Beiträge von oleR

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    viele Pflichtversicherte mit Hausbesitz haben auch noch Mieteinnahmen weil sie als Hausbesitzer vieleicht eine Wohnung vermietet haben


    Ich glaube nicht, dass es da viele Betroffene geben wird.


    Aber sei es drum. Ich halte die Idee für richtig. Jemand, der heute 30k durch eigene Arbeit an Einnahmen erzielt und 10k ohne eigene Arbeit durch Vermietung oder Kapitaleinnahmen, warum sollte der weniger Beitrag zahlen als jemand, der 40k nur durch eigene Arbeit verdient?


    Wenn der Krankenkassenbeitrag weiter nach "Leistungsfähigkeit" gehen soll und nicht auf eine Kopfpauschale umgestellt wird, dann ist nicht zu verstehen, warum nur Erwerbseinkünfte zählen sollten. Warum?!

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    Ich rede von den Pflichtversicherten, wie das die allermeisten Bürger sind und nicht von den relativ wenigen freiwilligen Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen und erst recht nicht von den Privat versicherten. Be den gesetzlich Versicherten ist es bisher so, daß nur das Arbeitseinkommen für die Beitragsberechnung herangezogen wird.


    Pflichtversicherte liegen unter der Beitragsbemessungsgrenze. Das sind dieses Jahr 47.250 € brutto. Darüber sind es regelmäßig freiwillig Versicherte. Ebenso zählen z.B. Freiberufler oder Selbständige in diese Gruppe. Sie alle müssen schon jetzt Beiträge auf Miet- und Zinseinnahmen zahlen, wenn sie in der GKV sind. Wobei es für viele wiederum egal ist, da die Beitragsbemessungsgrenze auch Obergrenze für den KV-Beitrag ist. Teuer würde es, wenn man die BBG anheben würde. Das träfe dann auch die "Kleinverdiener" mit 80.000 € massiv, solange sie in der GKV sind. Dagegen sind die paar Euro mehr Einkommen- und Abgeltungssteuer, die hier sofort zum Ausruf des Weltuntergangs gereichen, Kindergeburtstag!


    Die von dir befürchteten Auswirkungen treffen also Leute, die erstens abhängig beschäftigt sind, zweitens weniger als 3.900 € brutto noch erhebliche Überschüsse aus Kapitalerträgen haben und dafür derzeit keine SV-Beiträge zahlen. Anders als die, die für diese Einnahmen arbeiten gehen.


    Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich auch ohne Kenntnis der Zahlen ziemlich sicher bin, dass es nicht viele Leute geben wird, auf die das zutrifft.

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    Weitere Belastungen kämen auf die Bürger auch zu, wenn die geplante Bürgerversicherung umgesetzt würde, die ebenfalls das Wahlprogramm der Grünen vorsieht. So sollen da Krankenkassenbeiträge nicht nur auf das Arbeitseinkommen,wie das bis heute der Fall ist, sondern auf alle Einkunftsarten ausgedehnt werden. Das sind z.B. Mieteinnahmen,Zinseinkünfte usw.. Wenn man alles insgesamt sieht was die da vorhaben, wird immer deutlicher daß die Aussage 90 Prozent der Bürger würden entlastet ein Märchen ist,


    Bernbayer, dein Halbwissen ist, gelinde gesagt, anstrengend. Ich hoffe ganz stark, dass du deine Wahlentscheidungen nicht auf diesem teilweisesen Unfug aufbaust, fürchte es aber schon...


    http://www.tk.de/tk/versicheru…lichtige-einnahmen/345862


    "Die Beiträge für freiwillig Versicherte orientieren sich an deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Beitragspflichtig sind daher alle Einnahmen, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbraucht werden können. Hierzu gehören zum Beispiel:"
    [...]
    "Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
    Erträge aus Kapitalvermögen wie Zinsen oder Dividenden, ebenfalls laut Einkommensteuerbescheid"


    Freiwillig versichert wird man de facto auf jeden Fall bei Einkünften über der Beitragsbemessungsgrenze. Das sind knapp 50.000 €/Jahr. Wie wir hier schon festgestellt haben, ist das ja eigentlich nichts, denn die Mittelschicht verdient ja eher 60.000+ € und wird dann schon durch die bösen Grünen geschröpft. Und jetzt wollen sie auch noch an die Einnahmen der 20 Zinshäuser, die 90 % der Leute mit 40.000 Jahreseinkommen sind halt mal so zulegen können! Böseböseböse.

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    Ich glaube das braucht man nicht zu kommentieren, man kann da nur noch den Kopf schütteln.


