Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?

  • Abwarten. Wir haben ja bereits festgestellt, dass nur sehr wenige Menschen mehr als 80k p.a. verdienen und sich der neue Spitzensteuersatz ja nur auf das Geld bezieht, das über diesem Betrag liegt. Also wird niemand mit einem Einkommen von 80k 49% Steuern zahlen.
    Bei dieser Diskussion wird zudem vergessen, dass im Gegenzug ja auch niedrigere Einkommen entlastet werden sollen. Dieses Geld wird dann aller Voraussicht nach auch wieder für Konsum ausgegeben werden und so die Wirtschaft unterstützen. Zusätzlich stehen dem Staat Mehreinnahmen zur Verfügung, die er entweder investieren oder zum Schuldenabbau benutzen kann. Dies ist ebenfalls gut für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung.

  • Mit 80k€ zu versteuerndem Einkommen p.a. ist man definitiv nicht "reich".
    So ein Unsinn, das sind sehr gut verdienende Facharbeiter, Ingenieure etc.


    Dass die Bauernfänger damit Erfolg haben, wundert mich aber nicht wirklich.



    Steuer zahlt man übrigens 31,76%, als Alleinstehender. Also 25.404€.
    Plus 5,5% Soli und evtl. Kirchensteuer.

    Beste Grüße
    W.

  • Reich ist relativ. Wenn man "reich" jedoch so definiert, dass damit die oberen 3% aller Steuerzahler gemeint ist, ist man mit 80k durchaus reich, s.o. Das psychologische Phänomen, dass man sich selbst selten reich fühlt, führt eben oft zu anderen Empfindungen.

  • Es geht ja auch nicht darum, ob 80k€ nicht viel Geld sind bzw. nicht ausreichend für ein ordentliches Leben.


    Wenn ein gut verdienender Angestellter mit 100k€ brutto und einer 70h/Woche am Ende des Tages geschröpft wird, damit die Weltverbesserer die Kohle in die Sozialindustrie senden, dann sind viele nicht mehr bereit sich entsprechend zu bilden oder sich anzustrengen, um dieses Ziel zu erreichen.
    Die wirklichen Reichen haben die Möglichkeit sich zu entziehen, notfalls durch Verlegung des Wohnortes.
    Diese Möglichkeit haben die meisten der oberen Mittelschicht nicht.


    Es ist am Ende eine Neiddiskussion, die in die falsche Richtung führt.
    Die Gleichmacher bei den linken Parteien werden hoffentlich scheitern.


    Was mich ärgert sind so Typen wie die Roth oder bei der Linken die Kipping.
    Nie im Berufsleben gestanden, geschweige denn Verantwortung tragen müssen aber genau wissen was in den Unternehmen los ist.


    Sorry, für mich ist das leistungsfeindlich und populistisch, was die da betreiben.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    ...damit die Weltverbesserer die Kohle in die Sozialindustrie senden...


    Endlich mal ne neue Bezeichnung für Banken, richtig kreativ. Gefällt mir sogar besser als Bankster, aber man sollte den Begriff besser in Anführungszeichen setzen, nicht dass da noch Verwechselungen vorkommen. ;)

  • Das ist es ja gerade, von Wirtschaft verstehen linke Parteien einfach nichts. Sie schüren nur eine Neiddiskussion und wollen nur immer mehr umverteilen. Nur so läuft halt die Wirtschaft nicht, eine Kuh die man melken will muß man zuerst füttern dann kann man melken. Zweimal melken geht nicht. Zu deutsch: Läuft die Wirtschaft wie geschmiert,hat auch der Kleine Mann etwas davon. Staatswirtschaft macht alle gleich arm, bis auf die Funktionäre.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Endlich mal ne neue Bezeichnung für Banken, richtig kreativ. Gefällt mir sogar besser als Bankster, aber man sollte den Begriff besser in Anführungszeichen setzen, nicht dass da noch Verwechselungen vorkommen. ;)


    Du hast mich schon richtig verstanden, auch wenn es manche Sozialromantiker nicht wahrhaben wollen.
    Auch mir stinkt das mit den Banken gewaltig und es läuft auch einiges schief in anderen Dingen, wie z.B. Leiharbeit.
    Trotzdem ist für mich zum Beispiel klar, dass die USA Lehman damals besser hätten retten solllen.


