Nun, der Grundgedanke, den Opera Mini so anzupassen, daß man auch mit aktuellen Handys den Zugang über die O2 WAP-Flatrate nutzen kann, ist nicht schlecht.
Die Änderung der gespeicherten IP-Adresse ist aber nicht nur widersinnig, da Opera Mini eben ohne den Optimierungsserver nicht funktioniert, sondern auch unnötig, da man auch bei den meisten neueren Handys durchaus einstellen kann, daß die Verbindung über den O2 HTTP-Proxy aufgebaut werden soll.
Das Problem ist nur, daß O2 im Dezember 2004 den Zugang zu seinem Proxy deutlich erschwert hat. Es wird vor allem überprüft, ob im HTTP-Header ein Link zu einer Profil-Datei auftaucht. Darüber hinaus werden wohl auch bestimmte User Agents gezielt geblockt.
Der erste Schritt wäre, herauszufinden wie der von Opera Mini gesendete HTTP-Header im einzelnen aussieht. Dazu müsste man auf seinem PC/Server einen HTTP-Proxy wie Squid oder Proxomitron installieren und im Handy den Internet-APN und die IP des eigenen Proxies eintragen. Wenn hinreichend umfassend mitprotokolliert wird, sollte man die entsprechenden Informationen erhalten.
Wenn der HTTP-Header ausreichend lang ist, könnte man evtl. versuchen, in den Dateien z.B. "Accept-Encoding:" durch "Profile: http://" zu ersetzen, so wie das zum Teil beim Netfront-Browser getan wird.
Schließlich käme es darauf an, ob der O2-Proxy Opera Mini nach dieser Änderung durchläßt und vor allem, ob der Opera Optimierungsserver die Anfragen dann noch akzeptiert.
Also ein sehr langer und harter Weg, auf dem man an verschiedenen Stellen auf unüberwindbare Hürden stoßen kann.
Es gäbe zwei deutlich bessere Varianten:
1. Man bittet Opera, den Opera Mini entsprechend anzupassen, also insbesondere den entsprechenden Link zu einer Profil-Datei aufzunehmen. Ob sie sich darauf einlassen, ist allerdings mehr als fraglich.
2. Man könnte ja auch O2 ganz direkt fragen, ob sie etwas dagegen haben, daß man Opera Mini verwendet und ob sie den Zugang nicht gezielt erlauben wollen. Im Prinzip brauchten sie ja nur alle Anfragen zum Opera-Server unabhängig vom HTTP-Header freigeben.
Da die Kommunikation mit dem Opera-Server sehr effizient abläuft, würden sie ihre Infrastruktur weniger belasten, als wenn ihre Kunden die Seiten mit den eingebauten Browsern aufrufen würden. Diese werden immer leistungsfähiger (Access Netfront 3.x ist mittlerweile auch schon als Standardbrowser auf "normalen" Handys anzutreffen), so daß die Freigabe von Opera Mini aus technischer Sicht eine sinnvolle Entscheidung wäre. Allerdings muss man auch sehen, daß O2 dann die Kontrolle darüber verlieren würde, welche Seiten ihre Kunden aufrufen. Die Netzbetreiber haben ein gewisses Interesse daran, zu sehen, wie der Internetzugang genutzt wird und mit welchen Diensten und Angeboten sie evtl. zusätzliches Geld verdienen können. Zudem verdienen sie derzeit auch daran, daß Opera Mini über die teure Internet-Verbindung genutzt wird, wobei ich aber glaube, daß sich dieser Umsatz in Grenzen hält. Wer bei O2 mit dem Handy ins Internet will, nutzt das Surf&Email Pack. Wenn Opera Mini nicht mit der Flatrate funktioniert, werden vermutlich die meisten auf das Programm verzichten.
Absolut ausgeschlossen ist es also nicht, daß sich O2 entschließt, Opera Mini den Zugang zu ihrem HTTP-Proxy zu erlauben. Es ist nur unwahrscheinlich. 
Grüße,
Lanturlu