Beiträge von CK-187

    Zitat

    Original geschrieben von DannyTT
    Ich weiß nicht, aber vielleicht sollte / kann man mit einer Gesetzesänderung veranlassen, dass Griechenlands stinkreiche Reedereien statt 0 % dann mal 1% Steuern zahlen, oder muss man die von der Armut bewahren?
    Schon mal was gehört, dass die steuerbefreiten Reedereien bei der Umsetzung von Sparreformen 'berücksichtigt werden'?
    Zu komisch ...


    Nicht komisch, Sinnlos.
    Die Reeder zahlen nach internationalem Recht ihre Steuern in den Ländern mit deren Flagge sie unterwegs sind.


    Klick klack kluck.


    Wie oft noch?

    Ich könnte wetten das in der Woche vor dem Referendum und den Tag danach die Telefonleitungen diverser Großmächte geglüht haben. Möglicherweise wurde Tsipras vorgeschlagen das Bauernopfer der Geschichte zu werden (er sagte ja er würde wirklich alles für Griechenland tun), ein neues Memorandum, Neuwahlen, unsere Freunde kommen vielleicht auch wieder an die Macht und in einigen Monaten, wenn wir auch dem letzten Hansel klar gemacht haben dass das Programm von Anfang an falsch war gibt's einen Schuldenschnitt. Und vielleicht ist Varoufakis genau deshalb zurückgetreten, I'll be back und so. ;)


    Wenn der IWF sagt die aktuelle Last übertrifft die Tragfähigkeit und es führt kein Weg an einem Schuldenschnitt vorbei dann hat das auch was zu bedeuten. ;)

    Das ist wahr, allerdings muss dort vorher einiges passieren.
    Diverse Reformen sind wichtig, andere sind untragbar. In Deutschland hat man Strom privatisiert, seitdem behandelt man Strom fast schon wie ein luxuriöses gut. Man hat künstlich die Preise nach oben getrieben, hat Glück gehabt das in Japan der Tsunami war und schon kann man es großen Teilen der Menschen verkaufen. Dabei dürften 90% der Preissteigerungen einzig der Rendite dienen. Die Bahn, die Post, beide starten finanzielle Massengräber im Ausland, sorgen für kurzfristige Aktiengewinne und für die Belegschaft ist kein Geld da. Und wie der Bahn Thread beweist gibt es auch hier wieder genug dumme die das rechtfertigen.


    Einiges davon könnte in Griechenland genau so klappen, wäre zwar genau so dämlich wie hier aber sei es drum. Einiges funktioniert aber nicht, wenn Gewinne über der Pflicht stehen weil sie nicht rentabel ist dann ist der Staat gefordert. Sorry aber genau für so etwas bezahle ich meine Steuern und nicht damit irgendwelche fetten Schweine noch fetter werden. Und da Griechenland zu einem Drittel aus Inseln besteht ist die Situation eine ganz andere.


    In Deutschland wurde des privatisiert wegens privatisiert. Das verlangt man auch vom Ausland aber ist dabei anscheinend blind.

    Das stimmt, nur wird das auf Dauer zu nichts gutem führen.
    Dann fängt es klein klein an und ehe man sich versieht steckt man in einem kalten Krieg innerhalb der Eurozone.


    Ich sehe seit geraumer Zeit gewisse Parallelen zum Thema über den Verhältnissen leben auch in Deutschland. Bestes Indiz dafür ist die Werbung im TV. Diese wird dominiert von Handys, Autos und Krediten. Wie in Griechenland vor einigen Jahren auch. Und wenn ich mir die Generation um die 20 ansehe, von denen kaum einer ein ausgeglichenes Konto hat, von denen kaum einer einen Job hat in dem er alt wird dann sehe ich das selbe Problem in einigen Jahren auch hier.


    Und hier wird die Hölle los sein da sich die Menschen schon länger Dinge auf pump kaufen. Sprich, sie sind dem nicht so abgeneigt und skeptisch wie (sie es mal) in Griechenland(waren).

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Gerade Recht, Ordnung und die daraus entstehende "Organisation" haben dafür gesorgt, dass es Deutschland wirtschaftlich so gut geht. Und das Fehlen derselben haben dafür gesorgt, dass Griechenland in der Misere ist, in der es nun steckt.


