Beiträge von oleR

    Ja klar. Der reale Steuersatz liegt natürlich auch bei 80k Einkommen weit darunter.


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    ziel der politik müsste es eigentlich sein, einen blick über die südliche landesgrenze zu werfen und sich zu fragen, wie die eidgenossen es -- bei durchschnittlich weit höherem wohlstand -- schaffen, mit weit niedrigerer einkommensteuer auszukommen.


    Die Schweiz hat eine andere Steuerstruktur. Zum Beispiel eine Vermögensteuer, bei deren Einführung in Deutschland sofort der Untergang des Abendlandes prophezeit wird.

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    Warum nimmt dann der AG so was in Kauf? Wieso sind überhaupt AG nicht in der Lage, vor einem Streik mal ordentlich zu verhandeln an einem Tisch? Wir sind ja im 21 Jahrhundert. Da muss doch sowas möglich sein.


    Ein Streik ist immer auch ein Machtkampf. Würde der AG sofort nachgeben, dann ist das schlecht für ihn in einem kapitalistischen System.


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    Der Verdi kommt es nur darauf an. Gestreikt wird ja nur da wo es Publicity gibt.
    So werden z.B. weder Friseure, Leiharbeiter oder ähnliche Unternehmen bestreikt.


    Wenn der Organisationsgrad niedrig ist, bringt ein Streik nix. Bestreikt wurde aber z.B. auch lange NEUPACK (kannst ja mal googeln), die als Joghurtbecherhersteller nicht publicityträchtig sind.


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    Wobei die Verdi pro streikenden mit verdient.Desto größer der Lohn, desto höher der Mitgliedsbeitrag.
    Zwar prozentual gering der Gewinn der Verdi, aber die Masse macht es.


    Verdi kann der Gewinn egal sein, eine Gewerkschaft ist nicht profitorientiert. Davon abgesehen kostet ein Streik eine Gewerkschaft zunächst einmal dick Geld. Natürlich zahlt der Arbeitgeber an Streiktagen keinen Cent Gehalt aus. Dafür zahlt die Gewerkschaft Streikgeld an die streikenden Mitglieder, damit der Streik überhaupt durchgehalten werden kann. Dieses Geld kommt natürlich aus der Gewerkschaftskasse.

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    - Einfach Start- und Zielbahnhof (innerhalb Deutschlands) plus Datum der Hinfahrt eintragen und dann einsteigen (2. Klasse)
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    - Mindestens eine Teilstrecke muss im DB-Fernverkehr (z.B. IC/EC oder ICE) zurückgelegt werden. Im Vor- und Nachlauf kann man auch die Züge im DB-Regionalverkehr benutzen. (Achtung - das gilt ausdrücklich nur für DB-Züge. Bei Privatbahnen wie Metronom, Cantus & Co. ist der Gutschein nicht gültig.)
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    Auf welcher Basis bist du zu deinem Urteil gekommen?


    Ich habe die Auflistung bei Schavanplag gesehen. Die ist kein Geheimnis; eher im Gegenteil. Sie war wohl Auflöser für die Untersuchung der Uni. Die Uni ist ganz evident zu dem Ergebnis gekommen, dass Schavans Titel nicht zu halten ist. Der interne Prüfungsbericht der HHU Düsseldorf spricht nach mehreren Medienberichten, unter anderem bei der Tagesschau oder auch der FAZ zu finden, von "leitender Täuschungsabsicht" bei ihrer Diss. (http://www.tagesschau.de/inland/schavan200.html, http://www.faz.net/aktuell/pol…en-schavan-11925547.html, http://www.faz.net/aktuell/pol…gen-schavan-11925547.html).


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    Und wenn da mehr ist - dann beschreibe dein Wissen doch mal hier


    Ich habe Dir bereits Schavanplag als Quelle angegeben.
    Vgl. zum Beispiel http://schavanplag.wordpress.com/#Auswahl.


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    Die Aberkennung erfolgte mit der Begründung der BetrugsABSICHT.


    Ich kann da keinen Widerspruch erkennen. Das Verwenden nicht gekennzeichneter Hilfsmittel ist Betrug. Die Uni kann schon ob der puren Masse zu der Überzeugung kommen, dass es kein Zufall, sondern Absicht war.


    Davon einmal abgesehen:

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    ICH habe keine Recherche betrieben - weil mir das Thema tatsächlich nicht auf den Näglen brennt.


    ...frage ich mich, auf welcher Basis du zu deinen weitreichenden Aussagen kommst, wenn du nach eigener Aussage kaum etwas davon weißt? Man kann nur hoffen, dass du bei "Verbrecher"!-Vorwürfen mehr Substanz auf der Pfanne hast - oder?


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    Schavan hat ein paar Zitate geschludert - Gysi ist ein Verbrecher.

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    Aber damit hast du ja weniger Bedenken.


    Ach, Schavan als Geisteswissenschaftlerin wird auch ohne Titel wissen, welche Bedeutung ein gesunder Diskurs für die Demokratie hat und nicht gleich eingeschnappt sein. Ist ja fast schon moralisch fragwürdig, sie sofort am Boden zu sehen und vor jeglicher Kritik abschirmen zu wollen, bloß weil sie ihren Doktor los ist.

