Beiträge von Sencer

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ich konnte mir jedenfalls nie vorstellen, dass meine vor vor vor ... fahren mal Affen waren und noch weiter zurück aus dem wasser gekrabbelt sind.


    Wohingegen es offensichtlich kein Problem ist für dich zu anzuerkennen, dass ein jeder Mensch, aus einer einzigen Zelle entstanden ist, die sich durch Teilung zu einem Embryo und später zu eine Fötus, und schließlich irgendwann zu einem > 1,60 m (naja die meisten, nicht jeder) großen Mensch entwickelt. Und dass in weniger als 20 Jahren - ohne göttliche Intervention. Oder hast du hierzu auch eine alternative Theorie parat? Würdest du deine schwangere Frau auch einem Arzt anvertrauen, der überzeugt ist, dass Menschen nicht aus einer Zelle entstehen, sondern weil Engel Frauen Babys in den Bauch zaubern?




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    xoduz schrieb:
    Beispiel hier vielleicht: Die Treue zwischen Mann und Frau. Dürfte eher nicht natürlichen Ursprungs entstammen, sondern vom Menschen selbst erfunden worden sein. Und dass da die Kirche mitgemischt hat ist wohl unbestritten.


    Auweia, und was ist mit den zahlreichen Tierarten (bspw. die pinguine und andere Vogelarten) bei denen Päärchen ebenfalls in einer monogamen Zweier-Beziehung leben? Es gibt auch zahlreiche homosexuelle, monogmae Pinguin-paare die in amerikanischen Zoos beobachtet wurden und werden. Ist das auch menschengemacht? Ebenfalls unbestritten, dass die Kirche da ihre Hände im Spiel hatte?


    Für kaum eine Verhaltensweise von Menschen die als moralisch angesehen wird , bei der man zwingend einen kirchlichen oder religiösen Einfluß braucht um sie zu erklären.


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    es wird nur zum einen mehr darüber berichtet (hier ein ähnlicher Effekt wie bei der angebl. Klimaerwärmung - es wird eben stärker wahrgenommen)


    Du scheinst ja selber mit manchen Wissenschaften auf Kriegsfuß zu stehen. Auch bei der Klimaerwärmung gilt ähnlich wie bei der Evolutionstheorie, dass es im Rahmen der Wissenschaft keine größeren Kontroversen zu diesen Thema gibt. Die Kontroversen finden in den Medien und in der Politik statt, wo unterschiedliche Interessen (teilweise eben finanzielle) aufeinander treffen.

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    Original geschrieben von DeusExMachina
    Weil dieser Wahlkampf - noch deutlicher als früher, obwohl die Tendenz natürlich auch schon vor 1998 existierte - davon geprägt ist, dass ein zentrales Thema diskutiert wird, nämlich die Steuerpolitik. Und hierbei auch wiederum nur die Ideen eines "Lagers", nämlich der CDU (die FDP kommt ja nicht wirklichin der Diskussion vor).


    Wenn du unbedingt darauf bestehst, einander Plattitüden zuzuwerfen:
    2002 hat die Union in erster Linie damit Wahlkampf gemacht, dass sie nicht die SPD ist. Es waren kaum Konzepte auf dem Tisch, und es wurde nur Angst geschürt und Untergangsstimmung geschürt. Geredet wurde da auch nicht über Inhalte der Union, sondern nur was alles grausame passieren wird, wenn Rot-Grün tatsächlich weiterregieren sollte.


    Selbst dieses Jahr beim Kanzlerduell hat sich Frau Merkel in ihrem Reagan-esquen Schlußwort darauf beschränkt zu sagen: Wir sind nicht die SPD. Wenn irgendwie, irgendwas nicht supi für sie war, dann wählen sie uns die Nicht-SPD.


    Dann wird immer gerne davon geredet, dass rot-grün 5 Millionen Arbeitslose "produziert" hätte, wo doch jeder weiß, dass die größten Anstiege vorher zu Zeiten der Union waren, und dass ein beträchtlicher Anteil der Steigerung bspw. auf diejenigen Leute zurückgeht, die aus der Sozialhilfe in die Arbeitsvermittlungsstellen geholt wurden - und das wurde von der SPD zusammen mit der Union beschlossen.


