Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?

  • Zitat

    Ich glaube das braucht man nicht zu kommentieren, man kann da nur noch den Kopf schütteln.


    Stimmt. Ich hab aufgehört zu lesen bei


    "Die künftige Steuerbelastung von Leuten, die mehr als 5.000 Euro im Monat verdienen und eventuell noch ein paar Ersparnisse haben, geht an die Substanz – im wahrsten Sinne des Wortes."


    Einkommensteuerquoten zwischen 20 und 25 Prozent in diesem Bereich - das geht ja wirklich an die "Substanz"!


    Zitat aus dem heute-Artikel:
    "Die Grünen wollen zehn Jahre lang eine Abgabe von 1,5 Prozent auf Vermögen von mehr als einer Million Euro erheben."


    Diese Grünen aber auch.

  • Und Minderheiten sollen auch noch gestärkt werden, sogar Homosexuelle und Frauen. Die sind ja wirklich völlig verrückt geworden...


    Ich glaube der heute-Autor hat selber ein paar Hanfprodukte zu viel konsumiert und befindet sich grade auf einem Zeitreise-Trip ins Jahr 1950. :confused:

  • Hmm, die magische Grenze in der Diskussion für Steuererhöhungen/-erleichterungen für die "middle class" in den letzten Jahren in den USA waren US$ 250k. Die deutsche Klassengrenze ist recht niedrig angesetzt.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Mittelschicht ist gut ... gebrüllt, Löwe.


    Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. In Größenordnungen von 80 T€ ist die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Einkünften und zu versteuerndem Einkommen zuweilen beträchtlich.


    Ich gehe davon aus, dass tatsächliche Einkünfte in aller Regel deutlich über 100 T€ liegen müssen, wenn sie zu einem steuerbaren Einkommen von 80 T€ führen sollen. Man darf nicht unberücksichtigt lassen, dass in solchen Einkommensgruppen ein nennenswerter Teil steuerbegünstigt (um)geleitet wird - Möglichkeiten, die dem Durchschnittsverdiener, der den Großteil seines Einkommens zur Bestreitung des Lebensunterhalts aufwenden muss, nicht zugute kommen.


    Obwohl ich (auch heute noch) von diversen legalen Steuerbegünstigungen profitiere, begrüße ich, dass sie zwischenzeitlich gestrichen wurden. Ich habe nie verstanden, warum Lebensversicherungen sowohl hinsichtlich der Einzahlungen als auch der Auszahlungen steuerbefreit waren.


    Die grünen Steuerpläne betreffend die Neuregelung bertreffend die Besteuerung von Einkünften begrüße ich ausdrücklich - mit Ausnahme der Abschaffung des Ehegattensplittings. Dieses Ansinnen halte ich für dermaßen verfassungswidrig, dass ich ich der Wählbarkeit dieser Partei für fraglich halte. Schade eigentlich ... begleiten wir uns nun seit etwa 30 Jahren.


    Verfassungswidrige Parteiprogramme sind auch ein Problem der Linken, deren gute Ansätze sich durch (einige wenige krasse) Verfassungsbrüche komplett disqualifizieren.


    Frankie



    Edit:
    Wenn ich den Ergüssen des Jürgen Trittin lausche, schießt mir ein Zitat aus den 1980er Jahren in den Kopf:


    "Die Grünen sind wie Tomaten ... erst grün und dann rot".

    Wer das wohl gesagt haben mag? :p

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Mittelschicht ist gut ... gebrüllt, Löwe.


    Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. In Größenordnungen von 80 T€ ist die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Einkünften und zu versteuerndem Einkommen zuweilen beträchtlich.


    Ich gehe davon aus, dass tatsächliche Einkünfte in aller Regel deutlich über 100 T€ liegen müssen, wenn sie zu einem steuerbaren Einkommen von 80 T€ führen sollen. Man darf nicht unberücksichtigt lassen, dass in solchen Einkommensgruppen ein nennenswerter Teil steuerbegünstigt (um)geleitet wird - Möglichkeiten, die dem Durchschnittsverdiener, der den Großteil seines Einkommens zur Bestreitung des Lebensunterhalts aufwenden muss, nicht zugute


    Damit wir hier weiterkommen, benötige ich zumindest handfeste Fakten.
    Ich weiß echt nicht, wer Euch diesen Unsinn erzählt.
    Immer bezogen auf die 80k€ p.a. abhängig Beschäftigter. Nicht dass wir hier von verschiedenen Dingen reden.


