ZitatAber das Prinzip des Ehegattensplittings ist Dir schon bekannt?
Ja. Mir ist dann aber immer noch schleierhaft, wie du auf 3.000 bis 5.000 Mehrbelastung kommst. Die Dimension ist schlicht falsch. Wenn man schon empört ist, dann doch bitte mit einigermaßen richtigen Zahlen.
Die 30k sind übrigens abermals das "zu versteuernde Einkommen" - das Bruttogehalt liegt deutlich darüber.
ZitatFällt das Splitting weg wird auf die vollen 30k € gezahlt, also 5.805,-€ macht in Summe einen Unterschied von 2.800,- € die die Familie mehr zahlt.
"Die Familie" - beim Splitting ist doch völlig egal, ob es eine Familie ist oder nicht. Das ist ja das Irre an der Sache. Eine Ehe wird steuerlich gesplittet. Allein erziehende Mutter mit Tochter nicht. Grundsätzlich halte ich das Splitting in seiner jetzigen Form für Unsinn, weil man es eigentlich so gar nicht logisch begründen kann. Natürlich profitieren aber viele Leute davon und die werden kaum begeistert sein, wenn man ihnen die Privilegien streicht. Das ist in Griechenland so, und das ist in Deutschland nicht anders
Der Reformvorschlag würde eh im Leben nicht so umgesetzt - das wäre ein zu krasser Einschnitt. Wohl aber kann es sein, dass neu geschlossene Ehen das Splitting nicht mehr (voll) bekommen. Dann würden alle ihre Privilegien behalten, aber langfristig etwas mehr Logik ins Steuersystem gebracht.