht es bei T-Mobile aus? Wird dort diese üble Taktung, die im Kleingedruckten der Tabelle steht, tatsächlich angewendet? Bei Vodafone war es so, daß diese Grausamkeiten zwar dastanden, aber immer noch bis zum Beginn des nächsten Halbjahres ausgesetzt waren, so daß man bei Vodafone in der Praxis eine ausgesprochen faire beinahe byte-genaue Abrechnung bekam, zumindest wenn man eine Tarifoption gebucht hatte. Heute (1.7.) läuft mal wieder die Frist ab und ich bin gespannt, ob in der Vodafoneverwaltung wieder die Vernunft gesiegt hat und jemand die Notbremse gezogen hat, so daß es beim alten bleibt.
Noch etwas anderes: Unter diesen Bedingung ist die ohnehin schon nicht billige Blackberry-Nutzung defakto auf Deutschland beschränkt. Die Alternative, um unterwegs emails direkt aufs Gerät gepusht zu bekommen, wäre die Verwendung eines freien MMS-Dienstes wie Nowmms gewesen. Dieser funktioniert beinahe weltweit und bei der Wahl des Datenzugangs herrscht völlige Freiheit. Man hätte also die Roamingpreise der Schweizer Netzbetreiber studieren können und sich evtl. einen preiswerteren CSD-Einwahlzugang heraussuchen können. Dann hätte man nur für ein- und ausgehende MMS/email bezahlen müssen und nicht diesen Wucherpreis von 3,99 Euro pro Datenblock.
Leider scheint sich das Interesse an diesen Möglichkeiten sehr in Grenzen zu halten und mit Nowmms stellt diesen Monat der einzige Anbieter sein Angebot ein.
Grüße,
Lanturlu