Nachdem das Thema jetzt wieder im "Krieg im Irak"-Thread hochkommt, hier noch einmal ein paar weitere Anmerkungen dazu:
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Original geschrieben von Shani Ace
lest euch mal http://www.stadler-markus.de/files/irak/hufschmid.htm durch
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Bei Terroranschlägen melden sich die jeweiligen Täterorganisationen immer und propagieren ihre Forderungen oder Ideologien (siehe RAF-Terror, Guerillas, Selbstmordattentäter im Nahen Osten, usw.). So hielt es auch Osama Bin Laden.
Das ist m.W. falsch. Für die Anschläge auf die USS Cole und die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania, die Bin Laden jeweils angelastet werden (und wurden), gibt es m.W. kein Bekenntnis - zumindest gab es das lange nicht.
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Schon in der Stunde nach den Anschlägen verkündete Präsident Bush jun., es seien islamische Terroristen gewesen. Nicht nur ihnen, sondern auch den Ländern, die ihnen Unterschlupf bieten, erkläre US-Amerika nun den Krieg. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht die geringsten Beweise, und trotzdem machte Bush überschnell Aussagen von solch weltpolitischer Tragweite.
Das ist leider typisch für die Bush-Regierung, ist daher aber m.E. kein Indiz für eine Mitwisser- oder gar Urheberschaft der Regierung.
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Die CNN unter Chef Walter Issacson waren so schnell zur Stelle, daß sie den zweiten Einschlag bereits live senden konnten. Später zeigten sie auch die Filmaufnahmen eines Amateurs, der den ersten Einschlag zufällig gefilmt hatte. Er hatte ein Flugzeuggeräusch gehört und begann zu filmen. Aber er richtete die Kamera nicht in Richtung Flugzeug, sondern auf den Nordturm des WTC, so daß das Flugzeug vor seiner Linse in den Turm flog. Welcher Amateur würde überhaupt auf ein Flugzeuggeräusch reagieren und nähme dabei noch mit solch treffender Voraussicht gerade den richtigen WTC-Turm in den Brennpunkt?
Zwischen den beiden Einschlägen lag ja ca. eine viertel Stunde - für US-Medien mit Sicherheit ausreichend Zeit in einer der bedeutendsten Städte, auf eines der bedeutendsten Gebäude eine Kamera zu richten und live berichten zu können.
Der Einschlag des ersten Flugzeugs wurde nicht von einem Amateur gefilmt, sondern von einem Team, das eine Dokumentation über die New Yorker Feuerwehr drehte. Dasselbe Team hat die Rettungsarbeiten dokumentiert, der entsprechende Film hat Auszeichnungen erhalten und wurde auch von der ARD (ich glaube nur) in Teilen gezeigt.
Zu Punkt 6 hab ich woanders schon mal eine andere Interpretationsmöglichkeit beschrieben.
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Innerhalb einer Stunde vier Großraumflugzeuge zu entführen, dies erfordert einen Grad an Organisation und Komplexität, die keine Terrorgruppe vom Ausland her zustande bringen kann. Es mußten sämtliche Sicherheitssysteme ausgetrickst werden, kein Geheimdienst (FBI, CIA, Mossad, ect) durfte davon erfahren, was aber praktisch unmöglich ist (es gibt Satellitenüberwachung, Observation von Telefon- und Internetkommunikation usw.), vor allem wenn die Koordination von Arabien oder Afghanistan ausgegangen wäre.
Inzwischen ist gesichert, dass die Geheimdienste und Sicherheitsbehörden Anhaltspunkte für den Anschlag hatten, nach offizieller Darstellung wurden sie unterschätzt, falsch eingeordnet, der Zusammenhang wurde nicht gesehen. Ich halte es auf jeden Fall für möglich, einen solchen Anschlag zu planen und durchzuführen, ohne großes Aufsehen zu erregen - sicher nicht einfach, aber möglich.
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Fliegen American Airlines (AA) und United Airlines (UA) immer mit so wenigen Passagieren? Dann wären sie längst pleite!
Amerikanische Fluglinien hatten bereits vor den Anschlägen mit größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen - danach gab es ja auch Insolvenzen, trotz großer Zuschüsse der US-Regierung. Dennoch: Ich weiß nicht, wie mit relativ leeren Flugzeugen üblicherweise verfahren wurde.
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Für die Anschläge waren Boeing-Flugzeuge mit großen, vollen Tanks (45 000 Liter Kerosin pro Flugzeug) nötig, aber sie mußten größtenteils leer sein, nicht aus Gründen der Menschlichkeit, sondern damit die Terroristen nicht von 289 oder 351 Personen überwältigt wurden. Dies war eine reelle "Gefahr", die beim 4/5-leeren Flug UA 093 tatsächlich eintraf, denn in diesem Flugzeug wehrten sich die Passagiere, und es kam zum vorzeitigen Absturz.
Reell ist die Gefahr, aber für die Flugzeuge, die zuerst einschlagen sollten, praktisch Null. Noch nie gab es solche Entführungen - wie sollen denn die Passagiere damit rechnen können?
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Ein paar Tage nach den Anschlägen wurde die Namen veröffentlicht, die auf den Passagierlisten der vier Flugzeuge als Terroristen identifiziert wurden, darunter vom FBI gesuchte Terroristen wie Atta, Alomari usw. Dies würde bedeuten, daß alle Terroristen ihre Tickets mit ihren eigenen Namen
Nach offizieller Darstellung lag das an einer miserablen Kooperation der verschiedenen Sicherheitsbehörden.
Das waren die ersten neun Punkte.
Mir ist bewußt, dass ich nicht alles entkräften kann - auch ich mache an einigen Stellen durchaus Fragezeichen...