Rein aus finanzieller Sicht braucht 1&1 ohne Frequenzen gar nicht weiter in die Fläche zu bauen. Das ist natürlich der Zustand, den die Roaming-Partner gern behalten würden.
Das wäre sogar ein Zustand den 1&1 selber gerne länger behalten würde.
Bei dem entwickelnden Konkurrenzkampf zwischen O2 und Vodafone als Vorleister könnte sich durchaus noch eine preislich attraktive Nachverhandlung der Vorleistungskonditionen ergeben.
Vorteil O2: Weniger Einnahmen sind besser als keine und Vodafone hätten sie eins ausgewischt.
Nachteil Vodafone: Sie werden darauf einsteigen müssen mit entsprechendem Preisnachlass (weniger Einnahme als gedacht) oder die verplanten Einnahmen, die die Bilanzlöcher zukleistern sollten sind komplett futsch.
Vorteil 1&1: Sie hätten die Konkurrenz geschwächt (Einnahmeseite) und würden möglicherweise obendrein indirekt die geplanten (Ausbau-)Investitionen der Konkurrenten drosseln, da weniger Kapital hierfür zur Verfügung stünde.
Zwei können das verhindern:
O2, indem sie sich auf das Spielchen gar nicht mehr einliessen und/ oder die Bundesnetzagentur indem sie endlich mal die nicht erreichten Ausbauziele von 1&1 erheblich sanktionieren. Die BNETZA hat es mal wieder in der Hand und sollte berücksichtigen, dass 1&1 als Wiederverkäuferprofi, sich am liebsten noch mehr Zeit ließe.