Beiträge von oleR

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    Übrigens, der Grossteile des Benzinpreise geht an die Bundesregierung und die verdienen sogar noch mit an jeder Preiserhöhung, somit braucht man auf deren Unterstützung nicht zu warten.


    Der Fiskus verdient an jeder Benzin-Preiserhöhung auch nicht mehr als an anderen Preiserhöhungen, nämlich "bloß" die Mehrwertsteuer. Geht der Preis von 1,50 € auf 1,60 € hoch, bleiben 1,6 Cent mehr beim Staat. Die würden da aber in jedem Fall ankommen, solang du das Geld nur ausgibst und nicht gerade in ein Haus, Miete, Nahrungsmittel & Co. steckst.

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    Lohnen tut es sich in NRW z.B. schon ab zwei Fahrten von Essen nach Düsseldorf und zurück in der höchsten Preisstufe D. Also kein Argument.


    Erstmal: ist die Strecke nicht eher Preisstufe C (vgl. VRR.de)? Die Viererkarte kostet knapp über 30 Euro, das NRW-Semesterticket aber 118 Euro. Ich kann den Rechenweg nicht nachvollziehen.


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    Das für NRW vergleichbare Monatsticket Preisstufe D kostet subventioniert für Auszubildende über 100,- Euro. Der Semesterbeitrag von knapp 230,- Euro entspricht monatlich noch nicht mal 40,- Euro für ein Ticket, welches einen viel größeren Bereich des ÖPNVs umfasst.


    Die Abo-Karte für Auszubildende (Youngticket Plus) kostet bei Preisstufe D im VRR 76 Euro monatlich. Wie kommst auf auf 100 Euro?


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    Vergiss auch dieses Argument, falls es überhaupt eins sein sollte!


    Weder Land noch Verkehrsbetriebe haben Geld zu verschenken, auch wenn du vermutlich etwas anderes glauben magst. Das NRW-Semestertticket ist tatsächlich extrem günstig in Relation zu den sonstigen Tarifen, ggf. testet man erstmal, wie hoch die Nutzung tatsächlich ist. Der Geltungsbereich ist erstmal egal, solange es niemand nutzt. Anders als bei "normalen" Tickets müssen ja eh alle zahlen, das heißt, die Fahrberechtigung führt nicht ziemlich sicher zur Fahrt.


    In allen mir bekannten Semesterticket-Kalkulationen ist das die Nutzung das entscheidende Element und die Verkehrsunternehmen (bzw. je nach Vertrag auch die -verbünde als Einnahmenaufteilungsstelle) entsprechend hinter ihrer Kohle her. Ermittelt wird das u.a. bei Verkehrserhebungen, bei denen in persönlichen Interviews die genutzte Fahrkarte abgefragt wird. Leute, die sich nur für das Semesterticket einschreiben, kippen wie gesagt zwangsläufig die Mischkalkulation bei Preis und Angebot.


    Es ist überhaupt kein Zufall, dass die Semestertickets an Standorten in Großstädten mit gut ausgebautem ÖPNV und hoher ÖPNV-Nutzung durch Studenten viel höher sind. Als Beispiel:


    - für Berliner Studenten gilt das Ticket nur im Stadtgebiet und 10-20 Kilometer weiter raus. Der Preis beträgt 168 Euro pro Semester.
    - bei den Brandenburger Hochschulen gilt das Ticket im ganzen Land Brandenburg und in Berlin. Der Preis liegt mitunter bei weniger als 100 Euro/Semester.


    Göttinger können für kaum 70 Euro in ganz Niedersachsen und bis Hamburg rein Zug fahren. Hamburger kommen keine 40 km hinter die Landesgrenze und zahlen dafür 150 Euro.


    Warum? Weil zum Beispiel Göttinger offenbar überwiegend in Göttingen wohnen und dort mit dem Fahrrad unterwegs sind. Hamburger nutzen das (nebenbei natürlich auch viel bessere) ÖV-Angebot dagegen viel stärker. Ergebnis: doppelt so hoher Preis bei einem extrem viel kleineren Geltungsbereich.

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    Im Übrigen gibt es sehr wohl Angaben (bzw.Pflicht) über die abgehörten Gespräche. Ich glaube sogar der Innenminister selbst hat auf einer Pressekonferenz von < 20 (bin mir jetzt nicht sicher) pro Jahr gesprochen.


    Hehe, ja, pro Minute vielleicht.


    Allein in Berlin werden pro Jahr über 1 Million Gespräche abgehört.

    Die Sache ist eigentlich ganz klar:


    Das Semesterticket ist eine Mischkalkulation. Bei stärkerer Nutzung, gerade auf längeren Strecken, knallt die Mischkalkulation und der Preis wird höher. Siehe München, dort ist die Nutzung des ÖV heute so groß, dass ein SemTicket bei bloßer Einnahmenstabilisierung über 200 Euro kosten würde - allein für den MVV, nicht für ganz Bayern. Die Verträge sind im Regelfall so geschlossen, dass die Verkehrsunternehmen zumindest keinen Einnahmenverlust hinnehmen müssen.


    Wer sich zum Schein einschreibt, um das SemTicket zu nutzen, wird wohl kaum bloß zwei Stationen mit der Straßenbahn fahren. De facto geht die Schnorrerei zulasten der kommenden Studis, die die fälligen Angebotseinschränkungen oder Preiserhöhungen in den folgenden Semester hinnehmen müssen, würde das im großen Stil durchgeführt.


    Dazu werden die SemTickets als Ausbildungsverkehr staatlich subventioniert, wie jede normale Zeitkarte für Auszubildende auch.

    Eine Freifahrt ICE 2. Klasse Hin- und Rückfahrt:


    - In die Fahrkarte (2. Klasse) muss nur Start- und Zielbahnhof sowie das Datum der Hinfahrt eingetragen werden
    - Das gute Stück gilt direkt, muss also nicht im Reisezentrum o.ä. umgetauscht werden.
    - Gültig bis einschließlich Ende November 2011 an jedem beliebigen Tag.
    - Gültig ist jede beliebige Strecke in Deutschland im ICE/IC. Dazu in DB-Regionalzügen, solange wenigstens einmal auf der Fahrt ein ICE/IC benutzt wird.


    - Die Rückfahrt ist inklusive und muss spätestens einen Monat nach der Hinfahrt stattfinden.
    - Für Fahrten in reservierungspflichtigen Zügen muss der entsprechende Aufpreis gelöst werden.


    - Kein Umtausch, keine Erstattung.


    120 € inkl. Versand als Einwurfeinschreiben innerhalb Deutschlands.