Sicherheit einerseits und Freiheit (oder auch Gerechtigkeit/Gleichheit etc.) andererseits sind konkurrierende Ziele in einer demokratischen Gesellschaftsordnung. Wann immer man eine Maßnahme umsetzen will, welche die Sicherheit fördert, muß man a) (natürlich) danach schauen, ob und wie sie Sicherheit tatsächlich positiv beeinflußt und vor allem auch b) abwägen welche Effekte dies auf die anderen konkurrierenden Ziele hat und letztendlich aus beidem Zusammen einen Entschluß fassen.
Durch die regelmäßige Schaffung von Angst in der Bevölkerung fällt b) aber weg und selbst a) wird kaum beachtet - statt dessen geht es um Aktionismus und die Durchsetzung von Vorstellungen die früher immer wieder gescheitert waren, nun aber nicht mehr so genau geprüft werden.
Dass solches Vorgehen keine Fiktion ist, lässt sich anhand neuer und älterer Geschichte ohne weiteres nachweisen.
Ich würde aber bLaCkFoX zustimmen, dass im vorliegenden Fall man tatsächlich keine ausreichenden Informationen hat um das Auslösen der Suche nach diesen Personen zu bewerten. D.h. natürlich nicht automatisch, dass die evtl. zurückgehaltenen Informationen unbedingt "entlastend" (=pro-Argumente) wären für diesen Großeinsatz. Bevor ich mir eine abschließende Meinung dazu bilde, warte ich erstmal nochmal ab. Nachdem bereits mehrfach darauf hingewiesen wurde (auch in den Medien), dass es keine konkreten hinweise auf einen Anschlag gibt, fühle ich mich aber durch die Sache auch nicht unsicherer/ängstlicher als vorher.