Beiträge von oleR

    http://www.welt.de/print/welt_…er-die-Stadtfinanzen.html


    "Etwa acht Millionen Euro pro Jahr bringen die Parkgebühren in Hamburg ein. Doch nicht einmal jeder fünfte Autofahrer zahlt sie ordnungsgemäß. Also wären weit mehr als 40 Millionen Euro an Einnahmen möglich."


    Disclaimer: Kenne die Originalquelle nicht und verlasse mich bei der Aussage auf die Hamburger Lokalpresse, die übereinstimmend von 17-20 % "ordnungsgemäß Zahlenden" schrieb.

    1) Soll es geben, wird in deinem Fall aber denke ich keiner genutzt haben. Die Reisezentren nutzen das NVS. Keine Ahnung, ob man früher hätte buchen können via NVS, freigegeben wurde der Verkauf jedenfalls auch da erst heute.
    2) Bingo. Sparpreise sind ein Instrument der Auslastungssteuerung. Wenn ohnehin hohe Auslastung erwartet wird, gibt es keinen günstigen Sparpreis. Wieso auch? Die 10 Prozent habe ich noch nie gehört. Selbst wenn: Auch für deine Wunschverbindung gibt es doch einen. Halt für 99 Euro, dafür 1. Klasse :)


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    ist nicht so dass auch einige Sparpreise erst als Last-Minute so 1 Woche vorher rausgehauen werden wenn der Zug bisher nicht besonders gut ausgelastet ist ?


    Das System steuert wohl kontinuierlich nach. Entwickelt sich die Nachfrage schwächer als prognostiziert, dann kann es schon mal sein, dass du 2 Wochen vor der Fahrt einen günstigeren Sparpreis bekommst als 3 Wochen vor dem Termin. Absolute "Restplätze" gehen über Ltur.

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    Da die nicht erwirtschafteten Umsätze auf den Ticketpreis aufgerechnet werden, Somit müssen die "ehrlichen" für die "Schmarotzer" (nichts anders sind Schwarzfahre meiner Meinung nach.) mitzahlen.


    Das ist häufig nichts weiter als eine Legende. Die Ticketpreise sind ohnehin praktisch nie kostendeckend. Die Differenz wird von den Aufgabenträgern übernommen, das sind wahlweise Kommunen oder Länder. In der Theorie könnte Papa Staat natürlich aus reiner Gutmütigkeit mehr Geld zuschießen. In der Praxis sieht es derzeit so aus, dass jeder Euro mehr an Fahrgeldeinnahmen erstmal den Aufgabenträger (AT) freut, weil er weniger zuschießen muss. Entsprechend wird da auch schon mal Druck vom AT auf den Verbund bzw. die Verkehrsunternehmen ausgeübt, weil der Zuschuss reduziert werden soll. Die reichen ihn weiter und beauftragen z.B. die Provisionskontrolleure, das geht schnell und lässt sich ebenso schnell wieder abstoßen.


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    Bei einem angenommen Ticketpreis von 2€ und einem erhöhten Beförderungsentgelt von 40€ muss die Entdeckungsquote eines Schwarzfahrers bei 5% liegen, sodass die Verkehrsbetriebe +- 0 rausgehen.


    Viele Schwarzfahrer sind schlicht Leute, die sich die Ticketpreise nicht leisten können. 2 € innerstädtisch sind mittlerweile eher Ausnahme. In Hamburg sind es oft für die einzelne Strecke bereits 2,85 €. Macht hin und zurück knapp 6 €. Nicht nur als Hartzer streckt man da schnell das Segel. Stärkere Kontrollen würden da eher zu einem Rückgang der Beförderungszahlen führen, was wiederum ungefähr keinen Effekt auf die Kosten hat. Freier Platz ist außerhalb der absoluten Hauptverkehrszeiten im ÖV nicht das Problem und der zusätzliche Spritbedarf von 70 kg mehr auch nicht relevant.


    Aber klar, je nach Kontrollquote "rechnet" sich Schwarzfahren sicher. Das erhöhte Beförderungsentgelt ist ja auch schon knapp 10 Jahre konstant, seit 2003. Die Fahrpreise stiegen in der Zeit aber um 30 bis 40 Prozent. Das ist auch ein Problem für die VU. Aktuell liegt die Schwarzfahrerquote in Deutschland aber recht niedrig, bei typischerweise um die 3 bis 4 %.


    Zum Vergleich: In Hamburg zahlen bei kostenpflichtigen Parkplätzen wohl im Schnitt fast 80 % der Autofahrer nix. Offenbar ist entweder der Kontrolldruck viel zu niedrig oder der typische Autofahrer deutlich dreister.


    Eins mal festgehalten: Zusätzliche Verkehrskontrollen rentieren sich für Kommunen trotz relativ niedriger Bußgelder oft richtig. Zusätzliche Fahrkartenkontrollen für die Verkehrsunternehmen dagegen wegen der bereits sehr niedrigen Schwarzfahrerquote heute oft nur noch in Einzelfällen.

