Beiträge von derAL

    Ich sage ja, Frank: Wenn sich diese dunkle Seite deutlich aufhellen würde, wäre Apple für mich (auch wieder) eine Alternative. Diese Seite würde sich aber wahrscheinlich nur dann aufhellen, wenn Apple einen deutlichen Wettbewerbs- oder Regulierungsdruck erfahren würde. Der erste Druck hat zugenommen. Und plötzlich erleben wir etwas Bewegung, auch im derAL-positiven Sinne.

    So ist es, harlekyn.


    Ich glaube, dass man die Dimensionen (gerade auch politisch) unterschätzt, die es bereits jetzt hat. Es geht um einen Milliardenmarkt mit milliardenschweren Rechten, für die bezahlt wurde. Und die Prognosen für diesen Markt gehen in den nächsten Jahren signifikant nach oben.


    Der Vorteil für die Content-Anbieter: Es existiert für diese Situation nichts mal ein Problembewusstsein, da gefühlt 98% keine AGB's lesen.

    Job war eine brillante Persönlichkeit, welche die Software-, Computer-, Medien- und Mobilfunkwelt revolutionierte. Ich zolle Jobs meinen ausdrücklichen Respekt und hätte mir gewünscht, dass er noch lange in den Branchen seine Duftmarken gesetzt hätte. Jede Keynote und jedes Interview war für mich immer ein Highlight, welches ich vollständig genoss. Das ist keine Frage. ICh galube auch, dass hier überwiegende Einigkeit besteht.


    Mein persönliches Problem aber, das ich mit Jobs Persönlichkeit und damit mit Apple hatte bzw. immer noch habe, war die negative Eigenschaft des Kontrollfreaks, der überall als letztes entscheiden wollte, so auch innerhalb der UI und des Ökosystems und somit letztlich auch beim User.


    Was darf der User, was nicht? Welche Medien darf er konsumieren, welche nicht? Und so weiter. Wer darf im App-Store Apps verkaufen, wer nicht? Hätte es das bei Apple nicht gegeben, wäre mein persönliches Votum anders ausgefallen. Bei den signifikanten Erfolgen von Apple war ich anfänglich seit dem iPod Mini auch regelmäßig dabei und habe mir eigentlich jedes Jahr neue Gerätegenerationen (meistens drei unterschiedliche iPods) gegönnt.


    Das erste, was mir damals nicht gefallen hat, waren die deutlichen Preis-Spreads zwischen den Speicherplatzgrößen der Endgeräte.


    Nachdem ich bei Apple (als Musik-Freak) sehr viel Musik konsumiert habe, war das für mich ein No-Go. Erst recht nahm ich Abstand, als sich die amerikanische Prüderie immer mehr auch in den Medien-Content-Produkten durchzog. Wer sich mal eine CD von Iggy Pop bei iTunes kauft, weiß, was ich damit meine. Das war für mich ein zu heftiger Eingriff, zumal es einer Frechheit gleichkommt, Werke von Künstlern derart zu verfremden, dass man nur noch piep-piep-piep hört, man aber dennoch dafür ein volles Entgelt berechnet. Diese Kontrolle und das respektlose Verfälschen oder Aussieben von Medien-Inhalten zu Lasten von Künstlern war für mich der Punkt, von Apple Abstand zu nehmen. Kunstfreiheit ist zumindest in Deutschland immerhin ein Grundrecht. Es würde mich auch nicht wundern, wenn Apple irgendwann eine Kunst-Bibliothek-App herausbringt und Werke von Picasso, Dali oder Egon Schiele verändert, weil an der einen oder anderen Stelle ein Busen herausblitzt, indem es nachträglich Kleidungsstücke im Stile des Künstlers einfügt.


    Dann kam DRM-Free, wo man seine alten gekauften Scheiben nachträglich gegen ein horrendes Entgelt freischalten konnte (ich z. B. für 190 EUR), aber nicht durchgehend. Meine 50 Scheiben von Frank Zappa sind seit Jahren unverändert immer noch DRM-gefangen. Bei Apps zog sich die Kontrollhaltung Jobs weiter durch und letztlich auch beim iPhone. Bluetooth-Übertragungen von Content (Fotos etwa) - nicht erlaubt etc.. Regelmäßig gab es Ausschlüsse aus den App-Stores, Eingriffe etc.


