Beiträge von oleR

    Mal zur Rechtslage:


    1. Radiosender zahlen nicht für die Nutzung. Naja, zumindest nicht zuviel wie es wert wäre. Außer einer Frequenzzuteilungsgebühr in niedriger Höhe kommt da nichts.
    2. Es gibt keine "freie" Frequenz. Das gesamte FM-Band ist prinzipiell genehmigungspflichtig. Selbst wer nur sein Grundstück abdecken will, muss streng formal gesehen bei der Bundesnetzagentur eine Frequenz beantragen. Die teilen dann einen Kanal zu, gegen Entgelt natürlich (sollen (!) so um die 500 EUR sein).
    3. Prinzipiell ist das Vorgehen gegen solche Kisten naturgemäß etwas schwierig: Sie sind ja nie am gleichen Ort und bei 10-15 m "Störradius" lässt sich kaum etwas feststellen. Zumindest solange die Kisten noch selten sind, wird deshalb wohl auch kein Bürokrat ernsthaft etwas gegen die Benutzerschaft unternehmen wollen/können. Ändert aber nichts daran, dass kaum wünschenswert ist, wenn plötzlich jeder mit diesen Kisten durch die Gegend rennt: Die Sender hauen mitunter Oberwellen raus wie Sau, laufen bedingt durch das Prinzip, dass man den "normalen" Empfang plattdrücken muss, mit viel mehr Leistung als eigentlich notwendig und stören dadurch je nach Frequenz auch in anderen Autos den Empfang massiv.

    Hast du einen Kassettenslot? Da gibt es doch auch diese Pseudo-Kassetten mit Klinkenanschluss. Bei den Modulatoren habe ich bis jetzt schon etliches an Qualitätsunterschieden gesehen/gehört. Einige taugen wirklich was, andere produzieren HF- und klangtechnisch Murks. Nebeneffekt bei allen ist (leider?), dass sie noch locker etliche Meter neben dem Auto empfangbar sind.

    Naja, mal sehen.


    Zitat

    die Standorte versorgungstechnisch aber durchaus sinnvoll sind.


    Ich würde mich jetzt nicht unbedingt Fachmann in dem Gebiet schimpfen, aaaaber:


    - hier stehen die Sender dann in einigen Ecken im Abstand von 500 m. Dazwischen liegen aber nur harmlose Reihenhaussiedlungen, teilweise Einzelhäuser und ein Acker :)
    - Indoor-Versorgungslücken könnte man wohl auch mit weniger Standorten schließen


    In Henstedt-Ulzburg hat o2 bislang - wie Vodafone - eher die Strategie mit mittelhohen/hohen Standorten gefahren. 3 Stück, jeweils 30-50 m hoch. Einzige Ausnahme ist der Standort in Henstedt, der steht auf 20 m Höhe und hat irgendwie auch null Versorgung. Mit dieser Strategie hatte man dann eigentlich auch kaum größere Indoorlöcher zu verzeichnen. Selbst bei mir, 1,6 (?) km vom nächsten Standort entfernt, geht es indoor noch im Erdgeschoss ok. Und ich wohne schon am Ortsrand, dahinter kommt nur Wald :) Die vielen Standorte würden eher zur D1-Strategie passen, die den Ort mit 6 Sendern zugepflastert haben. Allerdings dann auch durchwegs auf maximal 28 Metern Höhe, drei der fünf Stationen klemmen sogar eher bei um die 20 m herum.


    Fazit: Ich tippe auf Kapazitätserweiterung, auch wenn mich das an zumindest einer Stelle massiv wundert.