    Und eine 10k€ Spende an die FDP mag zwar Steuern sparen- kostet aber auch!
    Ich bitte um Fakten!


    Imho verwechselt Ihr Mittelschicht 80k€, mit selbständigen Millionären.


    Was ich aber sicher sagen kann: Einige hier haben null Ahnung vom- zugegeben teiweise komplexen- Steuerrecht.
    Das soll keine Diffamierung sein, ich bin auch kein Steuerfachmann.

    Beste Grüße
    W.

  • Von den Steuererhöhungsplänen von Rot-Grün werden viel mehr Bürger betroffen als die 10 Prozent von denen Rote und Grüne sprechen. Das bezieht sich allenfalls auf die Einkommenssteuer. Neben der Einschränkung des Ehegattensplittings der Erhöhung der Abgeltungssteuer für Spareinlagen soll ja auch noch die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer auf den tatsächlichen Verkehrswert angehoben werden. Da wird dann jeder Eigenheimbesitzer mehr Grundsteuern zahlen müssen. Da die Hebesätze von den einzelnen Kommunen unterschiedlich hoch festgelegt werden, kann man da schwer sagen vieviel Erhöhung da auf den Hausbesitzer zukommt. Man kann auf jedem Fall sagen, es ist ein Märchen wenn die da behaupten von dieser Orgie an Steuererhöhungen wären nur 10 Prozent der Bürger betroffen. Hinzu kommen noch die negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsplätze was indirekt dann auch Folgen für die Bürger hat, z:B. Verlust des Arbeitsplatzes. Auf diese neagativen Auswirkungen haben ja sogar einige Grüne wie Kretschmann und Palmer hingewiesen, die wurden aber in die Mange genommen und mußten dann klein beigeben.


    Ps. Zum Ehegattensplitting siehe z.B. hier:
    http://www.capital.de/steuern-…n-Ehepaare/100050672.html

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    soll ja auch noch die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer auf den tatsächlichen Verkehrswert angehoben werden.


    Ich stelle mir gerade vor, was hier los wäre, wenn "die Griechen" "erst jetzt" auf so eine Idee kämen.

  • Wenn du meinst was hier in diesen Thread los wäre dann ist dies ganz einfach - er würde geschlossen. :D

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ps. Zum Ehegattensplitting siehe z.B. hier:
    http://www.capital.de/steuern-…n-Ehepaare/100050672.html


    Sorry, aber nimmst du deine Links eigentlich ernst? Das ist doch reine Comedy:


    Zitat

    Aber auch für Singles sieht das Grünen-Konzept nach Hechtners Berechnungen zum Teil deutliche Steuererhöhungen vor. Bis zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5872 Euro müsse allerdings niemand mehr Steuern als bisher zahlen. Wer weniger verdiene, werde entlastet - am stärksten profitiere, wer ein Brutto von 5200 Euro hat - und zwar mit 13,36 Euro im Monat. Verdient ein Single 8000 Euro brutto, müsse er nach der Steuerreform der Grünen pro Monat zusätzlich 127,66 Euro bezahlen.


    Wir halten also fest: Bei einem Jahreseinkommen bis 70.464€ muss niemand mehr Steuern zahlen (für Verheiratete bedeutet das bis 140k p.a. bleibt alles gleich). Arbeitnehmer, die 8000€/Monat verdienen, müssen ganze 127€ mehr stemmen. Wirklich Wahnsinn. Hoffentlich werden die nicht gewählt, die Wirtschaft würde komplett einbrechen.


    (Es tut mir leid, aber wer angesichts solcher Zahlen solchen einen Lärm macht wie capital.de und der selbsternannte Steuerexperte aus dem Artikel, kann wirklich nur ausgelacht werden.)

  • Es geht da eben nicht nur um die Einkommenssteuer sondern u.a. um die Abgeltungsteuer die von 25 auf 32 Prozent erhöht werden soll. Diese richtet sich nicht nach dem Einkommen sondern nach dem Vermögen. Alle Kapitalerträge welche über den Freibeträgen liegen, werden 7 Prozent höher belastet, sofern man nicht einen niedrigeren persönlichen Steuersatz hat und sich dann evtl. über die Steuererkärung etwas zurückholen kann. Das dürfte aber bei vielen Arbeitnehmern die z.B. mittelmäßig verdienen und Single sind kaum der Fall sein. Hausbesitzer werden über Grundsteuer auch noch mehr belastet, das sind schon mal mehr als 10 Prozent der Familien.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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