    Wenn Apple sich von dieser dunklen Seite Jobs lösen würde (keine Eingriffe in Content, keine Ausschlüsse von Content und keine irrationalen Preis-Spreads in den Produkten), dann wäre Apple für mich wieder auf der vollen Watchlist. Derzeit kann ich es mir nur beim iPad vorstellen, allerdings nur deshalb, weil ich hier eher die Praktikabilität im Urlaub sehe, wo man bequem im Flugzeug, am Strand, am Pool oder in der Hotelanlage mal surfen und seine Mails checken kann.


    Auch sind einige Fragen noch nicht in meinem Sinne geklärt: Mal angenommen, Person 1 kauft sich im Leben 3.000 Musikalben von iTunes = 30.000 EUR sagen wir mal und verstirbt. Wie ist die Rechtslage? Kann dann Person 2 (z. B. Deine Frau (oder Deine Kinder)) die Musik weiter hören? Nach meinem letzten Stand 'Nein'. Denn das Recht am Content erlischt mit dem Ableben. Mit einer CD ist das anders. Das ist aber eine grundsätzliche Herausforderung für die Medienbranche, die allerdings von Apple als Branchen-Primus locker endgültig geklärt werden könnte. Die Zeit wäre auch deshalb mehr als überfällig, weil sich Apples Vision eines digitalen Geschäftsmodells durchgesetzt hat und sich die Ausgabengrößen sich in den nächsten Jahrzehnten pro Nutzer sukzessive und signifikant erhöhen dürften. Und Apple dominiert den Content-Markt.


    Und mal vom Beispiel ausgehend: 30 TEUR wären schon relevant für eben eine solche Klärung, wie ein digitales Erbrecht aussehen sollte. An der Stelle würde mich die Einschätzung unseres Haus-Juristen/Syndikus Timba brennend interessieren, wie er die Sachlage einschätzt und welche Meinung er hierzu hat. ;)

    Vodafone hat keine Zeitspanne benannt. Auch hat er keinerlei von dem, was ihm ständig vorgeworfen wird, behauptet.


    Ich würde es begrüßen, wenn das Spektakel gegen ihn nun endlich eingestellt wird, alle wieder in den gepflegten Normalmodus übergehen und zurück zum eigentlichen Thema kommen. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Vielen Dank dafür vorab.

    Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Klar du nicht, aber wenn mal jemand anders dein Gerät bedient, oder wenn du mal genügend Apps hast, kann man schon mal vergessen für was dieses oder jenes Icon noch gleich war... ;)

    Das kam noch nie und kommt auch in Zukunft nicht vor. It's my device.


    Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Du hast nicht Verstanden, worauf ich hinaus wollte, in der pull down bar belegt das Icon/die App, wie im übrigen auch deine "Battery" App mit allen Funktionen KEINEN Platz auf dem HS, ist aber doch bei Bedarf leicht zu erreichen ;)


    Aber die pull down bar steht ja schon seit langem auf der Agenda von WP, aber selbst wernn sie mal da ist, lässt sie sich bestimmt nicht frei konfigurieren....


    Die pull down bar gibt es in iOS auch seit 2007 nicht. Sie kommt erst mit iOS 7 am 10.09.2013. Sie war bisher auch nicht entscheidend. Ebenso wenig wie NFC.


    Zitat

    Original geschrieben von testi100
    Es ist wie es ist, WP hinkt in Punkto Funktionen immer den anderen hinterher, und solange das so ist bleiben sie halt was sie momentan sind - ein Nischenprodukt, was aber nicht im Sinn von Nokia sein kann...

    Was man z. B. besonders bei der Kameraqualität bzw. -software und bei HERE sehen kann? Eine Notification und andere Funktionen werden noch kommen. Genauso wie S/MIME und Co. Die Funktionen, die Du vermisst (u.a. webDAV, VPN, upnp) werden von mind. 90% aller User nicht genutzt. Frage ist auch, mit wem Du das vergleichst. Mit iOS sicher nicht, da es nicht so flexibel wie Android ist. Dafür ist Android durch etliche Custom-Roms fragmentiert, da viele der Hersteller ihren eigenen Senf beisteuern. Das führt auch zu teilweise stockenden Apps, da die Hardware- und Software oftmals nicht so toll abgestimmt ist. Dazu kommt die fragwürdige Rolle von Google, die Übermittlung privater Daten und die nicht opimale Möglichkeit des Users, selbst zu bestimmen, welche Daten gesammelt werden dürfen. Deswegen ist Android für mich nichts. Deswegen vergleiche ich mit iOS. Und hier betrachte ich es als attraktive Alternative.