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    Die eigentliche Pointe daran ist ja, dass der SED-Mann die mutmaßlich falsche eidesstattliche Erklärung gegenüber der zuständigen Behörde, d.h. einem Gericht, abgegeben hat und dass bei einer popeligen Uni zumindest zweifelhaft ist, ob diese - wie bereits vor Tagen schon geschrieben - gem. StGB überhaupt zuständige Behörde sein kann.


    Ziemlich akademische Frage - sie ist nur strafrechtlich von Belang. Und da ist Schavans über drei Jahrzehnte alte mutmaßlich falsche eidesstattliche Erklärung ohnehin verjährt. Moralisch sieht das anders aus. Und in der Liga wird besonders gern gegen Gysi gespielt, dem vor Gericht bislang einfach nicht beizukommen ist.

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    Wohlwollende Betrachtung. Hm, so so. Personenkreise. Interessant. Wer genau hat noch mal hier die Taten von "Personenkreisen" verharmlost? Ich habe da wohl was überlesen. Oder sollte das nur eine ääh... kreative Auslegung von Beiträgen gewesen sein?


    Ich weiß ja nicht, welchen Personenkreis du meinst.


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    Die obige Aussage ist ja extrem selbstsicher; ich gehe also davon aus, dass du umfangreiches Faktenwissen hast. Und nicht etwa nur die Studenten-Bild (Spon) nachplapperst.


    Ich dachte, die ZEIT wäre die Studenten-Bild....


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    a. Wie ist die Sachlage bei den Primärquellen, was genau hat Schavan falsch gemacht? Gegenüberstellung der Zitate und der Originalquellen? Wieviel Prozent der Doktorarbeit betrifft das? In wie weit zerstören die unterlassenen Zitate den Wert der restlichen Arbeit?


    Es geht bei Schavan nicht um Primärquellen. Was soll diese Suggestivfrage?


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    b. Auf welcher Faktenlage wird Schavan eine Betrugsabsicht nachgewiesen?


    Glaubt man "Schavanplag", dann hat Schavan laut seinerzeit geltender Promotionsordnung an Eides statt versichern müssen, keine anderen Hilfsmittel eingesetzt zu haben als die angegeben. Die Uni ist ganz offensichtlich der Überzeugung, dass Schavan einige Literatur verwendet hat, die nicht angegeben wurde. Und größere Teile ihrer Arbeit auf den Gedanken aus der nicht angegebenen Literatur basieren. Die Ähnlichkeiten sind, soweit ich das als Fachfremder einschätzen kann (und Fachkundige schätzen es offensichtlich ebenso ein), verblüffend und in größerer Zahl vorhanden.


    Die Pointe daran ist ja, dass gegen Gysi jetzt wieder wegen falscher eidesstattlicher Erklärung ermittelt wird - und Schavan nach Überzeugung der Uni bei ihrer eidesstattlichen Erklärung... zumindest nicht ganz bei der Wahrheit geblieben ist. Zum Glück für sie ist das ja mittlerweile verjährt.


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    Bisher habe ich mir nicht die Mühe gemacht, das selbst zu recherchieren. Aber jetzt kann ich mich ja ganz bequem aufschlauen, denn du kennst dich ja aus. Danke für die Nachhilfe.


    Ich empfehle dir einen Blick bei "Schavanplag". Willst du davon unabhängige Urteile, wirst du wohl nicht ohne ein paar Wochen Urlaub auskommen, um sämtliche fragliche Literatur zu sichten.


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    Dir ist schon klar, dass obiger Satz deine Vorurteile offenbart, denn "meine Vorstellungen" kannst du nicht kennen


    Aber sowas von ist mir das klar.


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    Ist es das, was du mit "meinen Vorstellungen" meintest?


    Ne, hinter dieser Auflistung in einem Kontext wie hier steht mehr als eine Vorstellung. Selten war das aber bis jetzt eine, die ich besonders erquicklich oder auch nur einigermaßen differenziert fand.

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    Bemerkenswert ist auch, dass hier immer noch im Schavan-Strang rumpalavert wird, aber niemand ein Wort zu Gysi verliert.


    Es ist bemerkenswert, wie die Verfehlungen bestimmter Personenkreise relativiert werden ("ein paar Zitate geschludert" - mit Verlaub, diese Aussage ist selbst bei wohlwollender Betrachtung schlicht falsch) und der Fokus sofort auf andere Personen gelenkt werden soll, nein, muss. Dass immer noch über Schavan "rumpalavert" wird, könnte unter anderem daran liegen, dass sie gerade gestern zurückgetreten ist, nachdem in der gerade noch laufenden Woche die Entscheidung der Uni gefallen ist, ihr den Titel abzuerkennen.


    Zu Gysi gibt es zum x-ten Mal in den letzten 20 Jahren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in gleicher Sache, zu denen im aktuellen Fall ungefähr nichts bekannt ist - außer, dass sie auf "einer einzelnen Anzeige" beruhen. Über welche neuen Facts sollte man auf sechs Seiten (vgl. dieser Thread) diskutieren? Dass Gysi "ein Verbrecher" ist - was die Strafverfolgung ihm bis dato trotz hohem Aufwand in den letzten Jahrzehnten nicht nachweisen konnte?


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    Aber auf dem linken Auge sind viele Deutsche blind.


    Wenn die Alternative nach deinen Vorstellungen aussehen sollte, ist das vielleicht nicht die schlechteste Variante.