    Und so könnte man jetzt noch stundenlang weiter machen und Wahlkampfrhetorik rezitieren und warum diese falsch ist. Der Punkt ist: Es wird keine der Parteien schlechter abschneiden als die anderen. Wenn du das glaubst, dann nur wegen deiner politischen Brille die du aufhast.


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    Kurzum, weil Schröder diesen Aspekt, auf den wir uns offenbar ja sogar einigen können, imho sehr deutlich erkannt hat und mit einer bisher unerreichten Konsequenz in seinem Wahlkampf einsetzt.


    Wir können uns darauf einigen, dass das die Beraterstäbe aller Parteien erkannt haben, und alle Parteien gleich engagiert versuchen diese Mittel einzusetzen. Dass es anders unmöglich ist, hat auch die Praxis schon gezeigt. Schlag doch einfach mal "Michael Dukakis" nach, und schau dir den Verlauf des Wahlkampfs und das Ergebnis an, dann sollte alles klar sein.
    Dass nun Schröder in dieser Richtung effektiver sein mag als Merkel kann gut sein, aber ist eben überhaupt kein Grund seine Entscheidung darauf zu stützen. Denn wenn es dir wie du vorgibst um Inhalte geht, dann dürfte es eben überhaupt keine Rolle spielen, und auch keinen opferbonus für die Merkel geben.



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    Aber es ist diese Art des Wahlkampfes, die gar nicht mehr erst versucht mit Argumenten für eigene politische Konzepte zu werben, die mir die Galle hochtreibt.


    Yepp, so ist Politik. Mir kommt auch die Galle hoch, wenn ich die Merkel längere Zeit in einer der Wahlkampfsendungen hören muß, wie sich rumwindet und anstatt auf Fragen der Reporter zu antworten starr ihre Liste mit Talking-Points runterleiert. Dabei hat auch die Union durchaus politiker in ihren Reihen, die nicht diese negativen Reflexe auslösen, und die sicherlich erflogreicher gewesen wären in einem Wahlkampf. Aber in der Union, wie in jeder großen Parteien, sind es eben innerparteiliche Machtkämpfe welche letztlich die Kandidaten hervorbringen, und nicht eine neutrale Auslese der fähigsten Kandidaten.



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    so dient gerade unsere Diskussion hier gerade vielleicht dazu, dass sich der ein oder andere mal Gedanken darüber macht, warum er so oder anders wählen will. Ich hab selbst in meinem direkten Umfeld leider schon von ansonsten durchaus sehr intelligenten und gebildeten Menschen eben solche "Argumente" (besser: Vorwände) für ihre voraussichtliche Wahlentscheidung gehört


    Ja, allerdings führt dieses Gedanken machen incht dazu, dass die Leute zu derselben Entscheidung kommen wie du. ;)


    Du solltest genug soziale Kompetenz besitzen, dass das was Menschen (auch Intelligente) über die Begründung ihrer Wahlentscheidung sagen, nicht den Prozeß ihrer Entscheidungs findung widergeben muß. Wenn ich von Leuten mitbekomme, dass sie immer nur in eine Richtung wählen, und wenig tolerant sind, dann sag ich denen auch bewußt Dinge, um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, da ich mir nicht ihre Propaganda anhören möchte, und weil solche Leute häufig nur darauf aus sind ihre Meinungen weiter zu geben und zu missionieren. Zuhören, verstehen oder akzeptieren anderer Standpunkte ist selten möglich. Und so wie du bisher hier aufgetreten bist, hätte ich mich im RL auch zu keiner Diskussion mit dir anstacheln lassen.


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    Je konsequenter die Ausnutzung des geschilderten Effekts, [...] und damit in letzter Konsequenz zu einer Schwächung der Demokratie selbst.


    Aaaah, da sind wir ja wieder bei den Wahlkampf-Floskeln der 2002er Wahl. Wer Rot-Gründ wählt, der fördert die politischen Extreme und schwächt die Demokratie. Danke für die überaus anschauliche Demonstration meiner Ausführungen. :)


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    Und da hört bei mir nunmal der Spaß auf. Und auch die Bereitschaft nicht zu diskutieren, obwohl ich mir bewußt bin, dass es Kämpfe gegen Windmühlen sind.


    Mach Tapfer weiter! Früher oder später muß jeder Menschen der auch nur einen Funken Intelligenz übrig hat, erkennen, dass man in einer Demokratie überhaupt immer nur zu einer einzigen rationalen Wahlentscheidung kommen kann. Das ist ja schließlich das Wesen der Demokratie: Die Anerkennung, dass es nur eine einzige Form der Wahrheit gibt. Nicht. :rolleyes:

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    Das Problem ist einfach, wo fängt es an und wo hört es auf.