    Ich versuche es mal anders:
    Ich persönlich müsste keine Vermögenssteuer bezahlen, da ich keine Millionen besitze.
    Trotzdem finde ich den Ansatz falsch, da mir bewusst ist, was Arbeit schafft.
    Ich wähle keine FDP. ;)

    Beste Grüße
    W.

  • Vllt sollte hier jeder erst einmal für sich definieren, was "Mittelschicht", "Oberschicht", "die Reichen" sind. Dann sollte man sich evtl einmal die Pyramide von Jimmy in der FAZ anschauen und überlegen, ob dieses zu den eigenen Definitionen der obigen Begriffe passt.


    Es wird der ein oder andere wahrscheinlich feststellen, dass er bzw Bekannte/Freunde usw "reicher" sind als angenommen. Ferner sollte man sich die Frage stellen, welcher Prozentsatz dieser Leute sich tatsächlich ins Ausland verabschieden würden, sollten die Steuern steigen - imho ist das nämlich ein minimaler Anteil der 0.1%, die über 400k verdienen.

  • Zitat

    Mit 80k€ zu versteuerndem Einkommen p.a. ist man definitiv nicht "reich".
    So ein Unsinn, das sind sehr gut verdienende Facharbeiter, Ingenieure etc.


    Halt die obersten drei Prozent. :) Für 80k zu versteuerndes Einkommen braucht man ein Brutto von mindestens ~ 90.000 €, dh. 7500 €/Monat.


    Zitat

    dann sind viele nicht mehr bereit sich entsprechend zu bilden oder sich anzustrengen, um dieses Ziel zu erreichen.


    Ah, und was machen diese Leute dann? Umstellen auf Hartz IV? :)


    Zitat

    Es ist am Ende eine Neiddiskussion, die in die falsche Richtung führt.


    Der Staat gibt weiter viel mehr Geld aus, als er einnimmt. Was er an Leistungen bereitstellt, ist trotz aller Kürzungsrunden und Leistungseinschränkungen der letzten 20 Jahre nicht mit dem zu finanzieren, was an Steuern reinkommt. Entweder, wir kürzen weiter drastisch oder wir sorgen endlich für eine auskömmliche Finanzierung unseres Gemeinwesens.


    Zitat

    Sorry, für mich ist das leistungsfeindlich und populistisch, was die da betreiben.


    In Deutschland wird Leistung selten mit Geld belohnt. Das gesamte System würde sofort zusammenbrechen, wenn wesentliche Leistungsträger ins Ausland wechselten. Und die bekommen oft kaum mehr als 2.000 € brutto im Monat. "Neid" ist in vielen Fällen bloß vorgeschobenes Argument, um einer Debatte über die Lastenverteilung aus dem Weg zu gehen.


    Zitat

    Das ist es ja gerade, von Wirtschaft verstehen linke Parteien einfach nichts.


    Blödsinn wird anders als Wein nicht besser mit der Zeit.


    Zitat

    Trotzdem finde ich den Ansatz falsch, da mir bewusst ist, was Arbeit schafft.


    Vermögen schafft jedenfalls selten Arbeit, sorry :)


  • Das ist kein Blödsinn, sondern die Realität. Das zeigt die Erfahrung, überall wo Sozialisten länger regieren, geht es wirtschaftlich abwärts.Mann braucht nur z:B. in unser Nachbarland Frankreich schauen, niemanden geht es da besser, seit da die Sozialisten regieren.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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