    Stimmt. Ich hab aufgehört zu lesen bei


    "Die künftige Steuerbelastung von Leuten, die mehr als 5.000 Euro im Monat verdienen und eventuell noch ein paar Ersparnisse haben, geht an die Substanz – im wahrsten Sinne des Wortes."


    Einkommensteuerquoten zwischen 20 und 25 Prozent in diesem Bereich - das geht ja wirklich an die "Substanz"!


    Zitat aus dem heute-Artikel:
    "Die Grünen wollen zehn Jahre lang eine Abgabe von 1,5 Prozent auf Vermögen von mehr als einer Million Euro erheben."


    Diese Grünen aber auch.

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    Während der Bund hin und wieder einen ausgeglichenen Haushalt erziehlen kann, versinken Länder und insbesondere Gemeinden hoffnungslos in Schuldenbergen. Das kann so nicht weiter gehen.


    Die Differenzen gerade bei den Gemeinden sind sehr groß. Es gibt viele Gemeinden, die 2012 ebenso Überschüsse erzielen konnten. Andere stecken strukturell bedingt tief in den Miesen, gerade und besonders in NRW. Es läuft letztlich wieder auf Umverteilung hinaus - das ist aber ja für manche ein echtes Reizwort :)


    Wohl aber sehe ich auch einen Reformbedarf bei den Finanzen. Es ist ein Witz, dass die Länder nunmehr zwar die alleinige Hoheit über die Hochschulen haben, aber leider die Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern im Rahmen der Föderalismusreform nicht ausreichend mit angepasst wurde.

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    Nö:
    Freibetrag: 1993-1999 6.000 DM / 3.068 €


    Da musste man dann schon > 204k€ haben.
    Das sind dann auch in meinen Augen Besserverdiener.


    Du hast Recht. 1989 wiederum lag der Betrag bei kaum 300 DM. In den 1990ern hat man den Kapitalertrag einige Zeit besser gestellt.


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    das ist doch z.B für eine Altersvorsorge oder Bau eines Eigenheimes rein garnichts.


    Altersvorsorge: ja. Da sind bestimmte Produkte aber eine Alternative. Beim Eigenheim wird man in den seltensten Fällen ewig ansparen. Irgendwann kommt der Kredit. Bei 30 % Eigenkapital kommt man mit den de facto steuerfreien 53.400 Euro damit auf 178.000 Euro. Ist sicherlich auch nicht ausreichend, aber schon eine andere Hausnummer.


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    Außerdem wurden die Sparerfreiberäge mehrfach gekürzt, die waren zu Kohls wesentlich höher als heute


    Unter Kohl:


    1982-1989: 153 € (Steuer bei Beträgen darüber hinaus: maximal 56 %)
    1990-1992: 307 € (Steuer bei Beträgen darüber hinaus: maximal 53-57 %)
    1993-1998: 3.068 € (Steuer bei Beträgen darüber hinaus: maximal 53-57 %)


    Heute:


    801 € (Steuer darüber hinaus: maximal 26,4 %, nach GRÜNEN-Vorschlag: maximal 33,8 %). Immer noch deutlich besser als bis 1992.


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    Ich gehe zwar auch davon aus, daß Rot-Grün keine eigene Mehrheit zustande bringen wird, was aber nicht unbedingt heißt, das schwarz-gelb eine Mehrheit schaffen wird.


    Letztlich ist es auch wurst. Nehmen wir den Nichtmehrganzsoklein-Sparer mit satten 200.000 € Anlage, die er zu 1,5 % angelegt hat. Mehrbelastung pro Jahr durch den GRÜNEN-Vorschlag: knapp 162 €. Das ist doch nix. Ich hab' Freunde, die müssen jetzt GEZ zahlen. Ohne Fernseher, eine Wohnung ließ sich nicht vermeiden. Leider nach Studienfachwechsel kein Baföganspruch mehr. Ändert an den finanziellen Verhältnissen nichts, einer lebt mit allem (Miete, Krankenkasse, Studienkosten, Lebensmittel) von 500 € im Monat. Befreiung ist nicht vorgesehen, gibt es nur für Bafögempfänger und da hat er ja durch den Fachwechsel im 3. Semester keinen Anspruch mehr. :) Mehrkosten pro Jahr (Zweier-WG) = 107,94 €. Bei nem Einkommen von 6.000 €. Der hätte gern eure Probleme, glaube ich.


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    Es könnte eine sehr unklare Gemengelage nach der Wahl geben.


