Beiträge von Sencer

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    Original geschrieben von galahad13
    Bei vielen unserer Mitbürgern kann ich aber auch nur eine Einseitigkeit von Deutscher Seite feststellen.


    Ich sehe auf beiden Seiten sehr resistente Leute, aber auch sehr engagierte. Hier von einer Einseitigkeit zu sprechen ist wirklich fernab jeglicher Realität. Frag mal bitte jemanden dunkler Hautfarbe der in Deutschland in einer Stadt mit < 10.000 Einwohnern aufgewachsen ist ob er deine Einstellung dieser Einseitigkeit unterstützen kann - du wirst keinen finden.


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    Auffällig ist jedoch, das sich Menschen aus nicht muslimischen Ländern schneller und besser integrieren, ohne aber ihre gewünschten Eigenarten zu verlieren.
    Als gutes Beispiel kann man viele Inder, Asiaten oder Schwarzafrikaner nehmen, die trotz sehr unterschiedlicher Traditionen únd Ethik in der Lage sind sich hier einzuleben und offen zu sein.
    Leider kann man diese Offenheit bei einem größeren Teil der Muslime nicht feststellen.


    "Inder oder Asiaten"? Tipp: Indien liegt in Asien.


    Davon abgesehen: Mehr als 10 Prozent der indischen Bevölkerung sind Muslime - und auch in vielen Ländern Afrikas (auch mit nicht mehrheitlich arabischer Bevölkerung) gibt es große Bevölkerungsgruppen die muslimisch sind. Daher macht deine Aussage nicht wirklich viel Sinn...
    Außerdem auch was Einwander aus fernöstlichen Ländern betrifft, findest du in Ballungsgebieten vergleichbare Strukturen - nur in kleinerem Maßstab.


    Was du vermutlich meintest, sind Einwanderer die ohne Bezugsgruppe sich "alleine" in Deutschland einleben müssen - da kann es natürlich definitionsgemäß keine Ghettoisierung geben (da es dazu mehr als 1 Person/Familie bedarf). Was dann passiert ist allerdings eher mit Assimilierung als mit Integration zu bezeichnen. Wenn man nachschlägt, stellt man fest, dass Integration bedeutet, dass sich zwei (oder mehr) Seiten einander anpassen um ein neues Ganzes zu schaffen (und nicht, dass sich das kleinere ins größere "reinintegriert" und das Größere unverändert bleibt).


    Andreas: Ich glaube, der Fehler den du begehst, nennt sich http://www.nizkor.org/features…hasty-generalization.html "Hasty Generalization". Außerdem lies mal über http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz "Kognitive Dissonanz" ein.
    Ist Integration etwas das problemlos abläuft und bei dem man nichts falsch machen kann? Mitnichten. Definitiv muß man die Entwicklung beobachten und lenkend eingreifen (in ganz unterschiedliche Richtungen).
    Ist deswegen eine generelle Angst, Panik oder Unwohlsein angebracht? Natürlich nicht.


    Im übrigen teile ich deine Meinung was die Motivation des Vorschlags angeht: Es ist vermutlich unrealistisch, dass sich so etwas durchsetzt, aber man möchte Stellung beziehen und damit bestimmte Wähler ansprechen. Also auf einer Ebene vergleichbar mit diversen Unterschriftenaktionen der CDU/CSU (auf anderen Ebenen aber auch nicht: Schliesslich hat das Schüren von negativen Stimmungen und Ängsten mehr Potential für Schaden).


    Zitat von "agentsnipes"

    Ich finde es unmöglich, dass die leute, [...], hier offen ihre engstirnig rassistische Meinung äußern!


    So einen Humbug habe ich schon lange nicht mehr gelesen...

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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Meine Freunde sind beide mitte 20. Aber z. B. auch ein guter Bekannter von mir (ist mittlerweile schon 36) ist Türke mit dt. Staatsbürgerschaft, ist aber auch mit seinem Herzen eher bei der Türkei als bei Deutschland.


    Ok, solche Leute gibt es natürlich auch. Allerdings sind diese nicht repeäsentativ. Eingebürgerte die hier geboren wurden und sich beruflich und von der sozialen Stellung erflogreich entwickeln konnten, sehen das mehrheitlich sicherlich anders. Ist man eher weniger Perspektiven, dann ist man nicht ganz so glücklich - das höre ich übrigens auch von vielen Deutschen die in vergleichbarer Lage, die auswandern wollen, weil "es mit Deutschland nur noch bergab geht".