    Weswegen jede der christlichen Gruppierungen in erster Linie sich selbst als echte Christen wahrnimmt. (was sich natürlich genauso auf jede andere Religion die sich in verschiedene Strömungen aufteilt, übertragen läßt. Und natürlich ebenso auch zwischen den Religionen selbst).


    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sehr wohl Christen gibt, welche die Schöpfunslehre nicht im wörtlichen Sinne als Wahrheit annehmen. Wenn deine Toleranz bereits da endet, dass du diesen Christen ihr Christ-sein aberkennst, dann ist das in erster Linie dein persönliches Problem (und das der Leute die so denken wie du).



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    Ich sag ja im meinem letzten Post: Übersetz mir alle Fragen haargenau und man kann mal drüber nachdenken und evtl. diskutieren.


    Ich habe diese Themen sehr ausführlich diskutiert und mich auch sehr ausführlich mit den Materialien aus jahrzentelanger Diskussionen darüber beschäftigt. Als ich dann aufgehört habe neue Argumente zu hören, habe ich meine Schlüsse für mich gezogen. Ich habe ehrlich gesagt kein Interesse daran an eine Diskussion darüber loszutreten. Ich finde auch dass die Quellen die du und ich angegeben haben, ausreichend sind, dass sich interessierte dort informieren und auch diskutieren können.


    In Bezug auf das fliegende Spaghettimonster und der Einordnung von ID/Kreationsmus als eindeutige Nicht-Wissenschaft scheint ja soweit Einigkeit zu herrschen. Und das was darüber hinausgeht, paßt wohl nicht mehr so Recht in diesen Thread.

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    Original geschrieben von DeusExMachina
    Und genau deshalb bin ich ein entschiedener Gegner dieses Kanzlers, der die Chuzpe hat, öffentlich wieder und wieder dessen Aussagen zu verdrehen und zu verkürzen, bis diese Darstellung in der uninformierten Öffentlichkeit die Wirkung entfaltet, die er gerne hätte. Unbeschadet dessen, dass er es persönlich ganz sicher besser weiss - aber im Wahlkampf geht es halt um Wirkung, nicht um Überzeugung. Er beweist damit, dass er ein begnadeter Redner und Rhetoriker ist - aber das waren schon viele in der Weltgeschichte, und oft kam dann ein dickes Ende...


    Und wieso beschränkst du das nur auf den Kanzler, und erwähnst nicht, dass Merkel, Westerwelle, Lafontaine usw. dies genau so handhaben? Es gibt in dieser Hinsicht in meinen Augen keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Parteien und ihren Akteuren. Der einzige Grund warum diese Diskussion überhaupt solange offen geblieben ist (vermute ich), ist weil es eben ansatzweise immer wieder vernünftige Diskussionsansätze gibt. Immer nur die Fehler und Verzerrungen der jeweils anderen Position aufzuzählen und "die anderen" als Lügner darzustellen ist eine Sackgasse die zu einer Emotionalisierung der Diskutssion führt, und letztlich zur Schließung.


    So (wie das mit den zweifelhaften Motiven und Ursachen bei Wählern beschrieben ist) funktioniert eine Demokratie nunmal. Und solange man nicht mit dem Gedanken spielen will sie abzuschaffen oder einzuschränken (was um Größenordnungen fataler wäre, als alles was aktive Polit-Rhetoriker betreiben), hat es überhaupt keinen Zweck darüber zu lamentieren. Oder sogar den politischen Diskurs im Allgemeinen oder hier im Thema unterbinden oder für zwecklos erklären zu wollen.


    Wenn du der Ansicht bist, dass es nicht Sinnhaft ist über Inhalte zu diskutieren, weil Wähler unkalkulierbar sind, dann bitte, spar dir deine Energie und nimm nicht an diesem Thread teil. Aber zu glauben, dass nur eine Partei manipuliert oder verkürzt und dies hier wiederholt herauszuposaunen, stellt deine eigene Informiertheit einerseits in Frage, und andererseits sind es genau solche pauschalen Aussagen die über kurz oder lang (indirekt) zur Schließung der Threads führen.

