Kommt immer drauf an. Verbundbezirk an einem Freitag z.B. 6:30 bis 15:04. Und um 15:04 muss man im ZSP (bzw. MechZB) sein, vorher ggf. benachrichtigte Sendungen in der Filiale oder Packstation abgeliefert haben, Abhol-/Mitnahmepakete ausgeladen, Abschreibpost etc pp gemacht haben.
Und z.B. aus dem Nürnberger Norden/Nordosten müssen Verbundler und Paketler am Ende der Zustellung noch mal halb durch die Stadt zum Briefzentrum/MechZB in N-Langwasser Nord. Das dauert im schönsten Berufsverkehr auch seine Zeit…
Und damit es nicht off-topic bleibt: Dem Mitarbeiter in der Zustellkasse geht es auf den Keks, wenn immer die gleichen Zusteller kurz vor seinem Feierabend erst eintrudeln, um die Abrechnung mit ihm zu machen (falls das noch so läuft wie vor 20, 30 Jahren).
Jedenfalls muss der Zusteller die von Kunden einkassierten Nachnahmebeträge oder Zollabgaben für Pakete aus dem Nicht-EU-Ausland täglich vor Torschluss abrechnen, dafür muss er rechtzeitig genug zurück in die Zustellbasis, damit er nicht mit seinem Auto vor verschlossenem Tor steht.
Bei Verbundzustellung auf dem Land (Briefe & Pakete und sonstige Postdienstleistungen alles durch einen motorisierten Zusteller) kamen zumindest früher, als Onlinezahlungen noch nicht verbreitet waren, auch noch Zahlungsanweisungen, Nachnahmebriefe, Wertsendungen etc. dazu.
Wechselgeld, einkassierte Gebühren und Nachnahmebeträge muss taggleich und nicht „irgendwann bei Gelegenheit” mit der Zustellkasse abgerechnet werden.
Manches oben erwähnte Prozedere ist heutzutage vielleicht anders organisiert, da bin ich nicht up to date, aber „die Kasse muss stimmen” und das geht nicht ohne zeitnahe Abrechnung und schon allein deshalb muss der Fahrer auf die Uhr schauen und rechtzeitig die Tour abbrechen, wenn er merkt, dass er sonst nicht rechtzeitig vor Torschluss zurück in die Zustelbasis käme.
Das ginge dem Zusteller sonst auf den Keks, wenn das Tor zu ist und er die nächsten Tage von seinen Kollegen verspottet würde.