ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Jochen
Ich kann nur soviel sagen: in Europa hätte ein Verteidigungsminister zurücktreten müssen, wenn er eine solche Äußerung wie Rumpsfeld gebracht hätte. Aber die USA dürfen sich alles leisten.
Ich kann nicht ssagen, daß ich stolz bin, Europäer zu sein. Ich bin als Europäer geboren. Das ist keine besondere Leistung!
Aber ich finde, wir Europäer können stolz drauf sein, was wir nach dem 2.WK alles auf die Beine gestellt haben. Vor 60 Jahren sah Europa noch ganz anders aus.
Trotz allem glaube ich aber nicht, daß wir Europäer wirklich geeint sind. Uns verbindet viel, erst recht, wenn man uns mit anderen Kontinenten vergleicht. Aber eine großartige Verbundenheit zwischen Deutschen und Portugiesen oder Franzosen und Schweden kann ich jetzt nicht erkennen. Ich beziehe das jetzt auf die Bevölkerung. Selbst die viel gelobte deutsch- französische Freundschaft ist doch für die Bevölkerung direkt fast gar nicht von Alltag geprägt. Während vielleicht im Saarland und in grenznahen Teilens BaWüs Frankreich ganz nahe ist- in vielerlei Hinsicht - ist das in Rostock oder in Hamburg und Dresden doch völlig anders. Gut, in Frankfurt/ Oder gibt es eben den Kontakt nach Polen und bei uns wiederum nicht. Oder in Bayern Kontakt zu Österreich oder Tschechien. Aber auch das zeigt, daß die Kontakte keineswegs einheitlich stark sind.
Politisch gesehen finde ich es gut, daß Europa beginnt, ein ausgleichendes Gewicht zu schaffen. In dieser eigentlich monopolaren Machstruktur ist das dringend nötig. Sie ist nicht wirklich monopolar, denn China und Russland sowie die Atomstreitmächte bilden nochmal einen eigenen, mehr oder minder großen Pol. Aber einigen Atomstreitmächte gehören zu Europa.
Ich bin der Ansicht, daß Europa was Verteidigung und gemeinsame Außenpolitik angeht genau auf dem richtigen Weg ist. Die USA müssen merken, daß wir nicht ihre Marionette und Befehlsbefolger sind, bei aller Freundschaft und Partnerschaft. Wie zwischen zwei Menschen besteht Partnerschaft nicht aus unterwürfiger Ergebenheit, sondern aus gegenseitigem Respekt und Toleranz der Meinung und der Persönlichkeit dem anderen gegenüber. Die USA verhalten sich so gesehen wie ein Macho. Und ich würde eher das als altmodisch bezeichen!
recht hast du
und ich glaube das hauptproblem in der einheit ist der euro
er kam einfach zu früh bzw. in der falschen reihenfolge
als erstes hätte es gemeinsame pässe geben müssen (nicht einen bei dem EU in der ecke steht sondern EU in der mitte und z.b. deutschland frankreich etc. klein drunter)
durch den euro der fast in ganz europa zum Teuro geworden ist hört man zur zeit mehr "scheiß europa" als "hey geil was hier in europa passiert"
und das ist das problem
die leute wollen ihre währungen wieder zurück und hätten am liebsten keine eu (weil sie dadurch plötzlich weniger geld haben)
sprich es geht wieder etwas auseinander
und das bevor es überhaupt zusammengekommen ist ![]()