    Re: Wahlergebnis wird veröffentlicht


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    Original geschrieben von VFBler
    In Dresden I sind ca. 200-000 Wahlberechtigte angemeldet. Wenn man jetzt annimmt daß davon 50% zu Wahl gehen, dann kann das schon ganz schön beinflussen.


    Nein, glaube ich nicht. Hier die Zahlen von der letzten Bundestagswahl:


    http://www.bundeswahlleiter.de…and/wahlkreis/kr14160.htm


    48 582 761 Wähler Bundesweit
    164 923 Wähler in Dresden I.


    Das sind 0,3 Prozent insgesamt. Wenn man sich nun noch anschaut wie ausgeglichen sich dies auf 3 Parteien verteilt hat:
    CDU 54 946 33,8 %
    SPD 50 813 31,3 %
    PDS 33 921 20,9 %


    dann ist klar, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich die große Mehrheit der Wähler auf eine einzige Partei stürzen wird. Sehr wahrscheinlich wird die Abweichung der großen Parteien nach der Zuzählung der Stimmen aus diesem Wahlkreis auch nur um deutlicher weniger als 0,1% abweichen, was aller Voraussicht nach keinen relevanten Einfluß auf die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag haben wird. Vielleicht hat ja jemand Lust die konkreten Zahlen auszurechnen ab welchen Grenzen welche konkrete Beeinflussung der Bundestagsmandate eintreten würde bei einem knappen Ergebnis...

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    Original geschrieben von AdministratorDr
    Man müsste noch einen Schritt weitergehen. Was bedeutet Christ sein? Auf dieser Interpreation hin kann man gerne nochmal drüber reden. Ich will deinen Freunden nichts absprechen, aber ein nomineller Christ zählt meiner Meinung nach nicht dazu, weil es nicht dem Begriff Christ entspricht. Wenn überhaupt sind es Namenschristen.


    Mal abgesehen von der berechtigten Frage von Jochen und der IMHO heiklen Antwort die darauf implizierst, möchte ich darauf hinweisen, dass man gar nicht so weit gehen braucht, schließlich gibt es zahlreiche sich deutlich widersprechende Unter-Gruppierungen der Kreationisten, von denen ebenfalls nur eine nach den Gesetzen der Logik Recht haben kann. Alle anderen wären demnach ja auch nur Namenschristen...


    Um mal aus meiner Referenz zu Dr. Dino zu zitieren, hier die erste Frage die man Unterstützern der Creationsim-Theorie entgegnen soll:



    Weitere Fragen in dieser Richtung gibt es hier:
    http://bbs.stardestroyer.net/viewtopic.php?p=906933#906933

    Re: Re: Re: Beleidigend


    Zitat

    Original geschrieben von DeusExMachina
    Was heißt "es gibt"? Das klingt, als wäre dies eine kleine Randgruppe - tatsächlich ist dies doch wahrscheinlich die Mehrheit aller Wahlbereichtigten, oder zumindest ein extrem großer Anteil!


    Dem würde ich zustimmen. Sehr schöner, und teils schockierender Artikel:


    http://www.newyorker.com/criti…ticles/040830crat_atlarge
    (How political science understands voters)


    Zitat

    Oder wie erklärst Du Dir sonst die riesige Diskrepanz zwischen den zu erwartenden Wahlergebnissen und der von Demoskopen gern gestellten Frage, wen man lieber als Kanzler hätte?
    [...]
    "Wenn es aber um die Lösungskompetenz für die drängenden Aufgaben geht, insbesondere bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, steht für die Mehrheit außer Frage, daß sie eher von einer Regierung Merkel zu erwarten ist. 50 Prozent trauen einer solchen Regierung eher zu, Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu erzielen, nur 23 Prozent einer von Schröder geführten Regierung. 46 Prozent sind überzeugt, daß Merkel über die bessere Regierungsmannschaft verfügt, 28 Prozent sehen hier Schröder im Vorteil."
    Aber, hey, der ist doch sooo ein netter Kerl...