    Es wird eine große Koalition geben. SPD und CDU sind sich in vielen Punkten so nah, dass alles andere eine riesige Überraschung für mich wäre.

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    Freu Dich, dass Deine Belastung als Akademiker moderat ist.


    Absolut. Ich weiß nicht, ob sich das ewig halten lässt. Wahrscheinlich nicht. Aber ich versuche es. Ich bin ein Stückweit in der Hinsicht wahrscheinlich das Ebenbild des Klischee-Generation-Y'lers...


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    Das ist oftmals stressiger als Steine schleppen.


    Ich weiß nicht. In den Gebieten mit höherer gesellschaftlicher Stellung hat man deutlich vielfältigere Aufgaben. Man hat Perspektiven, man kann andere Dinge tun, sich umorientieren. Dazu reicht es in vielen Fällen durch Ersparnisse dann doch, eben kürzere Auszeiten einzulegen, die das erst ermöglichen. Das können viele nicht. Ihnen bleibt nur, weitgehend ewig ihre Plackerei zu tun. Es ist ein Weniger an Freiheit.


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    Wer ist der Leistungsträger in Deinem Beispiel?


    Nun, interessante Frage. Die wesentlichen Faktoren für mich als bekennenden Büromenschen, diesen Job nicht machen zu wollen, sind bei allen gleich: Alle müssen verdammt früh aufstehen, arbeiten wahrscheinlich im starren Schichtsystem, alle müssen sich die Hände zwangsläufig schmutzig machen, alle arbeiten bei Wind und Wetter draußen auf dem Müllwagen. Und höchstwahrscheinlich werden auch die städtischen Mitarbeiter nicht reich durch ihre Arbeit.


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    Jeder der heute etwas für die Zukunft spart, bekommt sowieso schon so niedrige Zinsen, welche nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen und da wollen die auch noch die Abgeltungssteuer erhöhen.


    Bei 1,5 % Zinsen (also "unter der Inflationsrate") sind Erträge von Anlagen bis 53.400 € ohnehin durch den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Darüber sind auch 32 % ein Superdeal. Vor der Abgeltungssteuer waren Kapitalerträge wie Arbeitserträge zu versteuern. Also 1998 unter CDU-Regierung: bis zu 53 % plus Soli!

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    Ich kann den großen Kahlschlag im Sozialbereich jetzt nicht so erkennen, klär mich mal auf.
    Etat für Soziales?


    Es betrifft nicht nur den Sozialbereich, den man übrigens schwerlich am Etat für Soziales festmachen kann. Der Zustand öffentlicher Bauten und Infrastruktur ist in vielen Fällen beispielsweise einfach übel. Da hat sich ein riesiger Instandhaltungsstau aufgebaut.


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    Welche Gruppe soll das denn sein?
    In den Bereichen, die ich kenne, wird im allgemeinen Leistung immer noch mit Geld belohnt. Sicher gibt es Auswüchse und Ungerechtigkeiten aber im Grundsatz ist das immer noch so.


    Das betrifft nicht nur kleine Gruppen, sondern große Teile dieser Gesellschaft. Ohne LKW-Fahrer, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, würde gar nix laufen. Das ist Leistung! Ohne Altenpfleger könnten wir unsere Ollen direkt ins Krematorium schieben oder aber uns Tag und Nacht um sie kümmern. Das ist Leistung! Ohne Müllabfuhr und Putzfrauen würden wir im ekeligen Dreck sitzen. Das ist Leistung!


    Ich dagegen sitze mit Mitte 20 als gerade eben fertiger Akademiker im Büro und arbeite für einen deutlich höheren Lohn. Ich wühle nicht im Dreck, meine Arbeitszeiten sind auch nicht schlimmer als die von Truckern und belastende Erlebnisse mit altersschwachen Mitmenschen bleiben mir auch erspart. Meine Leistung liegt mitnichten höher - das weiß ich ganz genau. In dieser Gesellschaft wird nicht nach Leistung bezahlt.


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    Wieviel Steuern zahlt denn Dein 2k€ Beispiel im Vergleich zum 7,5k€ Beispiel?


    Weniger. Das 2k-Beispiel kann schlecht von minus 200 € im Monat leben. Er/sie wird dabei oft trotzdem 40 Stunden die Woche werkeln. 150 pro Woche wird nicht gehen.


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    Vermögen nicht aber Geld bzw. Investment. Gerade bei inhabergeführten mittelständischen Unternehmen.


    Besteuert würde aber Vermögen. Geld schafft übrigens auch selten von sich aus Arbeit, sonst würde halb Amerika bei Apple anfangen.