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Original geschrieben von BigBlue007
Das ist zumindest in dem Bericht so nicht herausgestellt worden.
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Ich bin nach wie vor überzeugt, dass sowohl Ermittlungsbehören als auch das Gericht sich hier dem Druck der Medien gebeugt haben. Seine Verurteilung hat der Mann der Bild zu verdanken...
Natürlich steht es jedem zu eine Meinung zu haben, auch wenn er nur einen Bruchteil der Fakten kennt. Allerdings beugt man sich natürlich genauso den Medien, wenn man seine Meinung auf eine Doku aufbaut, die wie du ja selber zugibst, scheinbar tendenziös und selektiv berichtet hat, da sie ja Indizien welche die Zweifel entkräften offensichtlich nicht erwähnt hat.
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Und genau da liegt das Problem: Wenn die Schuld eines Angeklagten nicht ZWEIFELSFREI feststeht, dann darf er eigentlich nicht verurteilt werden...
Wenn ein Zeuge 30 Sekunden nach einem lauten Schuß den Angeklagten mit der Tatwaffe neben der Leiche stehen sieht - wäre das (wirklich) ZWEIFELSFREI? Wie ein jeder Krimi-Zuschauer weiß, gibt es genug unschuldige Idioten die wenn sie an den Tatort kommen, erstmal die Tatwaffe in die Hand nehmen, sich mit dem Blut des Opfers beschmieren, gucken und rumstehen bis ein Zeuge kommt. 
Spaß beiseite, es dürfen eben keine Zweifel mehr bestehen, aber da ist nunmal immer subjektivität beinhaltet - aber hier haben sich immerhin zwei Gerichte in der gleichen Weise entschieden. Was bei einem Indizienprozeß zumindest schonmal eine erwähnenswerte Sache ist.
Ich zitiere mal andi2511 der es ganz schön auf den Punkt gebracht hatte:
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wie schon jemand sagte ist es immer außerordentlich schwierig, ohne Sachkenntnis und Akteneinsicht eine juristische Frage so definitiv zu beantworten, wie es hier manche tun.
[...]
Daß die Beweisführung in einem reinen Indizienprozeß meistens sehr schwierig ist und ein Urteil, welches nur auf Indizien beruht nie ganz glücklich ist und auch in diesem Fall Fragen bleiben, ist leider tatsächlich so. Allerdings beruhen Urteile in Indizienprozessen auf einer Kette von Indizien (und nicht nur auf einer Zeugenaussage o.ä.), die aneinandergereiht vernünftige Zweifel nicht zulassen und für das Gericht war das eben offensichtlich der Fall.
edit: Sehr gut zum Thema hier, passt Kurosawa's Film Rashomon (mehr...), der sich trotz seines Alters erstaunlich gut gehalten hat, und der das Thema von unterschiedlichen, sich widersprechenden (subjektiven) Wahrheiten beleuchtet.