    Das läßt sich allerdings sehr leicht auch anders erklären: Merkel war eine schlechte Wahl für die Kanzlerkandidatin. Es könnte bspw. vielmehr Menschen geben, die prinzipiell jetzt lieber die CDU wählen würden, und dort auch fähige Menschen sehen, aber besorgt sind, dass Merkel mit ihrer "Westerwellisierung" der CDU eben einen Kurs einschlägt, der bei manchen CDU-Wählern nicht ankommt. Also CDU ja, aber unter Merkel nicht.
    Der Artikel in der FTD geht übrigens sehr schlampig mit der tatsächlichen Fragestellung um, die zu den Zahlen gehören. Die spielt nämlich eine ebenso wichtige Rolle bei der Interpretation der Zahlen wie die Zahlen selbst. Siehe dazu auch:
    "People lie on surveys and focus groups, often unwittingly"
    http://blogs.msdn.com/oldnewth…ve/2004/10/12/241228.aspx


    Oder als alternativen Erklärungsansatz auch diesen Ausschnit aus einer britischen Serie:
    http://www.yes-minister.com/ypmseas1a.htm


    So hieß es in einem Interview bei Deutschland Radio mit einer Politikwissenschaftlerin kürzlich auch:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/417227/


    Zitat

    Heuer: Aber woher kamen dann auch bei den Bürgern so etwas wie Euphorie, als die Entscheidung für Neuwahlen von Gerhard Schröder getroffen wurde. Da war ja eine Aufbruchstimmung in der Bevölkerung. Die ist offenbar ja verschwunden.


    Grunenberg: Ich glaube gar nicht, dass das in der Bevölkerung so eine große Aufbruchstimmung war. Ich glaube, das war eine Kombination zwischen einer inszenierten Aufbruchstimmung, die von bestimmten Zeitungen und auch manchen Moderatoren gemacht worden ist, [...]

    Dass es schon im Spiegel stand, ist ja im Eingangsposting erwähnt.


    Und die Tatsache dass es deswegen ausgelutscht ist, mag man so sehen, wenn man es nur als Gag betrachtet. Wenn man die politische Realität dahinter wahrnimmt, dann ist es noch immer sehr aktuell.


    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr


    Genau das meinte ich vorhin, als ich sagte, weswegen ich es nicht gut finde.


    Man sollte nochmal klarstellen, dass es hierbei nicht gegen Christen geht oder sonst irgendwie religiöse Menschen. Sondern, dass es um eine politische Bewegung geht, die versucht Religion in dem Deckmantel der Wissenschaft zu stecken um Gesetzte (die es aus gutem Grund gibt) zu umgehen.


    Wenn man diesem Leuten zuruft "Der Kaiser ist nackt", dann sollte man den Rufern daraus keinen Strick dreheh.
    Ich kenne zahlreiche religiöse Menschen die keinerlei Probleme mit der Evolutionstheorie haben, und sie nicht als Widerspruch zu ihrem Glauben auffassen (sowohl Christen als auch Muslime). Ich sehe es also nicht so, dass man sich als Christ davon ins lächerliche gezogen fühlen muß.
    Tut man es trotzdem muß man sich vielleicht nochmal besinnen und überlegen ob es tatsächlich "Glaube" ist ("faith") oder man möglicherweise seinen Glauben auf Angst oder Überredung oder andere externe Gründe stützt.

    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Ich denke das dem nicht so ist. Letztlich geht doch mit der Evolutionslehre, die zweifelsohne eine Theorie ist,


    Eine wissentschaftliche Theorie, genauso wie bspw. die Schwerkraft ebenso eine wissenschaftliche Theorie ist.


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    auch einher das Menschen genauso die andere Seite kennenlernen müssen.


    Es gibt keine andere Seite entgegen der Evolution, jedenfalls nicht im wissenschaftlichen Sinne. Es geht beim FSM erstmal nicht um Religion, sondern darum was Wissenschaft ist, und vor allem was sie nicht ist. Schöpfunstheorie, auch als ID getarnt, ist keine Wissenschaft - nicht mal ansatzweise.


    Im Religionsunterricht sollte man natürlich über Schöpfungstheorie und meinetwegen auch ID reden, ist ja schließlich ein nicht unerheblicher Teil des Glaubens.


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    Es ist nun mal leider unumstritten, dass immer weniger Menschen an Gott glauben, und immer mehr keine Moralvorstellungen haben. Woher sollen sie sie auch bekommen? Wenn die Eltern schon keine mehr haben, bekommen Kinder auch keine mehr.


    Das moralisches Handeln etwas mit Religiösität oder Glauben an Gott zu tun hat, ist erstmal eine These die du in den Raum stellst, die wie ich meine, auf sehr wackeligen Beinen steht. Wenn das Problem mangelnde Moral ist, dann sollte man vielleicht da ansetzen, und nicht Religion als Hebel benutzen (wenn völlig unklar ist welchen Effekt es haben würde).


