Zitat3. Würde sich das natürlich auch auf den europäischen Markt auswirken. Die D-Mark würde im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten wahrscheinlich stark aufwerten. Die Schweizer kämpfen derzeit auch mit diesem Problem.
Richtig. Die Schweizer Nationalbank hat zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit einen Mindestkurs von 1,20 Franken für 1,00 Euro festgesetzt, nachdem es in wenigen Wochen mit stärkerem Franken (bis hin zu 1:1) massive Probleme für die Schweizer Exportwirtschaft gab. Real ist das jetzt auch der tatsächliche Kurs. Um ihn zu halten, kauft die SNB Euros von den Devisenmärkten. Die Schweizer sitzen nunmehr auf ~ 200 Milliarden Euro, von denen ein Großteil aus den Interventionen zum Durchsetzen des Mindestkurses stammt.
Zitatwieviel davon der geographischen nähe statt dem Euro zuzuschreiben sind...
Abwarten. M.E. ist zumindest ein Teil der deutschen Exportzuwächse außerhalb des Euroraums klar dem Euro zuzuschreiben. Die Eurokrise sorgt für niedrigere Eurokurse. Das ist letztlich eine Preissenkung auch für deutsche Produkte, die aber nur außerhalb des Euroraums wirkt. Da in Europa die Wirtschaft gerade richtig am Abschmieren ist, wundert eigentlich nicht, dass sich auch die deutschen Exporte verlagern. Aus Zuwächsen wegen des Euros aber zu schließen, dass man den Euro nicht brauche, würde nicht einmal die volkswirtschaftlich hoffnungslos inkompetente schwäbische Hausfrau schaffen. Mit eigener deutscher Währung wären deutsche Produkte im Ausland schlagartig deutlich teurer. Ob die dann immer noch soviel Abnehmer hätten, kann man ruhig anzweifeln.