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    Z. T. passen sie sich an, da hast du recht, z. T. aber auch nicht!
    Würde garantiert von Niemandem verlangen, dass er seine Religion ändert oder ablegt, hab ich oben auch im Posting geschrieben.


    Mea culpa. Sorry fürs Mißverstöndnis.

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    Original geschrieben von Diet
    Da werden sich die Moslems ins Fäustchen lachen - genau wie bei jeder Moschee, die auf deutschem Boden gebaut wird: nach dem Motto "wieder ein Schritt in Richtung Weltherrschaft des Islam", die ja immer noch ein erklärtes Ziel ist :(


    Da tun sich Christentum und Islam nicht viel. ;) Das ist allerdings mehr auf das Ende der Zeiten bezogen, als auf irgendwelche politischen Ideen. Die meisten Muslime in Deutschland wollen v.a. ihr Leben leben, genauso wie Christen und Atheisten auch. Meine Bitte: Nicht von extremistischen Terroristen auf die jeweilige Religion schließen Denn dann wäre auch der Buddhismus eine blutrünstige Religion ( http://www.bbc.co.uk/religion/ethics/war/buddhism.shtml . Oder allgemeiner zu allen Religionen: http://www.bbc.co.uk/religion/ethics/war/index.shtml )

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    Original geschrieben von ruag
    Die Ermordung van Goghs hat die in Holland unterschwellig vorhanden Ängste/Abneigungen zum gewaltsamen Ausbruch gebracht. Das war der Tropfen der bei unseren Nachbarn das Fass zum überlaufen gebracht hat.
    Nach außen sind die Niederlande sehr liberal und offen, im Inneren brodelt es schon seit Jahren.
    Dort gibt es zwar keine so offen und strukturierte rechtsradikale/nationale Bewegung wie hier, aber die vorhandene durch die ganze Bevölkerung ziehende Rechtslastigkeit ist weitaus gefährlicher.


    Was du jetzt beschreibst, ist die Gefahr die von reaktionärem Nationalismus ausgehst, nicht die Gefahr durch die Integration von Muslimen entsteht. Natürlich beeiflussen sich beide Dinge gegenseitig, aber ich finde es schon interessant wo man den Schwerpunkt des Problems zu setzen versucht in der aktuellen öffentlichen Diskussion...


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    Ich möchte gar nicht erfahren wo in D die Schwelle zur Eskalation liegt, aber solche Vorschläge tragen nicht zur Integration bei sondern verschlimmern nur die Blockbildung.


    Nach vollständiger Integration (was noch ein gaaanz weiter Weg sein wird, das braucht Jahrhunderte!) wird auch die Einführung eines oder mehrerer islamischer Feiertage keine große Sache sein.


    Ok, ich denke unsere beiden Standpunkte sind gar nciht so weit voneinander entfernt. Nur siehst du die Lage etwas pessimistischer. Ich kann deinen Standpunkt schon ein wenig nachvollziehen (diskutiere mit ähnlichen pessisimitschen Leuten in meinem persönlichen Freundeskreis), allerdings braucht es auch eine geeignete alternative Idee. Abwarten bis sich die Lage von alleine bessert funktioniert auch irgendwie nicht...
    Und wenn das was jetzt diskutiert wird, nicht irgendwann, durch irgendwas angestoßen wird, dann wird es nie diskutiert werden, leider.


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    Was du mit 5vor12 gelesen hast muß ich übersehen haben. ;)


    "Pulverfaß0, das kurz vor der Explosion steht", "5 vor zwölf" solche Metapher versuchen ja alle ein vergleichbares Gefühl von einer unmittelbaren Bedrohung zu zeichnen. ;)

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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Deutschland erkennt ihren Glauben IMHO schon genug an.
    Es gibt zum Beispiel viele Moscheen hier, sowie unterstützte islamische Vereine!
    Gibt´s in der Türkei eine christliche Kirche??! Nein, wirds auch niemals geben, selbst wenn 3 mio. Deutsche da unten wohnen.