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    Die Evolutionstheorie ist umstritten, das ist klar.


    So einen Quatsch kann man auch nur von einem totalen Laien hören. Entschuldige wenn ich das so sage, aber das ist leider total hirnrissig. Die Evolutionstheorie ist in der Wissenschaft nicht umstritten, da es a) keine kokurrierende alternative Theorie gibt und b) da es sehr viele experimentelle Beweise gibt. Sogar (ehrliche) Kreationisten neigen dazu, dass sie zugeben, dass bspw. mikro-evolution bewiesen ist.


    Was allerdings der Fall ist, ist dass Evolution keine Theorie für alles ist (sie erklärt bspw. nicht den Ursprung des Lebens - allerdings sollte sie das auch nie), und dass es eben Elemente gibt die (noch) nicht bewiesen/erklärt sind. Auch das ist wenig verwunderlich, da es in der Wisseschaft nicht darum geht nur ultimative und absolute Wahrheiten zu formulieren, sondern dass sukzessive Theorien durch bessere Theorien ersetzt werden.
    Mit Einsteins Relativität wurde bspw. nicht Newtons Theorien für falsch erklärt oder widerlegt. Statt dessen "beinhaltet" Einsteins Relativität die Gesetzte Newtons (die eben nur in bestimmten Maßstäben wirken), und erweitert sie um weitere Phänomene zu erklären.


    D.h. selbst wenn es eines Tages eine Theorie geben sollte, welche besser ist als die Evolution wird sie das was innerhalb der Evolutionstheorie bewiesen ist, nicht über den Haufen werfen, sondern darüber hinaus weitergehende Erklärungen liefern.



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    Ich hab damals im Unterricht schon oft genug gemerkt, wie alle schön fleißig mitnicken. Stellt man dann aber ne Frage, kommt auch ein Biolehrer schnell ins wackeln und auf einmal fangen auch die anderen Schüler mal an nachzudenken.


    Das ist wohl eher ein Problem mit den Lehrern und der Art wie gelehrt und gelernt wird. Es sagt nichts über die Evolutionstheorie aus.


    Wie der NYT-Artikel schön erklärt ist dieser "Trick" absolut inhaltsleer und kann auf jede wissenschaftliche THeorie angewendet werden. Hier bspw. wird es wunderbar auf Schwerkraft angewendet:
    http://jgrr.blogspot.com/2005/05/inspiration.html


    Mit der Pioneer Anomalie kannst du auch jeden Physiklehrer ins Schwitzen und deine Mitschüler ins Grübeln bringen. Heißt dass nun, dass Schwerkraft und Newton falsch liegt, und wir an einen großen Beweger glauben müssen der uns nach seinem Willen hin und her drückt? Wär doch mutig anders zu denken, traust du dich?


    Zitat

    Eine sehr interessante Seite dazu:
    http://www.evolutionsschwindel.com/


    Auweia. "Harun Yahya" kopiert und schreibt ab bei den christlichen Fundamentialisten. Zeigt m.E. auch wie nahe sich die Religionen stehen. Der Vorteil wenn man ein wenig englisch kann, ist dass diese ganzen Sachen schon ausführlich kommentiert und entlarvt sind. ABer wie sagt man so schön: Eine Lüge geht zehnmal um die Welt, bevor sich die Wahrheit die Schuuhe angezogen hat. "Dr. Dino" der unter Kreationisten recht bekannt sein dürfte, wird bspw. hier schön zerlegt:
    http://bbs.stardestroyer.net/viewtopic.php?t=38371


    Eine umfassendere Quelle ist:
    http://www.talkorigins.org/
    die aus vielen Jahren Usenet-Diskussionen hervorgegangen ist.


    Ich möchte nochmal betonen, dass es in dieser Hinsicht keine wissenschafltiche Kontroverse gibt, sondern dass es lediglich eine politische Bewegung gibt, bestimmte Denkweisen zu fördern.



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    Trotzalledem halte ich natürlich nichts von dem Spaghettifressenden Monster, weil sie es nur schafft die Extremen lustig zu machen, sich aber nicht logisch mit ihnen auseinanderzusetzen.