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    Im übrigen ist "Schwarzfahren" eine Straftat (erschleichen von Leistung). In unserem Rechtssystem muss der Verbund nun beweisen, dass die Fahrkarte nicht echt ist (gültig ist sie ja, egal wie sie aussieht) und nicht der Fahrgast muss die Echtheit beweisen....


    Schwarzfahren ist nicht gleich Schwarzfahren. Es gibt zwei Komponenten. Das eine ist die Straftat. Dafür musst du die Beförderungsleistung benutzt haben in der Absicht, das fällige Entgelt nicht zu zahlen. Das andere sind die 40 Euro. Die werden letztlich zivilrechtlich fällig, wenn du ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wurdest. Das allein impliziert aber nicht die Absicht, dass du nicht zahlen wolltest. Es kann ja auch sein, dass du das Ticketsystem gar nicht verstanden hast. Das wäre dann Schwarzfahren (40 Euro zahlen), aber dem Gesetz nach keine Straftat. Punkt.


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    Das einzig dumme an der ganzen Geschichte ist aber, dass der Verkehrsverbund Dir ein Hausverbot erteilen könnte und Du somit die Verkehrsmittel nicht mehr nutzen kannst. Hier sollte man abwägen welches Risiko man dabei eingehen will...


    Der Verkehrsverbund kann schlecht Hausverbot erteilen, er hat allgemein gar kein Hausrecht. Das ist Sache der Verkehrsunternehmen (VU)!


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    1.) Die Monatskarte ist übertragbar. Zwar steht meine Abo-Nummer darauf, aber ich könnte die Karte quasi jedem zur Benutzung überlassen...


    Ich hoffe, du hast notieren lassen, dass du mit der Monatskarte unterwegs warst.


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    Die Verkehrsverbunde können jederzeit einen Beförderungsausschluss erlassen. Dies wird insbesondere dann angewandt, wenn Personen wiederholt auffällig geworden sind. Entsprechende Klauseln wird man bei jedem Unternehmen finden. Einfach mal die Beförderungsbedingungen des Unternehmens studieren...


    Das ist mit Verlaub fast völliger Unfug. Bitte nicht glauben. Wegen Schwarzfahrens im der Vergangenheit allein gibt es keinen Beförderungsausschluss. Punkt. Für Eisenbahnen sind die Möglichkeiten zum Ausschluss klar definiert in § 8 EVO. Auch die HVV-BB sehen so etwas selbstverständlich nicht vor.


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    Richtig so. Ich bin der Meinung Schwarzfahren sollte härter bestrafft werden.


    Solange Schwarzfahrer und Falschparker in diesem Land das fällige Entgelt einer öffentlich finanzierten Leistung im gleichen Preisbereich "sparen", der Schwarzfahrer aber im Zweifelsfall sogar in den Knast gesteckt wird, während Schwarzparker sich übelst verfolgt fühlen und meist mit einer Handvoll Euros davonkommen, solange sehe ich das Problem nicht bei der Bestrafung von Schwarzfahrern.


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    genau dort findet sich zum Thema Alkoholverbot nur die 40 Euro Regelung. Und für alles weitere führe doch bitte den entsprechenden Paragraphen an, wurde leider nicht fündig. ;-)


    §§ 2 und 3 der HVV-Beförderungsbedingungen.

    Freifahrt mit der Bahn im IC/EC/ICE*, 1. Klasse. Beliebige Strecke quer durch Deutschland direkt mit dem Gutschein - es muss lediglich Start- und Zielbahnhof, der Name des/der Reisenden sowie Datum eingetragen werden. Keine Zugbindung, gültig an jedem Wochentag.


    Die Rückfahrt ist bereits inklusive. Gutschein gültig bis 03/2013.


    Preis: 160 €


    * RE, RB und S-Bahn können auch benutzt werden, solange wenigstens eine Teilstrecke im IC/EC/ICE zurückgelegt wird.

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    Hat einer dieses Wahlplakat denn wirklich mal gesehen? Mich macht das "Hartgeld" etwa stutzig, denn die User dort sind bei solchen Dingen recht schnell "kreativ".


    Richtig. Zumindest das Design passt aber in die Zeit. :) Würde es vom Inhalt eher nach 1998 einordnen und ein Plakat war es auch nicht, sondern höchstens ein Flyer oder eine Broschüre. Genaue Quellenangabe bei Hartgeld vorhanden?

    PS:
    http://www.zeit.de/2012/32/Euro-Krise-Schulden-Brantner


    Zu Beginn eine sehr richtige Analyse. Ob eine dauerhafte Schuldenunion aber überhaupt wünschenswert ist, sei mal dahin gestellt. Leider wird diese Diskussion nur sehr am Rande geführt und dann überdeckt von den unsinnigen Diskussionen, ob z.B. kurz- bis mittelfristige Eurobonds zur unmittelbaren Krisenbewältigung der Untergang des Abendlandes wären.