Hi!
Wie die anderen geschrieben haben: die Dame ist reif für Therapie bei nem Therapeuten. Wer sich aufkratzt oder ritzt, um die inneren Schmerzen zu überdecken oder sich so überhaupt selbst zu spüren braucht etwas mehr als sich mal ausheulen und aussprechen. Aber das weißt Du ja auch schon ![]()
Erstmal finde ich gut, dass Du sie ansprichst und für sie da sein willst. Ne "Anleitung" hab ich spontan leider nicht parat (zumal mir grad die Zeit fehlt, da was halbwegs qualifiziertes zu überlegen), aber zunächst mal nur da sein, zuhören und ganz banal: Kontakt herstellen, Vertrauen gewinnen. Als Freund ist sicherlich eine gute Strategie, erstmal Dich selbst zu öffnen und von Deinen Gefühlen etc. zu erzählen. Das macht Dich verletzlich und signalisiert Vertrauen(svorschuss). Vielleicht bekommst Du ein wenig raus, was der Hintergrund ist, seit wann sie so ist - wobei da gut etwas so traumatisches hinterstecken kann, dass sie damit eh nicht ganz rausrückt - keine Ahnung. Wenn Du sie in Richtung Therapie bewegen willst: die Feedbackregeln beachten: aufzählen, was Du *wahrgenommen* hast (zwei konkrete Situationen reichen, Generalisierungen vermeiden und in Ich-Form sprechen, also sowas wie "man merkt, dass Du..." iss verboten), schildern wie es *Dir* damit geht (Gefühle beschreiben: Freude, Wut, Trauer, Angst - die können alle auftreten, entsprechend benennen - auch hier: Ich-Form), erst dann Deine Interpretation ("ich habe den Eindruck...", "ich phantasiere...") benennen und das abschließen mit einem Wunsch, den Du an sie hast ("ich wünsche mir, dass Du in der Richtung etwas für Dich tust und einfach mal ein Erstgespräch vereinbarst") - diesen konkret benennen und positiv formulieren - also nicht, was sie nicht mehr machen soll, sondern dass, was sie - nach Deinem Wunsch - machen sollte.
Ok, soweit erstmal, vielleicht schaut ja auch noch der andere Onkel hier die Tage vorbei.
Ansonsten viel Glück und ich finde es sehr gut, dass Du da mit in die Verantwortung gehst! ![]()