    Natürlich gibt es viele Kirchen da unten. Und das schon seit hunderten von Jahren. Vielleicht solltest du die Geschichte vom ehemaligen Konstantinopel, heute Istanbul, noch mal etwas eingehender studieren. ;)


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    Verzeih bitte, ich habe auch zwei türkische Freunde, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben, aber die sind stolz auf ihr Land (Türkei) und nicht auf das Land in dem sie leben (Deutschland).


    Die meisten Türken die ich kenne, welche einen deutschen Pass haben, können sich nicht vorstellen jetzt oder in der Zukunft in der Türkei zu leben. Und sie bekennen sich auch zu Deutschland. Kann es sein, dass deine Freunde noch Jugendliche sind?


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    Dass Kinder frei kriegen halte ich auch nicht für vertretbar.
    Wenn ich ins Ausland ziehe muss ich mich dem Land mit seinen Sitten und Bräuchen anpassen. So sollte es hier auch sein.


    Sie passen sich den Sitten und Bräuchen ja auch an. Dazu gehört aber nicht, dass man seine Religion ablegt oder ändert, oder doch? ;)

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    Original geschrieben von BlindGuardian
    Ist ja schön und gut, dass wir so viele ausländische Mitbürger hier in Deutschland haben. Aber wenn die hier wohnen in unserem Land, dann müssen sie auch unsere Feiertage akzeptieren und da müssen wir als Deutsche m. E. überhaupt keine Rücksicht nehmen.


    Es geht nicht um Ausländer, sondern um Deutsche. ;)


    Deutsche deren Eltern erst in den vergangenen Jahrzenten nach Deutschland eingewandert sind, prägen Deutschland mit, und wollen genauso stolz auf ihr Land sein wie du. Warum ihnen nicht entgegenkommen und zeigen, dass Deutschland ihren Glauben anerkennt? Wir hatten in unserer Grundschule als Kinder damals schon die Gelegenheit, an den Feiertagen nach der Fastenzeit mit schriftlicher Entschuldigung der Eltern in der Schule "zu fehlen". Es wäre doch schön, wenn man die Möglichkeit bekommt, "offiziell" den Feierlichkeiten nachzugehen.


    Und ganz ehrlich: Es gibt genügend Feiertage bei denen 9 von 10 Leuten keine Ahnung haben warum der Tag überhaupt als Feiertag gilt. Und für die wäre es doch kein Verlust, wenn der freie Tag auf einen anderen Termin geschoben würde.



    Allerdings machen sich die meisten Leute keine Illusionen über die Durchsetzbarkit eines solchen Vorschlags im heutigen Deutschland. Dafür gibt es vielzuviel geschürte, diffuse Angst und forcierte "Leitkultur". Ich finde den Vorschlag als Diskussionsstarter allerdings ganz gut, weil er ein Gegengewicht gegen eben diese "Politik der Angst" nach den Anschlägen in Hollland setzt.


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    In den Niederlanden eskaliert die Gewalt gerade wegen der augenscheinlich liberalen Haltung die die unterschwelligen Befürchtungen beider Lager nur angestaut/übertüncht hat. Ein Funken genügt und das Pulver explodiert.


    Ich würde gerne erklärt bekommen, wie dieser vermeintlich ursächliche Zusammenhang begründet wird. Und diese Metpahern mit "5 vor Zwölf" kommen leider aus genau den Reihen, welche eine Angst erzeugen wollen, die sie politisch für sich nutzen können. Die Amerikaner haben es vorgemacht.

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    Original geschrieben von Ls4
    Also, so wie ich das mitbekommen habe, ist ein Reifen mit einer Beschädigung durch Schrauben, Nägel etc nicht mehr im Straßenverkehr einzusetzen. Ich hätte da echte Bedenken wegen dem Versicherungsschutz und vorallem hätt ich angst um den Führerschein.


    Definitiv. Außerdem kann es dir in starken Belastungssituationen (bspw. höhere Geschwindigkeit) den Reifen zerreissen. Und mal völlig unabhängig von rechtlichen/finanziellen Ursachen, wäre mir meine Leib und Gesundheit zu wichtig um das zu riskieren.
    Und ja, ich kenne einen Fall bei dem ein Totalschaden auf der Autobahn (bei hoher Geschwindigkeit) mit hoher Wahrscheinlichkeit auf so etwas zurückzuführen war.