    Du hast nicht verstanden, dass es hierbei nicht um Religion geht, sondern darum wo die Grenzen der Wissenschaft sind. Und um aufzuzeigen was eben _nicht_ Wissenschaft ist, ist es vorzüglich geeignet. Es ging/geht darum, dass ID als _wissenschaftliche_ Theorie gelehrt werden soll in den USA. Und das ist eben nicht einmal ansatzweise haltbar.

    Re: Das fliegende Spaghetti Monster


    Zitat

    Original geschrieben von butchooka
    in den USA hat einer in Anlehnung an die Leute,die die Evolutionstheorie als kompletten Unsinn abstempeln und jetzt versuchen Ihre Religion an den Schule unterrichten zu dürfen ne eigene Religion gegründet:


    Nein, es geht nicht (direkt) um die Schöpfungstheorie, da ist die Sache klar was öffentliche Schulen angeht.


    Es geht darum, dass man versucht hat die Lage zu umgehen indem man sich auf sog. ID (Intelligent Design) "Theorien" zu stützen, die man durch Lobbydruck versucht hat als alternative wissenschaftliche Theorie darzustellen. Frei nach dem Motto: Evolution und ID sind ja beides nur "Theorien", daher solle man beides unterrichten, damit jeder seine Schlüsse ziehen kann. Das ist natürlich totaler Schwachsinn, da man sich hierbei lediglich zu nutze macht dass Theorie eine umgangssprachliche und eine wissentschaftliche Bedeutung haben, die sehr, sehr unterschiedlich sind.
    ID ist natürlich nicht mal ansatzweise wissenschaftlich. Sehr schön und auch für Laien verständlich bringt es M.E. dieses Op-Ed Stück aus der NYT auf den Punkt:


    http://www.edge.org/3rd_cultur…tt05/dennett05_index.html


    Wer sich näher damit auseinandersetzen will, wie so etwas absurdes überhaupt so "ernstgenommen" werden konnte (schließlich hat sich selbst Bush öffentlich dafür ausgesprochen), dem empfehle ich diese hervorragende Buch:


    http://www.creationismstrojanhorse.com/


    Etwas ähnliches ist nicht nur im "Land der unbegrenzten Möglichkeit" möglich, sondern halte ich prinzipiell auch in Europa für möglich, wobei die grundsätzlich anti-religiösere Haltung hier die Sache vermutlich etwas schwerer machen würde. Aber wenn man sieht wie unkritisch die Papst-Euphorie von den Medien erzeugt und getragen wurde, dann läßt einen das schon nachdenklich werden. Die prinzipielle Darstellung von Wissenschaft in den Medien (die ein entscheidender Faktor ist) ist im alten Europe jedenfalls genauso schlecht wie in den Staaten. Eine gute Quelle dazu übrigens (für dort, nicht hier):


    http://www.badscience.net/



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    Das ganze gestützt durch eine Statistik die besagt, dass die immer weniger werdenden Piraten auf den Weltmeeren daran schuld sind, dass sich die Erde erwärmt :D


    Das soll wohl zeigen wie lächerlich es ist, Korrelation mit Kausalität zu verwechseln. Nichtsdestoweniger hat man hier tatsächlich mehr wissenschaftliches Beweismaterial zusammengetragen (wenn auch ohne jegliche Aussagekraft), als ID-Befürwörter.



    Wie im Wikipedia Artikel steht, ist die Idee an sich nicht so neu und in anderer Form (bspw. das Invisible Pink Unicorn aus Usenet-Zeiten) schon länger dagewesen. Das herausragende hier, dürfte der anfängliche Hype und der direkte Bezug auf die politischen Geschehnisse in Kansas sein. Soll mir aber Recht sein, die Aktion verdient sicher jede Aufmerksamkeit, könnte sie doch Einfluß nehmen auf echte politische Geschehnisse (die bei falscher Entscheidung erhebliche Folgen nach sich ziehen könnten).


    Immerhin stellt man die Behörden in Kansas nun vor die Aufgabe zu rechtfertigen, warum man ID als wissentschaftl. Theorie akzeptieren und im Unterricht lehren solle, ohne dabei FSM zu akzeptieren. :D


    Mir persönlich gefällt in diesem zusammenhang auch:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Falling


    Intelligent Falling als Alternative Theorie zur Erklärung von Schwerkraft - ist ja beides unsichtbar, also warum sollte das eine glaubwürdiger als das andere sein... :D