Zitat
Original geschrieben von Zeus
Den Artikel finde ich aber auch arg daneben. Thema des Umweltministers ist halt der Umweltschutz. Schlili, Fischer und Struck würden logischerweise eher die Hilfsbereitschaft betonen da es ja in ihr Ressort fiele.
Ich habe den Artikel in der Frankfurter Rundschau nicht gelesen und kann daher nicht beurteilen, was Trittin im Wortlaut gesagt hat. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß er es an Takt hat fehlen lassen. Eine selbstgerechte Haltung ist angesichts dieser Katastrophe mehr als unangebracht. Der CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland dürfte ebenfalls weit über dem weltweiten Durchschnitt liegen, wenn auch nicht so weit wie der der USA. Es ist in der Frage der Klimapolitik leicht, mit dem Finger auf Amerika zu zeigen oder besorgt nach China zu schauen, aber wären wir wirklich bereit, allen Menschen auf der Welt den gleichen Lebensstandard zuzugestehen? Und auf welchen Niveau?
Wer fährt denn alles jeden Tag allein im Auto zur Arbeit? Und ist das dann ein 3-Liter Auto, oder eher ein etwas komfortableres z.B. mit Klimaanlage?
Und wieviele achten beim Kauf eines PCs schon auf den Stromverbrauch?
Der besagte Artikel in Spiegel Online ist allerdings auch in einem unangemessenen und eher böswilligen Ton geschrieben. Was mich daran vor allem stört, ist daß er auch [URL=http://service.spiegel.de/cache/international/0,1518,372425,00.html]ins Englische übersetzt[/URL] wurde. Die zugehörigen [URL=http://service.spiegel.de/cache/international/0,1518,372434,00.html]Reaktionen aus den USA[/URL] werden dann gleich mit veröffentlicht. Dieses Verhalten des Spiegels trägt nicht dazu bei, das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA zu verbessern. Ich habe mich schon manchmal darüber gewundert, welche Artikel sie auf ihrer englischen Seite habe. Darunter waren z.B. häufiger Artikel, in denen es um die wirtschaftlichen Verkrustungen und unser angeblich überdimensioniertes Sozialsystem ging. Warum werden gerade diese Negativeindrücke von unserem Land nach außen vermittelt? Ist es vielleicht doch typisch deutsch, sich gegenüber dem Ausland schlechter zu machen, als man ist? :confused:
So wie Trittin sollte man es allerdings auch nicht machen. 
Und jetzt sollte man den Blickwinkel wieder auf die Katastrophe und die vielen Betroffenen richten.
Edit:
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Original geschrieben von DJ Wisdom
Die Amis sind es z.tl. selber Schuld, die Vorwarnung existierte mehrere Tage, wenn man da nicht die Stadt verlassen kann, bzw. der Staat nicht dafür sorgen kann . . .
Eine tolle Einstellung...
Ich nehme aber an, sollte es in einer ähnlichen Situation dazu kommen, daß Hamburg wegen extremer Sturmflutgefahr oder Teile der Niederlande (nomen est omen!) wegen Deichbruchgefahr evakuiert werden, wirst Du Dich sofort bereit erklären, Evakuierte bei Dir aufzunehmen.
Aber vermutlich wirst Du auch dann noch bessere Argumente finden, warum die Betroffenen selbst schuld sind.
Tut mir leid, das ist sonst absolut nicht mein Stil, aber manchmal muss ich mich schon wundern. 
Worüber ich mich allerdings auch wundern muss, ist, wie mit den armen (in doppelten Wortsinn!) Menschen umgegangen wird, die im Superdome untergebracht sind. Konnte man sie nicht vorher an einen besseren Ort bringen? Und jetzt sollen sie nach den ungeheuren Strapazen, die sie ohnehin schon erlebt haben, mehrere Stunden nach Houston fahren, um dort erneut in einem Stadium untergebracht zu werden. :flop:
Es durchaus nachvollziehbar, daß einige Menschen ohne andere Fluchtmöglichkeit, sich anstelle des Superdomes dafür entschieden haben, zuhause zu bleiben.