Zitat
Original geschrieben von Frank
... gelöscht da wohl ein Missverständnis zwischen derAL und mir vorlag.
Ich bedanke mich bei Dir, dass Du Deinen Beitrag nach einem klärenden Austausch über PN zurückgenommen hast.
Deshalb möchte ich auch nochmals in aller Deutlichkeit öffentlich klarstellen:
Zu keinem Zeitpunkt habe ich Frank konkret persönlich gemeint, ihm persönlich etwas zum Vorwurf gemacht und/oder in irgendeiner Form diskreditieren wollen. Sofern daraus der Eindruck entstanden ist -auch wenn das nicht in meiner Absicht stand- bedaure ich dies.
Gleiches gilt im übrigen auch für Applied und einige andere, jedoch nicht uneingeschränkt für alle.
Dazu noch abschließende Gedankengänge, von denen ich hoffe, Frank, dass Du sie annehmen und mit einem guten Gefühl mittragen kannst:
Man kann unterschiedlichster Meinung sein und dabei auch sehr konträre Positionen vertreten. Es dient der anregenden Diskussion manchmal mehr als eine bloße konsensuale Debatte. Jedes Argument sollte dabei die Gedanken des anderen ergänzen und/oder dabei helfen, diese abwägend weiterzuentwickeln. Man könnte es auch 'reflektieren' nennen. Und dazu ist sowohl Zustimmung, Ablehnung oder die Infragestellung hilfreich.
Gleichwohl sollte die Diskussionen dabei keinen Ton annehmen, der 'Klischees bedient', die nicht mehr tragbar sind. Deshalb sollten alle Diskussionsteilnehmer penibel darauf achten, keine Klischees derer zu bedienen, die wir vermutlich (und hoffentlich auch) alle ablehnen. Das gelingt umso besser, je weniger man sich deren Argumente oder Argumentationsmuster bedient. Natürlich kann das auch unbewusst entstehen, obwohl man das gar nicht möchte oder im Sinn hatte.
Ich kann verstehen, dass viele unter Euch Ängste vor dem Fremden haben, gerade angesichts des hohen Zustroms entwicklen oder aus persönlichen Erfahrungen im privaten/beruflichen Umfeld, welche man als negativ bezeichnen kann. Auch die Terrorakte in Paris tragen dazu bei und es werden wohl auch nicht die letzten Anschläge in diesem asymmetrischen über die Landesgrenzen hinausgehenden Krieges sein. Dennoch sollte man diese nicht zum Anlass nehmen, Generalisierungen, Tilgungen oder Überzeichnungen im Sinne der Verzerrung bewusst oder unbewusst anzuwenden, welche die Situation derer zusätzlich belasten, die tatsächlich Not und Leid erfahren haben. Das kann nicht im Sinne einer modernen Humanität sein.
Die durch uns geführte Diskussion soll dabei helfen, auch diese völlig normalen Verhaltensmuster und psychologisch individuellen Strategien gemeinsam im Sinne einer Community zu reflektieren. Um letztlich alle gemeinsam zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Wahrheit irgendwo zwischen den beiden konträren Positionen liegt.
Ich wünsche uns daher allen, dass wir sachlich, ernsthaft aber auch frei von Ideologien oder bewusst/unbewusst 'geliehenen Ideologien' anderer diskutieren. Und, dass wir uns gegenseitig darauf ebenso konstruktiv hinweisen, wenn dadurch Missverständnisse entstehen. Damit wir sie ausräumen können und uns keine ungewollten persönlichen Wunden zufügen. Nur so können wir hier meiner Meinung nach sachgerecht diskutieren. Und genau so sollten wir auch weiter diskutieren.