ZitatGar nirgends nicht Es geht darum, dass dieses "Steuern mit Steuern" in Verbindung mit unserem Gerechtigkeitsfimmel unser Steuerrecht immer weiter verkompliziert. Steuern sollen den Staat mit Geld versorgen, damit er seine "hoheitlichen" Aufgaben (und nur die!!!) wahrnehmen kann. Ansonsten ist Staat eher schädlich.
Wer sonst, wenn nicht der Staat, sollte denn dann für eine Berücksichtigung nicht direkt auf den Verursacher zurückfallender Kosten sorgen? Eben zum Beispiel Kosten der Umweltzerstörung oder der Gesundheitsgefährdung? Wenige profitieren davon, die Allgemeinheit zahlt die Zeche.
ZitatEinverstanden - nur: die Milliarden aus der Tabaksteuer (und der darauf erhobenen Mehrwertsteuer) fließen ja nicht ins Gesundheitswesen, sondern sanieren an anderer Stelle marode Staatsfinanzen. (Anstatt zu sparen wird einfach an der Steuerschraube gedreht - siehe meine Argumentation von oben.)
Sie müssen auch gar nicht direkt ins Gesundheitswesen fließen. Wenn auch nur ein Raucher durch die Mehrkosten aufhört, sparen die Krankenkasse potentiell zig 1000 EUR an Behandlungskosten.
ZitatRichtig - aber dem Ziel "Umweltschutz" wäre ja durchaus mit Nachrüstungen zu dienen.
Gibts doch auch. Bei älteren Karren scheint es sich ja teilweise zu lohnen, in Nachrüstung zu investieren. Habe ich von Freunden gehört, ich selbst habe davon kene Ahnung.
ZitatVon daher ist der Weiterbetrieb eines (auch älteren) Gebrauchtwagens immer die bessere Lösung - selbst, wenn nicht nachgerüstet wird.
Das wäre dann wiederum ein Punkt, wo der Staat bei einem ganzheitlichen Konzept lenkend eingreifen sollte.
Letztlich ist doch die Frage: Was will man vom ÖR-R? Will man nichts dazupacken, weil es angeblich nicht genutzt wird? Will man nur noch Information? Wieviel Information? Will man auch Bereiche abdecken, die sonst im Rundfunk nicht finanzierbar wären (also known as Kultur!)? Wie stark soll sich das ganze an den Wünschen der Konsumentenschaft orientieren? Geht man davon aus, dass der ÖR-R auch dann in der Bevölkerung durchsetzbar ist, wenn durch eine völlige Konzentration auf Information & Kultur die Zuschauer-/Hörerzahlen gen Boden sacken werden?