    Sie haben auch dafür gesorgt das so manch Autofahrer am liebsten jeden Tag seinen Nachbarn erschießen will anstatt mit ihm zu reden ;)
    Menschlich betrachtet...Fail. Und da die meisten von uns ja Menschen sind sollte das irgendwo berücksichtigt werden.


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Ist nicht ein Haupt-Problem der Eurozone, dass stark divergierende Länder ein- und denselben "Gesetzen" unterworfen werden?


    Wäre man vorher Vernünftig hätte man das Problem heute nicht ;)



    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Ich stimme dir insofern zu, als dass keine Blaupause für diese Länder geschaffen werden sollte.
    Mit der Absicht der "Demütigung" und dem Willen des "Regimewechsels" hat das in meinen Augen dennoch zumindest nicht wirklich (primär) was zu tun. Ein "Abschreckungsmotiv" sehe ich dagegen durchaus.


    Das ist ja der entscheidende Unterschied
    Abschreckungs- vs. Demütigungsabsicht.



    Absicht spielt keine Rolle, das ergebnis zählt und das ist selbst über Demütigung weit hinaus.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Griechenland hat bis dato schon ein Vielfaches der Deutschland aus dem Marshall-Plan zur Verfügung gestellten Mittel erhalten.


    Wie hätten die USA und Andere wohl reagiert, wenn Deutschland über Jahrzehnte hinweg dreist immer weitere Hilfsgelder verlangt hätte, ohne das Land zu reformieren?


    Das wäre die Frage, die man im Vergleich zu Griechenland stellen muss.



    Gerade dieser Satz ist Bullshit in seiner reinsten Form.
    Deutschland hat so viel erhalten wie es nötig war eine ganze Weile seine Ruhe zu haben und zu arbeiten. Das waren damals 60% seiner Schulden. Wären nur 30 nötig wären es 30 geworden, 100? dann 100.


    Griechenland hat immer ein kleines Bisschen bekommen das gerade gereicht hat um Zinsen zu zahlen ohne das was bleibt mit dem man arbeiten kann.


    Und glaub mir, hätte man sich gestern z. B. zu einem Schuldenschnitt ohne Auflagen geeinigt hätte ich noch mehr gepoltert als jetzt. Einfach weil kein Plan besteht bzw. niemand dafür bereit ist. Dann wäre Griechenland wirklich in paar Jahren wieder da wo es jetzt ist. Und tsipras würde Krawatte tragen ;)
    Will man Griechenland helfen braucht es mehr, vor allem braucht es das anders. So macht man sich nur Feinde ;)


    Edit was Reformen von Deutschland betrifft: ein total zerstörtes Land dessen gesamte Führung entweder mit Kugel im Kopf oder in hängendem Zustand ist, reformiert sich zwangsläufig von selbst. Zumal die Industrie bereits vorhanden war. Die jetzige Kriese ist einzig dem Wachstum geschuldet.


    Hoffentlich treibt es Europa komplett in die Kriese.

    Wisst ihr was euer Problem ist?
    Das Recht und Ordnung über Gerecht, Vernunft und ganz besonders Anstand steht.
    Deswegen gibt es in Deutschland auch für jeden Mist ein Gesetz. Gesetze die in vielen Teilen der Welt unnötig sind da sie mit Vernunft oder Anstand kollidieren. Aus diesem Grund machte man dem deutschen Volk am Ende des zweiten Weltkriegs auch keinen Vorwurf was die Verbrechen der Nazis betraf. Die Nazis hatten so viel dokumentiert dass es gereicht hätte das ganze Volk zu hängen. Das tat man nicht nur aus den weitläufig bekannten Gründen nicht, sondern war auch der Tatsache geschuldet das "der Deutsche" einen "Führer"* braucht


    Regeln und Gesetze sind dehnbar, man kann sie nach belieben ändern und was heute Recht ist, kann morgen Unrecht sein.
    Auf Anstand trifft das nicht zu. Würde man in den 50er Jahren ebenfalls so denken wären die meisten hier nicht da. Und das soll keiner vergessen.


    *Achtung: damit meine ich jetzt nicht den Speziellen sondern jemand der den Kurs angibt.